Treibt Dich Deine Mieze mit ihrem Verhalten in den Wahnsinn? Wenn sie sich mal wieder hinterm Bücherregal versteckt, die Tasse von der Arbeitsplatte fegt oder die Kissen zerkratzt? Trotzdem solltest Du Deiner Katze das nicht verbieten – zumindest nicht komplett. Hier erfährst Du, warum.
Verstecken
Katzen haben oftmals den Ruf, unabhängig zu sein. Und das mitunter zu recht. Denn die Miezen entscheiden gerne selbst, wann und wie lange sie die Nähe zu ihren Menschen suchen. Und wenn es ihnen gerade zu viel wird, ziehen sie sich in ihre kleinen Verstecke zurück. Und diesen Rückzug sollten wir ihnen gönnen.
So erklärt Tierärztin Wendy Hauser gegenüber „Insider“: „Katzenhalter sollten ihrer Katze nie Aufmerksamkeit aufzwingen. Obwohl Katzen die Aufmerksamkeit von Menschen genießen, bevorzugen sie diese in kleineren Dosen als Hunde, und vor allem zu ihren eigenen Bedingungen. Besitzer sollten diese Grundbedürfnis ihrer Katzenfreunde respektieren und sich ihnen nie aufdrängen, sie zum Beispiel nicht gegen ihren Willen festhalten.“
Auf die Anrichte klettern
Manche Miezen lieben es, auf die Arbeitsplatte oder auf den Küchentisch zu klettern, während das Essen auf dem Herd kocht. Erstmal kein Problem – so lange sie mit ihren Samtpfötchen keine Gegenstände auf den Boden schubsen. Trotzdem stört viele Katzenhalter dieses Verhalten. Um das zu verhindern, können sie nur versuchen, ihre Miezen abzulenken, bevor sie zum Sprung auf die Anrichte ansetzen.

Was dagegen gar nicht geht: Die Katze einfach runterschubsen. Dabei kannst Du ihr Schaden zufügen, und zwar nicht nur körperlich, sondern auch mental. Die langfristigen Folgen können zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten sein. Stattdessen solltest Du Deine Katze immer mit Vorsicht behandeln.
Kratzen
Ja, Du hast richtig gelesen. Natürlich ist es nicht okay, wenn Deine Katze Dich kratzt. Allerdings tragen wir oft ungewollt selbst dazu bei, dass das passiert. Zum Beispiel, wenn wir unsere Miezen mit unserer Hand spielen lassen. Auch das Zerkratzen von Tapeten oder Möbeln gehört eher in die Kategorie „unerwünschtes Katzenverhalten“.
Trotzdem wirst Du das Deiner Katze nicht abgewöhnen oder gar verbieten können. Deshalb ist es wichtig, Deiner Mieze eine geeignete Kratzmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel in Form eines Kratzbaums.
Belohnen statt bestrafen
Zeigt Deine Katze unerwünschtes Verhalten? Dann ist es wichtig, dass Du sie nicht bestrafst, sondern mit anderen Maßnahmen davon abhältst. Tiertrainer empfehlen zum Beispiel häufig das Mittel der positiven Verstärkung. Statt zu brüllen oder sie vielleicht sogar körperlich zu bestrafen, wenn Miezen etwas falsch machen, kannst Du sie bei erwünschtem Verhalten lieber mit einem Leckerli, mit Streicheleinheiten oder gemeinsamem Spielen belohnen.
Denn manches Verhalten, was uns Menschen vielleicht stört, ist oft nur ein Ausdruck der natürlichen Bedürfnisse von Katzen. Wenn die Samtpfoten zum Beispiel ständig auf die Arbeitsplatte in der Küche springen, wünschen sie sich vielleicht einfach einen Punkt, von dem aus sie ihre Umgebung gut überblicken können. Statt sie dafür zu bestrafen, kannst Du ihr deshalb auch einfach einen Katzenbaum oder einen anderen höher gelegenen Rückzugsort einrichten.



