Über die Exotic Shorthair
AllgemeinesGröße: Mittelgroß bis Groß Fell-Länge: Kurzhaarkatze Farben: Alle Farben Gewicht: 2,5 bis 3,0 Kilogramm (Katze); 3,0 bis 4,5 Kilogramm (Kater) |
Die Exotic Shorthair ist eine brachyzephale (kurzköpfige) Rasse. Besonders das als niedlich geltende Peke-Face, also das sehr flache Gesicht, bei dem Augen und Nase sich fast auf einer Höhe im Gesicht befinden, ist ein Qualzucht-Merkmal. Viele betroffene Tiere dieser Rasse leiden unter ihrer Kurzköpfigkeit und gelten deshalb oft als Qualzuchten. Grund dafür sind ihre angezüchteten verkürzten Schnauzen und viel zu kleinen Nasenlöcher und Nasengänge. Durch sie können die Tiere schlechter atmen. Auch verdickte Gaumensegel und deformierte Kehlköpfe tragen zur Atemnot bei.
Haltungsempfehlung
Die Exotic Shorthair eignet sich für die Wohnungshaltung, wünscht sich dort aber die Gesellschaft eines Artgenossen. Alleine bleibt sie in der Regel nur ungern. Ihr Fell ist nicht so anspruchsvoll wie das der Perserkatze und muss nicht ganz so häufig gebürstet werden. Trotzdem benötigt sie mehrmals wöchentlich Hilfe bei der Fellpflege. Für Liebhaber der Langhaarkatzen, die nur wenig Zeit haben, ist sie deshalb nur bedingt empfehlenswert. Pflegeleichter ist die Britisch Kurzhaar, die optisch beiden Rassen (Exotic Shorthair und Perserkatze) ähnelt.
Die Exotic Shorthair wird häufig als Kurzhaarversion der Perserkatze bezeichnet, mit der sie auch verwandt ist und deren Rassestandard ihrem größtenteils entspricht. Entstanden ist die Exotic Shorthair, manchmal auch Exotische Kurzhaarkatze genannt, durch die Kreuzung von Amerikanischen Kurzhaar- und Perserkatzen. In Europa erkannte man die Rasse 1986 an.
Seit 1987 sind nur noch Verpaarungen mit Perserkatzen erlaubt, zuvor war auch die Einkreuzung von Russisch Blau oder Burma gestattet. Auch heute können bei einer Verpaarung von Exotic Shorthairs noch langhaarige Kätzchen zur Welt kommen.
Das Aussehen der Exotic Shorthair erinnert stark an das der Perserkatze. Deshalb ist es nicht überraschend, dass sie in den USA noch immer von vielen Verbänden als Perser angesehen wird. Die Exotic Shorthair hat einen eher gedrungen wirkenden Körper, einen runden Kopf, kleine Ohren und ein oft recht „platt“ wirkendes Gesicht.
Rassespezifische Charakterzüge
Auch in ihrem Wesen ähnelt die Exotic Shorthair ihren langhaarigen Vorfahren. Sie soll einen ruhigen Charakter haben. Trotz ihrer Gelassenheit gilt sie aber als aufgeweckter und verspielter als die Perserkatze. Erfahrungsgemäß ist sie eine genügsame, unkomplizierte Rassekatze und stellt keine allzu hohen Ansprüche an ihren Halter. Wie alle Samtpfoten freut sich auch die Exotic Shorthair über ausgiebige Schmusestunden – sofern sie sich zurückziehen kann, wenn sie es möchte.
Haltung und Pflege
Das Fell der Exotic Shorthair ist nicht so pflegeintensiv wie das der Perserkatze. Trotz seiner Kürze ist es jedoch relativ dicht – manche beschreiben es sogar als plüschig. Deshalb sollte die Mieze mehrmals wöchentlich gekämmt oder gebürstet werden. Das hilft dabei lose Haare zu entfernen und verhindert so unangenehme Verfilzungen.
Leider hat auch die Exotic Shorthair häufig ein sehr flaches Gesicht, entstanden durch übermäßige Zucht. Gerade die Perserkatze hatte in der Vergangenheit sehr unter den Massenzüchtungen aus den USA zu leiden. Die kurzen, kaum vorhandenen Nasen bereiten beiden Rassen gesundheitliche Probleme. Wie die Perserkatze neigt deshalb auch die Exotic Shorthair zu tränenden Augen.
Alleine bleibt die Exotic Shorthair eher ungern. Meist ist sie, gerade in der Wohnungshaltung, in Gesellschaft eines Artgenossen glücklicher. Da sie durchaus verspielt sein kann, sollte ausreichend Katzenspielzeug, wie zum Beispiel eine robuste Katzengangel vorhanden sein. Die Exotic Shorthair ist eher keine Klettermeisterin, einen kleinen Kratzbaum weiß sie dennoch zu schätzen.
Sie kann an denselben erblich bedingten Krankheiten leiden wie die Perserkatze. Zu diesen zählen unter anderem die Polyzistische Nierenerkrankung (PKD), Taubheit (bei weißen Katzen) oder auch Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM).
Die Veranlagung zur Polyzistischen Nierenerkrankung kann heutzutage durch einen Gentest erfolgreich ausgeschlossen werden. Gerade deshalb sollte man bei der Anschaffung der Exotic Shorthair darauf achten, dass die Elterntiere des Kätzchens nicht von der Erkrankung betroffen sind. Die Samtpfote sollte außerdem kein allzu flaches Gesicht haben, um Probleme beim Atmen oder durch zu kurze Tränenkanäle zu vermeiden.



