Und das nicht nur, weil Du ihn in der Hundeschule oder bei Spaziergängen irgendwie zurückrufen musst. Ein Name sorgt auch dafür, dass die kleine Hundepersönlichkeit, die Du vom Züchter oder aus dem Tierheim abholst, zu einem vollwertigen Familienmitglied wird. In unserer Gesellschaft dienen Namen nicht nur der Identifikation, sondern auch der Individualisierung. Auch wenn es für den Vierbeiner selbst nicht so wichtig sein mag, für die meisten von uns ist ein Name von entscheidender Bedeutung. Er spiegelt die besondere Beziehung zu unseren Haustieren wider. Und die Auswahl an Namen ist groß. Vielen Menschen fällt es deshalb schwer, sich für einen passenden Namen zu entscheiden.
Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, dass manche Namen seit Jahren unangefochten auf Platz 1 der beliebtesten Tiernamen stehen. Im Trend liegen sowohl bei Hunde- als auch Katzennamen nach wie vor menschliche Vornamen.
Das liegt vermutlich mitunter daran, dass sich die Beziehung zu unseren Haustieren im Laufe der Jahre verändert hat. Die wenigsten Menschen würden hierzulande von ihrem Hund als Nutztier sprechen. Der Hund ist zum (fast) vollwertigen Familienmitglied geworden. Für manche ist er sogar Kinderersatz.

Welche sind die beliebtesten Namen für Vierbeiner?
Laut TASSO e.V. ist beispielsweise Felix seit über dreißig Jahren der Spitzenreiter unter den Namen für Kater. Der Verein, der sich vor allem der Rückvermittlung entlaufener und verschwundener Tiere widmet, stellte außerdem fest, dass Luna auch im vergangenen Jahr der beliebteste Name für Hündinnen war. Bereits seit sieben Jahren führt er die Liste an. Auf Platz 2 und 3 folgen Emma und Bella. Die meisten Rüden hörten 2014 auf Rocky oder Sammy.
Der Nachteil an den beliebtesten Hundenamen ist sicherlich, dass beim Spaziergang schon mal mehrere Vierbeiner den Kopf heben. Natürlich spricht dennoch nichts dagegen, einen Hund Luna oder Rocky zu nennen.
So findest Du den idealen Hundenamen
Ideal sind einprägsame Namen mit zwei Silben, die auf einen Vokal enden, wie zum Beispiel Lilly oder Kira. Wer mehrere Hunde hält, sollte außerdem Rufnamen wählen, die sich in ihrem Klang unterscheiden und daher von den Vierbeinern auseinander gehalten werden können. Ungeeignet sind Begriffe, die Du im Alltag häufig verwendest oder die Deinen Grundkommandos stark ähneln.
Gegen extravagante Namen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, sofern sie sich rufen lassen. Wer sich für einen außergewöhnlichen Namen wie Persephone entscheidet, hat deshalb besser eine Abkürzung im Hinterkopf. Du solltest auf jeden Fall bedenken, dass Du den Namen beispielsweise in der Hundeschule oder beim Tierarzt angeben musst. Und natürlich werden auch andere Hundebesitzer, Freunde und vielleicht sogar Arbeitskollegen danach fragen. Unangenehm oder gar peinlich sollte Dir der Name Deines Vierbeiners also besser nicht sein.
Wer sich nicht für einen Namen entscheiden kann, der kann entweder eine Namensliste zu Rate ziehen oder sich von den Medien inspirieren lassen. Gerne genommen werden beispielsweise Namen aus dem eigenen Lieblingsfilm oder Lieblingsbuch. Namen aus Sagen und Mythen sind ebenfalls beliebt.
Namensänderungen sind möglich
Letztendlich sollte der Name vor allem Dir gefallen. Falls sich bereits absehen lässt, ob Dein Welpe sich eher zu einem stürmischen Draufgänger oder zu einem gemütlichen Kuschelbär entwickelt, könnest Du den Namen natürlich auch passend zu seinem Charakter wählen. Wer einen Hund aus dem Tierheim „adoptiert“, der bereits einen Namen hat, muss sich übrigens keine Sorgen machen: In der Regel gewöhnen sich auch ältere Hunde noch an einen neuen Namen.



