Schon bei der Namensgebung kannst Du bei Deinem Hund für Verwirrung sorgen. Worauf Du bei dem richtigen Hundenamen achten solltest? „Er sollte sich gut rufen lassen und für den Hund nachvollziehbar sein“, rät Petra Caspelherr vom „Verband für das Deutsche Hundewesen“ (VDH). Am besten seien zweisilbige Hundenamen.
Das Magazin „Insider“ empfiehlt außerdem Namen, die mit D, T oder K beginnen: Diese seien für Hunde leichter zu lernen. Namen, die mit eher sanften Buchstaben wie S oder F beginnen seien dagegen schon schwieriger zu verstehen.
Ihr eigener Name kann Hunde verwirren
Zusätzlich wichtig: Missverständnisse vermeiden. Der Name Deines Hundes sollte keinen anderen Namen oder Wörtern ähneln, die Du häufig verwendest. Das können zum Beispiel Namen von Familienmitgliedern sein oder Namen, die vom Klang an die Grundbegriffen wie „Sitz“ und „Platz“ erinnern.
Auch Synonyme verwirren
Darüber hinaus können Deine Worte auch in anderen Situationen Verwirrung stiften. Wenn Du zum Beispiel plötzlich „Lass das!“ statt „Aus!“ oder zur Gassirunde „Spaziergang“ sagst. Dein Hund verknüpft einen bestimmten Laut mit einer bestimmten Handlung oder Erwartung. Kein Wunder, dass Dein Hund dann verwirrt ist, wenn Du die Dinge plötzlich anders nennst.
Wir lassen unseren Hund alleine
Hunde sind von Natur aus soziale Wesen und gern mit ihrem „Rudel“ zusammen. Das Rudel von Deinem Hund? Bist Du! Deshalb fühlen sich viele Hunde sehr einsam, wenn wir sie alleine lassen. Vor allem, weil sie sich nie sicher sein können, ob wir diesmal auch tatsächlich wieder zurück kommen.
Einige Hunde drehen durch, wenn sie alleine sind, und kauen an Möbeln, zerfetzen Kissen oder erleichtern sich in der Wohnung. Damit wollen sie uns nicht ärgern – sie zeigen nur ihren Trennungsschmerz.

Wir ändern unseren Geruch und unser Aussehen
Unsere Kleidung, Frisuren und Gerüche ändern sich mitunter täglich. Wir nehmen das selbst vermutlich gar nicht wahr. Unsere Hunde dafür umso mehr! Besonders durch Gerüche finden sich Hunde in ihrer Umgebung zurecht.
Da wundert es nicht, wenn sie Dein neues Parfüm oder der Geruch des neuen Bürohundes auf Deiner Kleidung plötzlich verwirrt. Besonders, weil Hunde durch den Duft Bekannte von Eindringlingen unterscheiden, wie die Tierverhaltensforscher Melissa Starling und Paul McGreevy im Magazin „The Conversation“ erklären.
Hunde dafür bestrafen, dass sie sich nicht wie Menschen benehmen
„Tiere sind keine Menschen mit Fell“, sagt Tierärztin Sara Ochoa gegenüber dem „Insider“. Deshalb sollten wir von ihnen auch nicht erwarten, dass sie sich so verhalten wie wir. „Sie werden sich im Schlamm wälzen und Dinge tun, die normale Hunde eben tun.“ Herrchen und Frauchen sollten ihre Hunde niemals dafür bestrafen, dass sie sich wie Hunde verhalten.
Dass Dein Hund Menschen im Schritt beschnuppert, ab und an bellt oder komische Dinge frisst, ist zwar vielleicht nicht immer erwünscht, aber normal. Du kannst daran arbeiten, Deinem Vierbeiner so ein Verhalten abzutrainieren. Aber Du solltest ihn nicht dafür bestrafen. Dein Hund versteht dann nämlich nicht, dass er etwas falsch gemacht hat. Für ihn ist sein Verhalten ja vor allem eins: ganz natürlich.



