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Welches Obst dürfen Hunde essen?

Dürfen Hunde Äpfel essen? Schließlich lautet ein berühmtes englisches Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“. Aber gilt das auch für Hunde? Und welche Obstsorten dürfen wir sonst noch an sie verfüttern? Schließlich steckt Obst voller Vitamine und Ballaststoffe. Davon profitieren nicht nur Menschen, sondern auch Vierbeiner. Welche Obstsorten Hunde bedenkenlos fressen dürfen und welche tabu sind, erfährst Du hier.

Zusammenfassung
  • Hunde können bekömmliches Obst und Gemüse essen.
  • Zu den geeigneten Obstsorten gehören unter anderem Äpfel, Bananen, Mangos, Beeren und Birnen.
  • Zu den geeigneten Gemüsesorten gehören unter anderem Karotten, Zucchini, Kohlrabi, Kartoffeln und Blumenkohl.
  • Einige davon dürfen nur gekocht verfüttert werden.
  • Absolute Tabus: Weintrauben, Rosinen, Avocados, Obst mit Kernen und Steinen, gärendes Obst, unreifes Obst, rohe Kartoffeln, rohe Paprika, Auberginen, Lauch, Schnittlauch, Knoblauch und Zwiebeln.
  • Obst ist nur ein Snack, kein Ersatz für Hundefutter.

Der Apfel: Ein gesunder Snack für zwischendurch

Äpfel sind wie Bananen sehr gesund für Deinen Hund. Sie enthalten wichtige Vitamine und Ballaststoffe. Außerdem sind sie bekömmlich. Hunde können also gelegentlich einen Apfel als Snack bekommen. Aber wie viele Äpfel darf ein Hund am Tag essen? Je nach Größe kann Dein pelziger Freund täglich bis zu einem Apfel verzehren. Dies liegt an dessen Bekömmlichkeit und Nährstoffen.

100 Gramm Apfel enthalten:

  • 54 Kalorien
  • Ballaststoffe: Zwei Gramm
  • Kalium: 122 Milligramm
  • Kalzium: Sieben Milligramm
  • Magnesium: Sechs Milligramm
  • Vitamin C: Zwölf Mikrogramm
  • Folsäure: Sieben Mikrogramm
  • Vitamin A: Sechs Mikrogramm

Vorsicht: Hunde dürfen keine Apfelkerne essen! Diese enthalten Blausäure. Hunde bauen sie schlechter ab als Menschen. Achte außerdem darauf, ob Dein Hund das Obst verträgt oder ob er allergisch reagiert.

Für Dich zählt die Ökobilanz auch bei der Ernährung Deines Hundes? Viele Äpfel haben eine bessere Ökobilanz als Bananen. Das gilt jedoch nur, wenn sie regional angebaut und saisonal geerntet werden.

Welche positiven Wirkungen haben Äpfel auf den Hund?

Zu einer ausgewogenen Hundeernährung gehören Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Der Apfel weist ein breites Spektrum eben dieser Nährstoffe auf. Dank seines Vitamingehalts stärkt er auch das Immunsystem.

Die Verdauung Deines Hundes wird durch den Verzehr von Äpfeln gefördert. Die hohe Konzentration an Ballaststoffen hilft bei Durchfall sowie allgemeinen Magen-Darm-Beschwerden. Das liegt an den Pektinen, welche sich direkt unter der Apfelschale befinden.

Unser Tipp
Ein geriebener Apfel unterstützt die Verdauung und ist noch bekömmlicher. Das ist gerade dann wichtig, wenn sich Dein Vierbeiner nicht so gut fühlt.
Gekochte Äpfel wirken hingegen abführend, weshalb Hunde Apfelmus nur in geringen Mengen essen dürfen.

Plus: Die Fruchtsäure des Apfels unterstützt die Gebissreinigung Deines Hundes. Dank der abrasiven Wirkung beim Kauen fungieren Äpfel als natürliches Zahnreinigungsmittel und schützen die Zähne vor Bakterien.

Du kannst Äpfel auf verschiedene Weise verfüttern:

  • Roh mit Schale
  • gerieben
  • als Apfelmus
  • in Essigform

Der Apfel ist nicht nur in der Zubereitung vielfältig. Er passt auch zu jeder Ernährungsform – egal, ob Du Deinen Hund vegan oder BARF ernährst. Die geeigneten Obstsorten sind eine gesunde Ergänzung.

Apfelessig: Wohltuende Effekte für den Hund

Auch Apfelessig kann zur Gesundheit Deines Hundes beitragen. Die stark riechende Flüssigkeit lindert Juckreiz, verringert den Schmerz bei Insektenstichen, und schützt vor Flohbefall. Verdünne Apfelessig im Verhältnis 3:1 mit Wasser. Sprühe Deinen Hund nach dem Baden damit ein. Oder gib alternativ etwas Essig auf die Bürste.

Du kannst Deinem Hund Apfelessig auch ins Futter mischen. Je nach Größe des Hundes kannst Du täglich einen Tee- bis Esslöffel Apfelessig ins Futter oder Wasser geben. Essig soll bei trockener Haut und träger Verdauung helfen.

Können Äpfel für Hunde gefährlich sein?

Äpfel sind für Hunde in der Regel nicht giftig. Allerdings gibt es Vierbeiner, die das Obst nicht vertragen. Manche Hunde reagieren mit Symptomen wie:

  • vermehrtes Kratzen
  • Rötungen auf der Haut
  • Atembeschwerden

Solltest Du im heimischen Garten einen Apfelbaum haben, achte darauf, dass Dein Hund keine Äpfel und die somit giftigen Kerne frisst. Zudem sind überreife Früchte nicht gut bekömmlich. Wenn sie bereits gären, sind Äpfel für Deinen Vierbeiner tabu.

Foto: pixabay.com/SimonaR

Welche Obst- und Gemüsesorten dürfen Hunde essen?

Als Futter für Hunde eignen sich bekömmliche Gemüse- und Obstsorten. Diese sollten zerkleinert und in kleinen Mengen gefüttert werden. Dann stellen sie aufgrund ihres Nährstoffgehalts eine tolle Ergänzung zu Trocken- und Nassfutter dar. Bei der Fütterung von Hunden ist Abwechslung ebenso wichtig wie beim Menschen.

Geeignete Gemüsesorten sind beispielsweise: Karotten, Zucchini, Gurken. Andere Sorten wie Süßkartoffeln, Kürbis, Kartoffeln, Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi können gekocht verfüttert werden.

Geeignete Obstsorten sind: Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren, Brombeeren, Bananen, Ananas, Äpfel, Birnen. Auch Steinobst wie Pfirsiche, Kirschen oder Pflaumen kann Dein Vierbeiner fressen, allerdings ohne Kern. Zitrusfrüchte wie Mandarinen, Orangen und Zitronen dürfen Hunde essen, allerdings nur in kleinen Mengen.

Unser Tipp
Aus gekochten Süßkartoffeln lassen sich gesunde Leckerlis zaubern, die magenschonend und nährstoffreich sind. Bei uns findest du das Rezept für Süßkartoffel-Hühnerleckerlis.

FAQ: Dürfen Hunde Obst essen?

Warum sind Äpfel und andere Obstsorten für Hunde geeignet?

Äpfel und andere Obstsorten wie Mangos sind für Hunde geeignet, da sie bekömmlich sind. Außerdem enthalten sie wenig Säure und sind sehr mild. Dadurch avancieren sie zum perfekten Hunde-Snack, der Deiner Fellnase schmeckt und sie mit Vitaminen versorgt. Beeren dürfen Hunde ebenfalls fressen – allerdings in Maßen.

Außerdem kommt es auf die richtige Zubereitung an. Obst und Gemüse muss gründlich gewaschen und zerkleinert oder püriert werden. Einige Gemüsesorten solltest Du gekocht servieren, damit sie gut verdaulich sind. Das ist bei einigen Gemüsesorten sogar ein Muss. Blattgemüse wie Spinat muss beispielsweise aufgrund seines hohen Oxalsäuregehalts gekocht werden. Zudem dürfen Hunde es nur in kleinen Mengen fressen.

Entferne auch Kerne, Steine, Stiele und ungenießbare Schalen, bevor Du Obst oder Gemüse verfütterst.

Wie viel Obst dürfen Hunde fressen?

Mit vielen Obstsorten lassen sich gesunde Snacks für Hunde zaubern. Zum Futterersatz sollten sie aber nicht werden. Schließlich darf Obst maximal 10% der täglichen Nahrungszufuhr ausmachen.

Welche Obstsorten sollten Hunde nicht essen?

Einige Gemüse- und Obstsorten sind nicht als Hundefutter geeignet. Manche Lebensmittel können für Deinen Hund lebensgefährlich sein. Hierzu zählen:

  • Weintrauben und Rosinen, die zu Nierenversagen führen können
  • Knoblauch, Lauch, Schnittlauch und Zwiebeln
  • Hülsenfrüchte
  • Avocados, da sie den Giftstoff Persin enthalten. Dieser kann zu Atemnot und Herzmuskelschwäche führen
  • Rohe Kartoffeln
  • Rohe Paprika
  • Auberginen
  • Steinobst (nicht entkernt), da die Kerne giftige Blausäure enthalten
  • Gärendes Obst, da dieses Alkohol enthält
  • Unreifes Obst, da dieses unbekömmlich ist und zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann

Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, was in den Napf darf, konsultiere Deinen Tierarzt. Generell tragen Obst und Gemüse zu einer richtigen Ernährung mit wichtigen Nährstoffen bei. Allerdings sollten nur geeignete Sorten in kleinen Mengen verfüttert werden. Insbesondere Obst sollte für Hunde immer ein Snack und nie eine Hauptmahlzeit sein.

Tolle Snackideen mit Obst findest Du in unseren Rezeptideen für Hunde!

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