Ein Welpe zieht ein: Teil 1

Grundlegende Vorbereitungen und Überlegungen vor der Abholung

Wochenlang habt Ihr sehnsüchtig auf Euren Welpen gewartet und nun ist es soweit: Der Einzug ins neue Zuhause steht kurz bevor. Doch was müsst Ihr beachten, ehe der kleine Vierbeiner bei Euch und Eurer Familie einziehen kann? Welche Gefahrenquellen lauern möglicherweise in Eurem Haushalt? Mit unserer Reihe „Ein Welpe zieht ein“ möchten wir Euch helfen, Euch richtig auf den Einzug des Welpen vorzubereiten, Euch über Welpenzubehör informieren und wertvolle Erziehungstipps für Welpen liefern.

Das Zuhause für den Welpen vorbereiten

Bevor Ihr den Welpen beim Züchter abholt, solltet Ihr Euer Zuhause zunächst welpensicher machen. Potenzielle Gefahren sollten sich nicht in Reichweite des Welpen befinden. Dazu zählen giftige Zimmerpflanzen (z. B. Efeu) oder Lebensmittel (z. B. Schokolade) ebenso wie Stromkabel – wenn der kleine Vierbeiner seine Milchzähne daran testet, kann das lebensgefährliche Folgen für ihn haben. Auch Treppen solltet Ihr sichern, damit der Welpe nicht versehentlich abstürzt. Dafür eignen sich zum Beispiel Treppenschutzgitter für Kleinkinder. In den ersten Wochen brauchen Welpen besonders viel Aufmerksamkeit. Falls Ihr berufstätig seid, solltet Ihr Euch deshalb rechtzeitig Urlaub nehmen. So könnt Ihr Euch besonders intensiv um Euren Liebling und seine Erziehung kümmern.

Das richtige Zubehör kaufen: Hundespielzeug & Hundebett

Für den Welpen ist die Welt um ihn herum unglaublich spannend. Damit sich der kleine Vierbeiner nicht an Eurer Einrichtung austobt, solltet Ihr ihm ausreichend Hundespielzeug zur Verfügung stellen. Viele Hersteller bieten mittlerweile welpengerechtes Spielzeug an, das die richtige Härte und Größe für das kleine Hundegebiss hat. Kauft hochwertige Produkte, die nicht splittern oder brechen, damit sich Euer Welpe nicht verletzt. Dennoch solltet Ihr ihn beim Spielen nicht aus den Augen lassen.

Trotz Spielzeug kann bei einem Welpen im Haus auch mal etwas zu Bruch gehen. Behaltet immer im Hinterkopf, dass der Kleine nichts aus böser Absicht tut und lediglich neugierig ist. Bringt vor dem Einzug des Welpen in Sicherheit, was Euch besonders am Herzen liegt. Ein teurer Teppich oder Euer bestes Paar Schuhe sollten sich zum Beispiel nicht unbedingt in Reichweite des Vierbeiners befinden. Vom Spielen und Toben wird der Welpe schnell müde werden. Generell schlafen die Kleinen noch sehr viel – am liebsten natürlich dort, wo es warm und gemütlich ist. Hundebetten, Kuscheldecken und Körbchen gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Da Welpen gerne an allen Gegenständen kauen, knabbern und zerren, solltet Ihr ein robustes Hundebett vorziehen. Ein eigener Schlafplatz ist für den Welpen unerlässlich. An diesen sollte er sich auch zurückziehen können, wenn er in Ruhe gelassen werden möchte. Doch wo sollte sich der Hundeschlafplatz befinden?

Der richtige Platz fürs Körbchen: Warum der Welpe nicht ins Kinderzimmer gehört

Hunde sind sehr sozial und brauchen den Kontakt zu ihren Menschen. Verbannt Euren Welpen daher nicht in einen kaum genutzten Raum, sondern lasst ihn am Familienleben teilhaben. Im Wohnzimmer ist der Vierbeiner gut aufgehoben – im Kinderzimmer hat das Hundekörbchen allerdings nichts verloren. Kleine Vier- und Zweibeiner sollten nur unter Aufsicht miteinander spielen. Ein Welpe kann im Spiel schon mal etwas übermütig oder grob werden, auch wenn er es keinesfalls böse meint. Er versteht einfach nicht, dass er ein Kind nicht wie eines seiner Geschwister am Ohr zerren oder in die Seite zwicken darf.

Auch wenn Ihr Euch erschreckt, solltet Ihr Ruhe bewahren und nicht laut werden oder den Vierbeiner bestrafen. Ihr könnt das Spiel stattdessen kommentarlos beenden und ihn für einen Augenblick ignorieren. In der Regel ist Ignoranz für den Welpen schon Strafe genug.

Kinder schließen den Welpen meist sofort ins Herz und möchten am liebsten die ganze Zeit mit ihm kuscheln oder spielen. Dabei können sie oft nicht einschätzen, wann der Welpe eine Pause braucht. Auch deshalb sollte das Hundebett nicht im Kinderzimmer stehen und Ihr solltet besonders darauf achten, dass der Welpe nicht überfordert wird.

Die richtige Ausstattung für die ersten Ausflüge: Das Welpengeschirr

Die ersten Spaziergänge mit Eurem Welpen werden sehr kurz ausfallen. Auch wenn er sich an alltägliche Geräusche gewöhnen muss, dürft Ihr ihn nicht mit neuen Eindrücken überfordern. Bleibt er während des Spaziergangs einfach sitzen, ist er mit großer Wahrscheinlichkeit bereits erschöpft. Ein paar Minuten sollten die ersten Spaziergänge deshalb nicht übersteigen. Die Zeit könnt Ihr dann nach und nach bis zu einer halben Stunde ausdehnen. Am Anfang sollte der Welpe an der frischen Luft lediglich sein Geschäft verrichten, ein bisschen schnuppern und spielen, ehe er wieder ins warme und sichere Zuhause darf.

 

Trotzdem gehören ein geeignetes Welpengeschirr und eine Leine ebenso wie Wasser- und Futternapf auf jeden Fall zur Erstausstattung. Bittet den Züchter um die richtigen Maße oder nehmt diese selbst, wenn Ihr den Welpen zum letzten Mal kurz vor der Abholung besucht. Ein Welpengeschirr sollte den Knochenbau des Welpen schonen und natürlich nicht zu eng sein.

Es ist soweit: Der Welpe wird abgeholt und die Heimfahrt steht an

Wenn Ihr Euer Zuhause welpensicher gemacht und für den kleinen Vierbeiner hergerichtet habt, steht seinem Einzug nichts mehr im Wege. Der Tag der Abholung ist natürlich für alle Beteiligten aufregend, für den Welpen ist er aber auch mit Stress und Angst verbunden. Er wird aus seinem gewohnten Umfeld gerissen und von seiner Familie getrennt. Versucht deshalb möglichst entspannt und geduldig zu sein. Bei so viel Aufregung kann dem kleinen Vierbeiner auch mal ein Missgeschick passieren: Nehmt deshalb am besten ein paar alte Handtücher mit ins Auto. Wenn Euch eine längere Autofahrt bevorsteht, plant mehrere kurze Pausen ein, in denen der Welpe sein Geschäft verrichten kann. Manchen Hunden wird während der Fahrt schlecht – auch darauf solltet Ihr vorbereitet sein und auf keinen Fall mit dem Welpen schimpfen, sollte er sich übergeben müssen.

Endlich ist Euer tierisches Familienmitglied bei Euch angekommen! Die nächsten Tage und Wochen werden für alle Beteiligten besonders aufregend. Wie Ihr Eurem Welpen bei der Eingewöhnung helfen könnt, was Ihr bei einer Futterumstellung beachten solltet und welche Schritte die ersten auf dem Weg zur Stubenreinheit sind, erfahrt Ihr in „Ein Welpe zieht ein: Teil 2“.

 

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