HomeRatgeberDürfen Hunde Eis essen?

Dürfen Hunde Eis essen?

Hast Du auch im Sommer den Tiefkühlschrank mit leckeren Eissorten gefüllt? Solltest Du einen Hund besitzen, blickt Dich dieser beim Verzehr möglicherweise mit erwartungsvollen Augen an. Aber lass Dich nicht um den Finger wickeln: Für Menschen gemachtes Eis ist für Hunde ungeeignet – doch es gibt super Alternativen.

„Was kann an Eis schon gefährlich sein?“, werden viele sagen. Klar enthält es etwas Zucker, aber ansonsten sollte es unseren Hunden doch nicht weiter schaden. Oder? Leider ist das eine Fehleinschätzung. Es gibt eine Reihe von Gründen, die gegen „normales“ Eis für den Hund sprechen.

Hunde sind laktoseintolerant

Welpen besitzen das Enzym Laktase, das ihnen ermöglicht, die in der Muttermilch vorhandene Laktose (Milchzucker) gut zu verdauen. Das ändert sich jedoch nach dem Abstillen. Dr. Jerry Klein, Cheftierarzt des American Kennel Clubs, macht in einem Interview darauf aufmerksam, dass der Körper eines erwachsenen Hundes deutlich weniger Laktase produziert: „Viele erwachsene Hunde sind in unterschiedlichem Maße laktoseintolerant, was sie daran hindert, Milchprodukte richtig zu verdauen.“

Wer seinem Hund ein Milcheis zum Schlecken gibt, muss mit Magen-Darm-Beschwerden in Form von Durchfall, Erbrechen, Blähungen und Bauchschmerzen rechnen, informiert etwa Tierärztin Dr. Jennifer Coates auf „PetMD“.

Zutaten in Eis können für Hunde giftig sein

Während Laktose „lediglich“ schwer verdaulich für manche Hunde ist, sind einige Zutaten von Speiseeis tatsächlich gefährlich. Zu den für unsere Vierbeiner giftigen Lebensmitteln zählen Schokolade, Rosinen, Kaffee und verschiedene Nusssorten. Je nach Eissorte sind diese ein Bestandteil davon.

Hund frisst Eis.
Foto: unsplash.com/Christian Bowen (Symbolfoto)

Zudem ist nicht auszuschließen, dass sich in einem Eis, das als wenig zuckerhaltig beworben wird, der Süßstoff Xylit befindet. Dieses kann bei Hunden schwere gesundheitliche Probleme verursachen. Hierzu zählen unter anderem Erbrechen, Krampfanfälle und Koordinationsschwierigkeiten.

Zucker 
ist auch für Hunde ungesund

Nicht nur bei uns führt zu viel Zucker zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Das gilt auch für Hunde. Zucker begünstigt Übergewicht und somit eine Reihe von Folgeproblemen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkprobleme und Diabetes. Zudem ist Zucker ein Hauptverursacher von Karies und birgt das Risiko von Verdauungsproblemen und Hyperaktivität.

Fettgehalt variiert je nach Eissorte

Während ein Fruchteis oft weniger als 3 Prozent Fett enthält, beinhaltet ein durchschnittliches Milcheis schon 5 bis 10 Prozent. Aber es geht auch anders: Manche Schokoladen- oder Nusseissorten weisen einen Fettgehalt von bis zu 28 Prozent auf. Dieser könnte eine Bauchspeicheldrüsenentzündung fördern, welche sich unter anderem durch Lethargie und Appetitlosigkeit bemerkbar macht.

Dürfen Hunde Eiswaffeln essen?

Und was ist mit der Waffel, wenn Du das Eis aufgegessen hast? Auch Eiswaffeln sind für menschlichen Verzehr gemacht und nicht auf die Bedürfnisse von Hunden abgestimmt. Hier solltest Du ebenfalls darauf achten, dass nur natürliche Zutaten und etwa kein Xylit enthalten ist, rät das Magazin „Petful“.

Schokoladeneis in der Waffel ist auf den Boden gefallen.
Foto: pixabay.com/Kranich17 (Symbolfoto)

Zudem enthalten auch die Waffeln Zucker und Getreide, was etwa für Hunde, die empfindlich auf Gluten reagieren, problematisch sein kann. Auf der sicheren Seite bist Du also, wenn Du Deinem Hund auch keine Eiswaffel gibst.

Gibt es fertiges Hundeeis?


Du solltest Dein Eis also lieber nicht mit Deinem Hund teilen. Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile auch Eisdielen, die einzelne Sorten für Hunde anbieten. Und: Hundeeis lässt sich ganz leicht selbst machen. Wer lieber fertiges Eis kaufen möchte, wird unter anderem im Internet oder in gut sortierten Zoofachgeschäften fündig.

Meist gibt es verschiedene Varianten von fertigem Hundeeis. Eine Möglichkeit: Fertige Hunde-Smoothies (Affiliate-Link), die Du nur noch in den beigefügten Silikon-Förmchen einfrieren musst. Andere Eissorten enthalten sogar zugesetzte Nährstoffe, die es zu einem gesunden Nahrungsergänzungsmittel (Affiliate-Link) machen.

Schleckmatten eignen sich prima, um sie beispielsweise mit Hundesmoothies Joghurt und Leberwurst einzufrieren, und dann Deinem Hund eine erfrischende Beschäftigung zu präsentieren.

Du kannst auch wiederverwendbare Eisformen speziell für Hunde (Affiliate-Link) kaufen, die Du nach Lust und Laune befüllen kannst. Vielleicht ja sogar mit selbst gemachtem Hundeeis?

Hundeeis selber machen


Industriell hergestelltes Hundeeis gibt es nur in bestimmten Sorten. Gut möglich, dass es den Lieblingsgeschmack Deines Hundes nicht gibt. Vielleicht ist er ja ein Fan von Bananen, Beeren oder Leberwurst? Kein Problem: Wir haben die passenden Hundeeis-Rezepte, die Du kinderleicht umzusetzen kannst.

von Thomas Brodmann

Hinweis
Bei einigen Links in diesem Artikel handelt es sich um Affiliate-Links. Solltest Du darauf klicken und das Produkt kaufen, erhalten wir eine kleine Provision. Für Dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten – und Du unterstützt unsere Arbeit, damit wir Dich weiterhin mit informativen Ratgebern und aktuellen News versorgen können.

Neueste Artikel

Wann ist es für Katzen im Winter zu kalt zum Rausgehen?

In der Regel sind Katzen von Natur aus für Kälte gut ausgerüstet – vor allem, wenn Deine Katze täglich...

Ähnliche Artikel