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Weihnachten mit Hund? Mit diesen Tipps werden die Feiertage entspannt

Weihnachten mit Hund: Wichtige Tipps für ruhige Feiertage! So schützt Du Deinen Hund an Weihnachten vor Gefahren und sorgst für entspannte, sichere Feiertage ohne Stress.

Schokolade, brennende Kerzen, Geschenkband – an Weihnachten lauern überall Gefahren für Deinen Hund. Und auch wenn das Weihnachtsfest nur mit dem Hund denkbar ist, können die vielen Menschen und der Trubel unseren Vierbeiner stressen. Wie schaffst Du es also, die Feiertage entspannt zu gestalten – für Dich und Deinen Vierbeiner? In diesem Artikel haben wir für Dich einige Tipps für die Weihnachtszeit mit Deinem Hund zusammengestellt.

ZUSAMMENFASSUNG

    So gelingt ein entspanntes und hundefreundliches Weihnachten

  • Sensibilisiere Deine Gäste, schaffe Rückzugsorte für Deinen Vierbeiner und nimm Dir Zeit für Routinen und Spaziergänge.
  • Achte darauf, dass Dein Hund keine giftigen Lebensmittel und schwer bekömmliche Essensreste bekommt oder an giftigen Weihnachtspflanzen knabbert.
  • Verzichte auf gefährliche Deko, nutze LEDs anstelle von Kerzen und mach den Weihnachtsbaum hundesicher.
  • Bereite Dich auf mögliche Notfälle vor und gestalte die Zeit bis Heiligabend besinnlich. Ein Adventskalender kann Euch beiden die Zeit versüßen.

Tipp 1: Bitte Gäste um Rücksicht

Mehr Gäste im Haus bedeuten oft mehr Aufmerksamkeit. Die Chancen steigen, dass einer von ihnen zwischendurch ein paar Streicheleinheiten und vielleicht sogar Leckerlis verteilt. Doch nicht jeder Hund genießt diese Aufmerksamkeit – für einige bedeutet dies puren Stress. Ist dies der Fall? Dann bitte Deine Gäste, dem Hund an Weihnachten nicht zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, damit auch er sich wohlfühlt.

Tipp 2: Schaffe an Weihnachten Rückzugsorte für Deinen Hund

Auch Hunde, die gut mit den Verwandten klarkommen, brauchen bei dem ganzen Durcheinander, in das die Feiertage gerne mal abdriften, ihre Auszeiten. Die können sich Hunde beispielsweise an einem Rückzugsort gönnen.

„Wenn Dein Hund an eine Box gewöhnt ist, kann das ein solcher Rückzugsort sein, oder auch einfach seine Decke“, sagt Riccarda. „Gerade Kindern kann man gut klarmachen, dass etwa eine Decke der Bereich des Hundes ist, und dass er dort in Ruhe gelassen werden möchte.“

Tipp 3: Lasse Vorsicht beim Festessen walten

Schokoladenweihnachtsmann, Plätzchen, Stollen: Süße Versuchungen gehören für die meisten zur Weihnachtszeit dazu. Und was wäre Weihnachten ohne ein Festessen? Da wäre es doch schade, wenn der Vierbeiner nichts abbekommt, oder? Einige Lebensmittel und Essensreste können für Deinen Vierbeiner jedoch giftig sein und eine große Gefahr darstellen:

  • Schokolade:  Hat Dein Hund Schokolade gefressen, sind Übelkeit, Unruhe, Krämpfe, Durchfall und Fieber die Folge – bis hin zum Tod des Vierbeiners. Dunkle Schokolade ist besonders kritisch, da in ihr der sogenannte Theobromin-Gehalt sehr hoch ist.
  • Rosinen: Rosinen (und auch Weintrauben) sind in großen Mengen ebenfalls giftig, allerdings müssen nicht bei jedem Tier Vergiftungen auftreten.
  • Nüsse: Einige Nussorten wie Macadamia, Schwarznuss und unreife Walnüsse sind giftig und daher ebenfalls absolut tabu.
  • Essensreste: Füttere keinesfallsGeflügelknochen, Fischgräten und andere Reste. Erhitzte Geflügelknochen werden beispielsweise brüchig, können splittern und zu schwerwiegenden Verletzungen im Verdauungstrakt führen.
  • Gänse- und Entenbraten:  Was bei uns Menschen auf den Teller kommt, hat im Napf nichts verloren – die Gerichte sind meist zu stark gewürzt und viel zu fettig für Hunde, sodass es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen kann.
  • Backwaren: Lebkuchen, rohe Teigmasse, Hefe und Birkenzucker (Süßstoff Xylitol) darf Dein Tier nicht fressen. Zimt kann in großen Mengen zu Leberproblemen führen. Welche weihnachtlichen Leckereien sonst noch tabu sind, verraten wir Dir hier.
  • Alkohol: Schon eine kleine Menge Alkohol ist für Deinen Hund gefährlich. Die Leber und das Nervensystem reagieren empfindlich darauf und es kann zu Vergiftungserscheinungen, Krämpfen und Erbrechen führen.
  • Zwiebeln: Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen Deines Vierbeiners angreifen. Die Folge? Blutarmut bis hin zu Organschäden.

Möchtest Du Deinem Hund zu Weihnachten etwas Besonderes anbieten, solltest Du es daher separat ohne Gewürze kochen und darauf achten, dass alle Lebensmittel verträglich sind. Achte außerdem darauf, dass das Fleisch richtig gar ist, denn rohes oder halbgares Fleisch und Fisch sind für Vierbeiner nicht bekömmlich.

Schau gerne mal bei unseren Rezeptideen für Deinen Hund zum Nachmachen vorbei. Auch über selbstgemachte Leckerchen wird sich Dein Liebling sicherlich freuen!

Tipp 4: Vermeide gefährliche Deko und sichere Gefahrenstellen

Was glitzert und funkelt, ist auch für Tiere interessant. Hunde spielen an Weihnachten gerne mit Lametta, Dekoartikeln und Weihnachtskugeln – vor allem die runden Kugeln wecken oft den Spieltrieb bei jungen Hunden.

Unsere geliebte Weihnachtsdekoration kann jedoch eine ernsthafte Gefahrenquelle darstellen:

  • Lametta enthält giftiges Blei und kann bei Verzehr zu Vergiftung führen.
  • Wenn Christbaumkugeln vom Baum fallen, können sie zerbrechen und Dein Hund kann sich an den Scherben verletzen.
  • Fremdkörper wie beispielsweise Krippenfiguren oder Engelshaar können bei Hunden, die viel ins Maul nehmen, im Magen landen. Es droht ein tödlicher Darmverschluss, der auf jeden Fall operiert werden muss.
  • Beim Toben können Hunde an Lichterketten hängen bleiben oder in Gefahr geraten, wenn sie an den Kabeln knabbern.
  • Kerzen können Verbrennungen verursachen oder gar zum Brand führen. Mit Duftstoffen oder ätherischen Ölen reizen sie sogar die Atemwege.
  • Hunde können die Wasserauffangschale des Weihnachtsbaumes mit Trinkwasser verwechseln. Die ggf. enthaltenen Bakterien und der Dünger können jedoch zu Verdauungsbeschwerden und Vergiftungen führen.

Dein Auftrag, wenn Du Weihnachten hundefreundlich gestalten möchtest?

  1. Verwende möglichst bruchsichere, ungefährliche Dekoration und stelle sie außerhalb der Reichweite Deines Hundes auf. Gleiches gilt für Kerzen, alternativ kannst Du auf flackernde LED-Kerzen setzen.
  2. Sichere Lichterketten durch Kabelschutz oder montiere sie so, dass die Kabel unerreichbar sind.
  3. Verwende einen sicheren Standfuß für den Weihnachtsbaum, sichere den Baum ggf. zusätzlich an der Wand und decke die Auffangschale mit einer Unterlage ab.
  4. Entsorge Geschenkband, Schleifen und Folien nach dem Auspacken umgehend

Geht doch einmal etwas durch Deinen Hund an Weihnachten zu Bruch, ist es gut, die Scherben schnell beseitigen zu können. Die Lösung: leistungsstarke Staubsauger von Dyson. Sie sind kabellos, handlich und gelangen so auch an schwer erreichbare Stellen unter dem Weihnachtsbaum.

Mit der speziellen Haardüse, die etwa beim Dyson Gen5detect™ Absolute im Lieferumfang bereits enthalten ist, sind sie außerdem der perfekte Partner im Kampf gegen hartnäckige Tierhaare auf Böden und Polstermöbeln. Damit das Haus für den Weihnachtsbesuch sicher UND sauber ist.

Versicherung für den Hund
Foto: Adobe Stock/Pixel-Shot (Symbolfoto)

Tipp 5: Prüfe, ob weihnachtliche Pflanzen giftig sind

Weihnachtssterne, Christusdorn, Tannen- und Mistelzweige: Diese Gewächse sorgen für eine ganz besondere Weihnachtsstimmung und sind schön anzuschauen. Allerdings solltest Du darauf achten, dass Dein Hund an Weihnachten nicht auf die Idee kommt, an den Pflanzen zu knabbern. Besondere Vorsicht gilt auch, wenn Du als Dekoration Tannenzweige in einem Behälter mit Wasser drapierst: Hunde trinken gerne daraus, allerdings ist das Wasser giftig für die Vierbeiner.

Erste Anzeichen auf eine Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Auch der besonders hübsche Weihnachtsstern ist gefährlich für Hunde. Er produziert als Wolfsmilchgewächs den Giftstoff Euphorbin, der Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe, blutigen Durchfall, Lähmungen, Leberschädigungen und Herzrhythmusstörungen auslösen kann.

Tipp 6: Sei auf Notfälle vorbereitet

Unerwartete Situationen können Dich und Deinen Hund an Weihnachten mehr stressen als Unfälle, auf die Du vorbereitet bist. Beschäftige Dich daher mit Fragen, was passieren könnte und wie Du darauf reagieren kannst.

Was mache ich etwa, wenn sich der Hund doch an den Leckereien bedient, an dem Weihnachtsstern knabbert oder den Josef aus der Krippe verschluckt? Bei dem kleinsten Verdacht, dass Dein Hund etwas gefressen haben könnte, solltest Du sofort zum Tierarzt gehen – je früher, desto höher sind die Überlebenschancen. Informiere Dich daher im Voraus, welcher Arzt Bereitschaft hat, denn es handelt sich um wichtige Sekunden und Minuten.

Sollte Dein Hund besonders verfressen sein, solltest Du Kohletabletten im Haus haben. Verabreiche sie sofort, denn die Aktivkohle verhindert die Resorption der giftigen Wirkstoffe vom Darm in den Körper. Aber in jedem Fall: Schnellstens ab zum Tierarzt!

Tipp 7: Bereite ein Geschenk und einen Adventskalender für Hunde vor

Was wäre Weihnachten ohne Geschenke? Auch Deinem Vierbeiner kannst Du Freude bereiten. Zum Beispiel mit:

  • einem lustigen, quietschenden Kuscheltier
  • einer Kuscheldecke
  • einigen Leckerlis
  • einem Hundebett

Mache das Geschenk jedoch kenntlich, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.

Unter den Adventskalendern gibt es mittlerweile fast nichts, was es noch nicht gibt. Da wundert es nicht, dass sogar unsere Vierbeiner 24 Tage lang mit Leckerlis beglückt werden. Auch für Dich ist es ein schönes Ritual, wenn Du gemeinsam mit Deinem Hund in der Weihnachtszeit jeden Morgen ein neues Türchen öffnen kannst.

Oder Ihr macht es so wie good.boy.ollie – der Labrador-Rüde darf nämlich jeden Tag ein neues Türchen seines Adventskalenders öffnen, hinter dem sich ein besonderes Abenteuer für den Tag versteckt.

Tipp 8: Nimm Dir Zeit für Spaziergänge und Kuscheleinheiten

Das größte Geschenk, das Du Deinem Hund an Weihnachten machen kannst, ist gemeinsame Zeit! Zwischen dem ganzen Essen tut ein Spaziergang an der frischen Luft gut – wahlweise auch, wenn Du kurz vor der lieben Verwandtschaft Reißaus nehmen willst. Dein Hund ist dabei immer an Deiner Seite und hält gerne als Ausrede her: „Ich muss nur mal eben mit dem Hund raus“ ist schließlich ein vollkommen legitimer Grund für eine Auszeit vom Gewusel.

Doch bei Eis und Streusalz ist Vorsicht geboten: Das Salz und die scharfkantigen Kristalle können die empfindlichen Pfotenballen Deines Hundes reizen oder verletzen. Achte auf die Wege, auf denen Ihr Euch bewegt, oder greife zum Pfotenschutz. Nach dem Spaziergang solltest Du die Pfoten mit lauwarmem Wasser reinigen, abtrocknen und ggf. eine pflegende Salbe auftragen.

Auf die Aktivität folgt dann gemütliches Einkuscheln vor dem Fernseher. Bestimmt darf Dein Hund zur Feier des Tages mit aufs Sofa, sodass er seinen Kopf entspannt auf Deinen Schoß betten und selig einnicken kann.

Na dann: Frohe Wau-nachten!

Weihnachten mit Hund beim Geschenke auspacken.
Foto: pexels.com/Karolina Grabowska (Symbolfoto)

FAQs: Die häufigsten Fragen für ein entspanntes und sicheres Weihnachten mit Hund

Gäste an Weihnachten: Stress für Deinen Hund?

Für viele Hunde gilt: Je mehr Gäste, desto aufregender und damit anstrengender wird es für sie. Hunde stünden nämlich, egal ob beabsichtigt oder nicht, immer schnell im Mittelpunkt.

„An dieser Stelle müssen wir uns ganz ehrlich hinterfragen und überlegen, ob man seinem Hund einen Gefallen tut, ihn diesem Stress auszusetzen“, sagt Riccarda Kreickmann. Denn wie gut ein Hund mit vielen Menschen umgeht, die ihn streicheln und mit ihm spielen wollen, das sei abhängig vom Charakter.

Wie kann ich Weihnachten mit Hund stressfrei gestalten?

Du nimmst Dir und Deinem Vierbeiner viel Stress, indem Du Weihnachten hundesicher gestaltest. Schaffe einen Rückzugsort, lege Regeln für die Gäste fest, behalte feste Routinen und Spaziergehzeiten bei und sorge für eine sichere Umgebung.

Welche Deko, weihnachtlichen Gerichte und Weihnachtspflanzen sind für den Hund gefährlich?

Lametta, Glaskugeln, Kerzen, kleine Dekofiguren und Lichterketten sehen zwar hübsch aus, bergen aber Verletzungs- oder Vergiftungsrisiken. Lametta enthält giftiges Blei, Glasscherben können den Hund schneiden und kleine Figuren können beim Verschlucken zum Darmverschluss führen.

Auch beim Festessen ist Vorsicht geboten. Schokolade, Rosinen, Zwiebeln oder stark gewürzte Speisen sind für Hunde giftig oder können Verdauungsbeschwerden verursachen. Erhitzte Knochen sind hingegen brüchig und können die Organe des Hundes verletzen.

Und weihnachtliche Pflanzen wie Weihnachtsstern, Mistel oder Tanne? Ebenfalls tabu, wenn es um hundesicheres Weihnachten geht – sie können schwere Vergiftungen auslösen.

Was tun, wenn der Hund an Weihnachten etwas Gefährliches gefressen hat?

Sollte Dein Hund etwas vom Festtagstisch stibitzen oder an einer Weihnachtsblume knabbern, solltest Du ihm unverzüglich Kohletabletten verabreichen und einen Tierarzt aufsuchen. Die Kohletabletten können einige Giftstoffe binden und verhindern, dass sie in den Blutkreislauf gelangen, ersetzen jedoch keinen Tierarztbesuch.

Auch wenn Dein Hund an Weihnachten etwas verschluckt, ist schnelles Handeln durch einen Tierarzt gefragt, damit es nicht zum Darmverschluss kommt. Informiere Dich daher schon vor den Festtagen, welcher Tierarzt Notdienst an Weihnachten hat und Deinen Hund behandeln kann.

Welche Weihnachtsgeschenke eignen sich für den Hund?

Schenke Deinem Hund zu Weihnachten etwas, woran er Freude hat. Dies kann eine Kuscheldecke, ein Spielzeug oder ein neues Hundebett sein. Auch seine Lieblingsleckerlis machen Deinen Vierbeiner bestimmt glücklich.

Wie schaffe ich eine hundefreundliche Umgebung an Weihnachten und wie sichere ich den Weihnachtsbaum?

Vermeide Gefahrenquellen, setze auf LEDs anstelle von Kerzen, schütze die Kabel von Lichterketten und verzichte auf giftige Pflanzen zur Dekoration. Kleine Figuren sollten immer außerhalb der Reichweite Deines Hundes sein.

Ein hundefreundlicher Weihnachtsbaum sollte in einem stabilen Fuß stehen. Du kannst ihn zusätzlich an der Wand befestigen, sensible Dekoration eher nach oben hängen und die Wasserschale abdecken, damit Dein Hund nicht daraus trinken kann.

Wie schütze ich meinen Hund an Weihnachten bei Spaziergängen im Schnee?

Vermeide, wenn möglich, mit Salz bestreute Wege und schütze die Pfoten Deines Hundes bei Schnee und Eis mit Hundeschuhen. Reinige die Pfoten sanft nach dem Spaziergang und verwende ggf. eine pflegende Salbe.

Damit der Spaziergang für Euch beide entspannend ist, solltest Du den Weihnachtsmarkt eher meiden, denn der Trubel und das Gedränge könnten für Deinen Hund zu viel des Guten sein.

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