Es gibt einige Faktoren, die das Verfärben der Nase verursachen können – das Wetter ist aktuell tatsächlich eine häufig auftretende Erklärung für eine hellere Hundenase: Das Sonnenlicht fehlt, die Farbe entweicht.
Sobald die Temperaturen wieder steigen und sich die Sonne wieder regelmäßig zeigt, verfärbt sich die Nase wieder dunkler. Besonders häufig tritt das bei Hunden mit hellem Fell sowie bei den Rassen Berner Sennenhund, Golden Retriever, Husky, Labrador und Schäferhund auf.
Rasse, Kankheit, Sonnenbrand: Darum wird die Hundenase heller
Davon abgesehen gibt es drei weitere mögliche Ursachen, falls die braune oder schwarze Nase des Vierbeiners immer heller wird:
- Die Entfärbung der Hundenase kann rassebedingt angeboren sein.
- Es können Krankheiten und innere Funktionsstörungen dahinter stecken.
- Auch ein Sonnenbrand kann eine Depigmentierung hervorrufen.
Angeborene Depigmentierung
Angeboren ist die Depigmentierung in unterschiedlichen Varianten. Zu hellen Nasen neigen zuchtbedingt beispielsweise der amerikanische Pitbull, der Australian Shepherd und der Border Collie. Auf die jahreszeitlich bedingten Änderungen beim Sonnenlicht reagieren unter anderem Huskys, Malamutes und der amerikanische Eskimo Dog. Allerdings kann bei wenig Sonnenschein im Winter die Nase heller werden und im Sommer kann die dunkle Färbung wieder zurückkehren. Eine genetische Abweichung ist in der Regel nicht krankhaft.

Hunde mit rosa Hundenasen leben länger?
Teilweise ist eine rasseunabhängige Entfärbung der Hundenase auch eine Laune der Natur – dann kann sie angeblich eine Glücksbotschaft sein, die auf eine lange Lebenserwartung hindeutet. Eine schöne Vorstellung, aber Du solltest Dich sicherheitshalber nicht darauf verlassen, sondern den Tierarzt fragen.
Mögliche Erkrankungen
Eine Entfärbung der Hundenase kann auch an Funktionsstörungen und Krankheiten liegen: Im Körper könnte der Vitamin B-Komplex gestört sein. Möglich sind auch Autoimmunkrankheiten, Autoimmunstörungen sowie systemische Krankheiten oder Störungen.
Eine Entfärbung der Hundenase kann beispielsweise hindeuten auf:
- Verschiedene Lupus-Varianten (Hauterkrankungen, Rheuma, Organerkrankungen)
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Scheckhaut (Vorhautentzündung)
- Uveoderatologisches Syndrom (Sehstörungen bis hin zur Blindheit)
- Pemphigus (Zellstörung, Hauterkrankung)

Mit der richtigen Ernährung vorsorgen
Du kannst dem aber vorsorgen: Biete stets eine ausgewogene Ernährung, damit zum Beispiel kein Vitamin-B-Mangel auftritt. Achte auf die Qualität des Futters und füttere die richtige Menge. Liegt bereits eine Erkrankung vor, muss dem Organismus zuliebe die richtige Ernährung mit dem Tierarzt abgesprochen werden.
Sonnenbaden ist keine gute Idee
Hunde sollten auch vor intensivem Sonnenschein geschützt werden: Die Sonnneinstrahlung kann nicht nur Entfärbungen, Hautreizungen und Verbrennungen hervorrufen, sondern auch Krebs. Hunde bekommen vor allem an der Nase und an den Ohren leicht einen Sonnenbrand. Schattige Plätze, ein Sonnensegel und auch eine Sonnencreme für Hunde sind vorbeugende Maßnahmen.
Besuch beim Tierarzt
Zur Vorsorge gehört auch, dass jeder Hund regelmäßig zum Check-up beim Tierarzt gehen soll. Bei einer Entfärbung der Hundenase sollte man erst recht auf Nummer sicher gehen und den Tierarzt besuchen.




