HomeNewsErfurt: Streit um Leinenpflicht eskaliert mit Pfefferspray

Erfurt: Streit um Leinenpflicht eskaliert mit Pfefferspray

In Erfurt geriet ein Streit wegen einer nicht angeleinten Bulldogge völlig außer Kontrolle. Nach einem hitzigen Wortgefecht setzte ein 26-Jähriger Pfefferspray ein. Die Polizei musste eingreifen und gleich mehrere Anzeigen aufnehmen.

Was mit einem Hinweis auf die Leinenpflicht begann, endete in einer handfesten Auseinandersetzung mit Verletzten und Polizeieinsatz: In Erfurt eskalierte ein Streit zwischen zwei Männern – und das nur wegen einer frei laufenden Französischen Bulldogge.

Der Vorfall trug sich am Samstag, dem 31. Mai, im Stadtteil Ilversgehofen zu. Zunächst war es ein banaler Konflikt unter Anwohnern. Doch der Disput zwischen einem 26-Jährigen und einem 40-jährigen Hundehalter eskalierte so sehr, dass die Polizei eingreifen musste.

Pfefferspray-Einsatz wegen Leinenpflicht

Auslöser war laut Polizei Thüringen die frei laufende Bulldogge des 40-Jährigen. Der jüngere Mann sah darin ein Problem – insbesondere, weil seine eigene Katze im Garten frei unterwegs ist.

Er sprach den Hundehalter an und verwies auf die geltende Leinenpflicht. Doch aus dem sachlichen Hinweis entwickelte sich rasch ein emotional aufgeheizter Streit, berichtet „Thüringen24“.

Französische Bulldogge.
Foto: unsplash.com/Samuel Charron (Symbolfoto)

Dabei tauschten die Männer nicht nur Beleidigungen, sondern auch Drohungen aus. Der 26-Jährige fühlte sich schließlich derart bedrängt, dass er ein Pfefferspray zog und seinem Kontrahenten ins Gesicht sprühte. Der Getroffene erlitt eine leichte Augenreizung und zog sich zunächst in seine Wohnung zurück – allerdings nur vorübergehend.

Polizei beendet den Streit

Der 40-Jährige brachte laut Polizei zunächst seinen Hund in Sicherheit, kehrte dann jedoch rasch an den Ort der Auseinandersetzung zurück. Dort entflammte der Streit erneut. Lautstarke Wortwechsel machten schließlich auch Anwohner auf das Geschehen aufmerksam, woraufhin die Polizei Erfurt eingriff. Die Beamten trafen auf zwei weiterhin stark aufgebrachte Männer, die nur mit Mühe getrennt werden konnten.

Französische Bulldogge auf dem Sofa.
Foto: unsplash.com/Ilona Celeste (Symbolfoto)

Für beide Beteiligten hat die Auseinandersetzung nun strafrechtliche Konsequenzen: Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung wurden aufgenommen. Die Leinenpflicht gilt in vielen Kommunen, besonders in Wohngebieten, zum Schutz von Mensch und Tier – wird aber nicht immer einheitlich eingehalten oder durchgesetzt.

Wichtiger Hinweis
Französische Bulldoggen gelten als Qualzuchten. Grund dafür sind ihre angezüchteten verkürzten Schnauzen. Durch sie können die Tiere schlechter atmen. Aber auch die Temperaturregulation ist bei der Rasse häufig gestört, da die Abgabe von Wärme über die Nase beeinträchtigt ist. Deshalb hecheln die Hunde eigentlich ständig – so vermeiden sie eine Überhitzung. Daher laufen kurzschnäuzige Hunde wie die Französische Bulldogge bei hohen Temperaturen Gefahr, einen Hitzeschlag zu erleiden.

Neueste Artikel

15 wirklich eklige Dinge, die nur Menschen mit Hund tun

Hundemenschen sind sich garantiert einig: Ein Leben mit den Vierbeinern hat mehr Sonnen- als Schattenseiten. Kein Wunder, dass der...

Ähnliche Artikel