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Eine Katze zieht ein – So gewöhnst Du die Katze ans neue Zuhause: Teil 3

In unserer Reihe „Eine Katze zieht ein“ informieren wir Dich darüber, worauf Du beim Einzug der Katze und in den ersten Tagen des gemeinsamen Zusammenlebens achten solltest. Im ersten und zweiten Teil hast Du erfahren, wie Du Deine Wohnung katzensicher gestalten kannst und welches Katzenzubehör Du vor dem Einzug der Samtpfote auf jeden Fall besorgen musst.

Jetzt steht der große Tag kurz bevor: Du hast den Kratzbaum aufgebaut und das angehende Lieblingsfutter des zukünftigen Familienmitglieds gekauft. Doch wie lässt sich der Umzug für die Mieze am angenehmsten gestalten? Und was hilft der Katze, sich schnell an ihr neues Zuhause zu gewöhnen?

Im dritten Teil von „Eine Katze zieht ein“ haben wir Dir einige Tipps zusammengestellt.

Vor dem Umzug: Besuche die Katze in ihrer gewohnten Umgebung

Für Deine Katze bedeutet der Umzug ins neue Zuhause puren Stress. Sie wird aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen und muss sich in einem neuen Umfeld zurechtfinden.

Wenn sich die Möglichkeit bietet, solltest Du die Mieze deshalb bereits vor dem eigentlichen Übergabe-Termin mehrfach besuchen und sich langsam mit ihr vertraut machen. Ist der Tag des Umzugs gekommen, bist Du für die Katze nicht mehr fremd und sie fühlt sich auf der Reise ins neue Zuhause weniger allein.

Die Fahrt ins neue Zuhause: Platziere die Transportbox sicher

Befindet sich das auserwählte Kätzchen nicht gerade in der unmittelbaren Nachbarschaft, kannst Du das neue Familienmitglied mit dem Auto abholen. Damit die Katze sicher bei Dir ankommt, ist eine Transportbox ein absolutes Muss. Um der Samtpfote die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten, solltest Du die Box mit einer kuscheligen – und bestenfalls waschbaren – Decke auslegen. Schließlich ist bei all der Aufregung das eine oder andere Malheur kaum zu vermeiden.

Für die meisten Katzen ist Autofahren die reinste Tortur. Während Du mit dem Vierbeiner unterwegs bist, solltest Du Dich deshalb möglichst ruhig und besonnen verhalten. Ärgerliches Fluchen und laute Musik sind absolut fehl am Platz. Stattdessen kannst Du der Katze etwas erzählen und sie auf diese Weise beruhigen.

Rein rechtlich gesehen gelten Katzen als Ladung und müssen dementsprechend gesichert sein. Deshalb empfiehlt es sich, die Samtpfote möglichst in Begleitung einer weiteren Person abzuholen. So kann die Transportbox während der Fahrt vom Beifahrer gehalten werden. Wenn Du alleine unterwegs bist, solltest Du die Transportbox im Fußraum direkt hinter den Vordersitzen platzieren. Die Mieze kann das Auto von diesem Standpunkt aus zwar schlecht überblicken und fühlt sich möglicherweise etwas einsam, bei Unfällen hat sich diese Position jedoch als besonders sicher erwiesen.

Natürlich lässt sich die Box auch mithilfe eines Sicherheitsgurtes auf dem Beifahrersitz befestigen. Bei einem Aufprall mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50 Kilometern pro Stunde können Gittertür und Abdeckung der Transportbox jedoch brechen und die Mieze verletzen.

Die Ankunft: Gewöhne die Katze Schritt für Schritt ans neue Zuhause

1. Richte der Katze ein eigenes Zimmer ein

Damit sich Deine Samtpfote Schritt für Schritt an die neue Umgebung gewöhnen kann, solltest Du ihr vorab ein Zimmer mit möglichst wenigen Versteckmöglichkeiten einrichten und Katzentoilette, Kratzbaum sowie jeweils einen Futter- und Wassernapf bereitstellen.

2. Besuche das Katzenzimmer maximal zu zweit

Hat die Katze ihre Reise ins neue Zuhause gut überstanden, kannst Du die Box sofort in den vorbereiteten Raum bringen und die Zimmertür hinter Dir schließen. Natürlich möchte jeder das neue Familienmitglied kennenlernen. Um Hektik und Aufregung zu vermeiden, ist es zunächst jedoch sinnvoll, sich maximal zu zweit im Katzenzimmer aufzuhalten und jüngere Kinder sowie andere Haustiere vom Kätzchen fernzuhalten.

Nachdem Du die Fenster und Türen des Katzenzimmers sicher verschlossen hast, kannst Du die Gittertür der Transportbox öffnen. Dann heißt es erst einmal abwarten und in Ruhe schauen, wie die Katze auf die ungewohnte Situation reagiert.

3. Bewahre Ruhe und sei geduldig

Während sich besonders mutige und neugierige Kätzchen vielleicht schon nach wenigen Minuten dazu überwinden, die Box zu verlassen, benötigen schüchterne Samtpfoten etwas mehr Zeit.

Geduld hat deshalb oberste Priorität. Wenn sich die Mieze nicht aus der Box traut, darfst Du die Katze auf keinen Fall mit Gewalt herausholen. Setze Dich besser in einiger Entfernung zum Transportbehälter hin und beruhige das Tier in einer freundlichen Stimmlage.

4. Locke die Katze mit Spielzeug oder Leckerlis

Macht die Mieze nach über einer Stunde keine Anstalten, die Box zu verlassen, kannst Du sie vorsichtig mit einem Spielzeug oder Leckerli locken. Auch hier gilt: Bedränge die Katze nicht und stelle Dein Entertainmentprogramm sofort ein, wenn Du merkst, dass es die Samtpfote verängstigt. Kannst Du die Katze trotz aller Bemühungen nicht zum Verlassen der Box animieren, solltest Du besser den Rückzug antreten und das Zimmer für einen Zeitraum von circa ein bis zwei Stunden verlassen.

So gibst Du besonders ängstlichen Miezen die Chance, sich ungestört von neugierigen Blicken mit der neuen Umgebung vertraut zu machen und möglicherweise auch ein dringendes Geschäft zu erledigen.

Einmal Durchchecken lassen: Ein Tierarztbesuch ist Pflicht

Je forscher und mutiger Deine Katze ist, desto eher kannst Du ihr weitere Räume der Wohnung zeigen. Verlasse Dich dabei auf Dein Gefühl. Während sich einige Stubentiger bereits nach kurzer Zeit darüber freuen, etwas Neues zu entdecken, fühlen sich scheue Katzen schnell überfordert und ziehen sich verängstigt zurück.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn noch weitere Tiere im Haushalt leben. In diesem Fall ist es sinnvoll, das Kätzchen so lange im Einzelzimmer zu halten, bis Du die Samtpfote beim Tierarzt vorgestellt hast. Nur so kannst Du sichergehen, dass Deine Katze kerngesund ist und keine Krankheiten auf die übrigen tierischen Bewohner überträgt.

Die Zeit in Quarantäne hat zudem einen weiteren Vorteil: Machst Du Deine Katze mit den anderen Tieren bekannt, hat sie den speziellen Geruch der Wohnung bereits angenommen und wird in der Regel leichter akzeptiert.

Eine Katze zieht ein: Die Katze in die Familie integrieren

Wenn Du Dich gut mit der Katze vertraut gemacht hast, kannst Du den Neuankömmling auch mit den anderen Familienmitgliedern bekannt machen. Weise gerade Kinder noch einmal darauf hin, dass sie sich in Gegenwart der Katze ruhig verhalten müssen, damit die Mieze keine Angst bekommt. Zudem empfiehlt es sich, eindringlich vor den scharfen Krallen des Stubentigers zu warnen: Denn der sieht nicht nur süß aus, sondern kann ordentlich zulangen, wenn ihm etwas nicht gefällt.

Besuch von Freunden oder Verwandten solltest Du erst empfangen, wenn sich die Katze gut in das Familienleben integriert hat. So ersparts Du Dir und Deinem Vierbeiner eine Menge unnötigen Stress.


Deine Katze ist wohlbehalten bei Euch angekommen und hat sich gut eingelebt? Dann kann es endlich mit der richtigen Erziehungsarbeit losgehen. Im vierten Teil unserer Reihe „Eine Katze zieht ein“ erfährst Du, worauf Du beim ersten Tierarztbesuch achten musst und wie Du Deine Katze Schritt für Schritt an den Freigang gewöhnen kannst.

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