Nur wenigen Tage nach dem Sommeranfang 2019 müssen wir uns in dieser Woche auf eine Mega-Hitze einstellen: Hoch „Ulla“ heizt uns ordentlich ein, der Deutsche Wetterdienst warnt vor Temperaturen bis zu 40 Grad. DeineTierwelt gibt Tipps, wie Deine Tiere das überstehen.
Schatten für die Kleinen und die Großen
Schatten ist für unsere Haustiere genauso wichtig, wie für uns: Du solltest rechtzeitig ein Freigehege für das Meerschweinchen oder Kaninchen besorgen, das Unterstände oder Sonnendächer aus Stoff bietet. Hund und Katze freuen sich über eine Hundehütte beziehungsweise ein Katzenhaus, das möglichst schattig stehen sollte. Aber auch für sie kommen Sonnensegel oder Zelte im Garten in Frage.
Hitze-Gefahren für Hund und Katze
Die Katzenklappe sollte jederzeit nutzbar sein, damit Mieze ins kühle Haus kann. Auch Hunde brauchen kühle Orte, an die sie sich zurückziehen können (zum Beispiel Fliesen, kühler Flur oder Keller).
Die Gassi-Runden sollten in den kühleren Morgen- oder Abendstunden eingeplant werden – große Anstrengungen (etwa Agility, Joggen, Radfahren) sind bei Hitze ohnehin tabu. Statt auf heißem Asphalt sollten Hunde im kühleren Grünstreifen unterwegs sein. Immer mit dabei haben solltest Du die Wasserflasche, denn das Schlabbern aus abgestandenen Pfützen, veralgten oder gar „umgekippten“ Gewässern ist ein echtes Gesundheitsrisiko. Auch der Sprung ins kalte Wasser kann Tieren bei Hitze gefährlich werden, wenn der Unterschied zwischen Körperwärme und Wassertemperatur zu groß ist.

Richtig vorsorgen ist halb gewonnen
Bei Hitze dürfen Hunde und Katzen niemals im Auto warten und bei der Fahrt sollte möglichst die Klimaanlage laufen. Achtung: Kühlmatten sind nicht immer gesund, wenn Tieren bei Hitze Abkühlung geboten werden soll. Wenn Haustiere zum Beispiel im Haus, Garten oder Auto darauf liegen, dann ist das eventuell zu kalt für den Kreislauf und die Blase.
Und klar: Jedes Tier braucht bei Hitze besonders viel frisches Wasser, Feuchtfutter ist besser als Trockenfutter. Vor allem alte und kranke Vierbeiner müssen viel trinken.
Wird es dem Liebling trotzdem zu heiß, dann können kühle, feuchte Umschläge auf der Stirn und an den Pfoten gut tun.
Es gibt auch Sommerfreuden mit Hund und Katze
Hitze hat aber auch angenehme Seiten: Halte mit Hund oder Katze mittags eine Siesta im kühlen, abgedunkelten Haus, lasst gemeinsam in der Hängematte die Seele baumeln, spendiere ein Hunde-Eis und vergnügt Euch mit Wasserspielen (beispielsweise Sprünge durch den Rasensprenger).

Planen und Duschen für Nutztiere
Zeit für die Planung und Durchführung von Maßnahmen brauchst Du beispielsweise für Nutztiere. Sie brauchen bei Hitze nicht nur mehr kaltes Wasser und mehr Grünfutter als sonst. Schattenplätze sind ebenfalls wichtig, damit den Tieren bei Hitze wohler ist: Wenn Du keine Unterstände anbieten kannst, spenden gespannte Planen zwischen den Bäumen wie Sonnensegel wohltuenden Schatten.
In Offenställen oder auch draußen kannst Du Duschen installieren. Achtung: Nicht im Stall montieren, denn mit dieser Feuchtigkeit wird der Stall bei Hitze zur Sauna.
Stress und Anstrengung reduzieren
Der Stall sollte bei Hitze dauernd belüftet werden, indem Du zum Beispiel Fenster und Türen geöffnet lässt. Ist die Hitze angekommen, dann sollte Stress reduziert werden, Kutschfahrten oder Wettbewerbe sollten den Tieren bei Hitze erspart werden.

Hilf den Wildtieren im Garten
Bedenke beim Gassigehen auch, dass Wildtiere bei Hitze Schatten und Ruhe suchen. Wenn sie vor einem ausgebüxten Hund fliehen, dann kostet das jede Menge Energie, die dann bei der Nahrungssuche fehlt. Im Garten kannst Du Tieren bei Hitze Schattenplätze (zum Beispiel eine Holzkiste oder einen Karton) und Wasserstellen anbieten, wie etwa eine Vogeltränke für Insekten und kleine Säugetiere.
Würmer, Käfer und andere Kleintiere freuen sich über Rasen und Pflanzen, die gegossen werden. Ein Rasen vertrocknet übrigens weniger schnell, wenn das Gras etwas höher steht.
Du kannst auch Leckerbissen mit Feuchtigkeitsgehalt auslegen, wie zum Beispiel Möhrchen oder Salatblätter.
Solltest Du ein Tier in Not sehen, dann informiere die Tierrettung oder den Tierschutz. Auch der zuständige Förster, Jäger oder Landwirt können bei einem Notfall kontaktiert werden.



