Ursprung und Herkunft des mittelgroßen Wildfangs
Wenn man an den Norden Großbritanniens denkt, erscheinen vor dem geistigen Auge einsame hügelige Heidelandschaften und vereinzelte Höfe, die in der kargen Landschaft verstreut sind. Beinahe undurchdringliches Dickicht dominiert die wenigen Wälder. Die Einsamkeit ist beinahe mit Händen greifbar. Genau in so einem Umfeld ist der Border Terrier heimisch: Im Grenzgebiet zwischen England und Schottland. Dieser raue Teil von England wird „border country“ genannt. Daher trägt die Hunderasse auch den Namen Border Terrier.
Zusammen mit seinen direkten Verwandten, den Foxterriern und Jack Russel Terriern , waren die Vierbeiner ein fester Bestandteil der traditionellen Jagd. Ihre Aufgabe war es, den Pferden und der vorauslaufenden Hundemeute im hohen Tempo zu folgen. Der Name Terrier kommt vom lateinischen „terra“ – ein klarer Hinweis auf sein Einsatzgebiet.

Der Border Terrier wurde hauptsächlich in Fuchsbauten geschickt. Er sollte die Wildtiere aus ihren Behausungen ziehen und in Schach halten, bis die Jäger sie erlegten. Dazu gehört nicht nur eine große Portion Mut, sondern auch selbstständiges Denken und die sogenannte Raubzeugschärfe. Im Stall sollten die Vierbeiner außerdem Ungeziefer wie Ratten oder andere Nager in Schach halten.
Die moderne Version des Border Terriers, wie wir ihn heute kennen, wurde um 1920 herum geformt. Damals begannen Züchter mit drei ausgewählten Exemplaren begannen damit die Hunde gezielt zu vermehren. Der britische Kennel Club erkannte sie schnell an, der Weltverband FCI dagegen erst 1987. Seitdem wird er dort unter der Gruppe 3: „Terrier“ gelistet. Der urige Gefährte ist weltweit sehr beliebt. In Deutschland werden der Typ und seine Züchter durch den Klub der Terrier repräsentiert. Jährlich fallen etwa 400 Welpen des Border Terriers.
Die Rasse Broder Terrier im Überblick
Der Border Terrier zeichnet sich durch seine mittelgroße und hochläufige Statur aus. Er ist ein klarer Arbeitshund und körperbaulich absolut für das Graben und Wühlen gemacht. Er hat einen breiten und flachen Kopf, der einen stumpfen, kurzen Fang besitzt. Seine Augen leuchten sympathisch, pfiffig und sind immer hellwach.

Sein Haarkleid sieht auf den ersten Blick eher struppig aus. Es ist harsch und durch die Unterwolle besonders dicht. Außerdem verfügt der Border Terrier über das sprichwörtliche ziemlich dicke Fell: Seine Haut und die dichte Behaarung sollen dafür sorgen, dass er durch Dornen oder Wildtiere nicht so schnell verletzt wird. Die Pflege ist dank dieser Fellstruktur sehr leicht. Du solltest ihn im Frühjahr und Herbst nur gründlich bürsten, sodass die alte Unterwolle herausgelöst wird. Auch das Trimmen der Haare kann manchmal nötig sein.
Das raue und derbe Aussehen des Border Terriers passt eigentlich nicht zu seinem Bewegungsablauf. Dabei zeigt sich der mittelgroße Terrier von seiner sanften Seite. Sein Lauf ist geschmeidig und anmutig – er kann mühelos mit dem Tempo eines Pferdes mithalten! Das solltest Du außerdem noch über diesen speziellen Typ Hund wissen:
Widerristhöhe:
- 25-30 cm
- Hündinnen meist nicht größer als 26 cm
Gewicht: 5-7 kg
Lebenserwartung: 13-15 Jahre
Fell & Färbung
- rau und dicht mit fester Unterwolle
- Rot, Weizenfarben, Blau und Grizzle mit Tan
- Schwarz ist verboten
Herkunft: Großbritannien
Der Border Terrier-Charakter: Terrier durch und durch
Der aufgeweckte Vierbeiner ist ganz klar ein Terrier. Er ist intelligent, agil und sehr anhänglich, aber auch keinem großen oder kleinen Abenteuer abgeneigt. Das muss Dir als Herrchen oder Frauchen bewusst sein, da er sonst gerne mal spurlos verschwindet. Im Gegensatz zu den meisten Terrier-Typen ist er sehr verträglich mit anderen Hunden und lange nicht so rauflustig.
Eine liebevolle Gemeinschaft ist Deinem kleinen Freund sehr wichtig. Da spricht klar das Wesen des ehemaligen Border Terriers, der in der Jagd-Meute unterwegs war, aus ihm. Er ist der ideale Begleithund für Dich und Deine Familie. Kindern gegenüber ist er aufgeschlossen und freut sich über Zerr- und Raufspiele aller Art. Auf eine Zwinger-Haltung kannst Du bei diesem Vierbeiner getrost verzichten.
Wichtig ist aber, dass er immer voll ausgelastet ist. Ihm wird schnell langweilig und dann kommen ihm mitunter Flausen in den Kopf. Hundesport wie Agility oder andere Aufgaben, bei denen eigenständiges Denken gefragt ist, sind perfekt für den Border Terrier.
Erziehung Deines Border Terrier Welpens
Grundvoraussetzung für das harmonische Zusammenleben mit Deiner Fellnase ist, dass Du ihn fachkundig erziehst und führst. Du kannst bereits früh mit der Erziehung Deines Welpen beginnen. Dabei helfen Dir Leckerli zur Belohnung – aber nicht zu viele! Er möchte schnell und viel lernen. Mit der passenden Anleitung in einer guten Hundeschule und unseren Einsteiger-Tipps für Hundehalter ist er auch für Dich als Hundeanfänger geeignet. Allerdings solltest Du dafür viel Engagement aufbringen und stets konsequent sein.
Mit anderen Haustieren, wie zum Beispiel Katzen, verträgt sich der Border Terrier eigentlich gut. Du solltest ihn nur schon als Welpe an sie gewöhnen. Wenn der Vierbeiner nicht mit ihnen aufwächst, dann sieht er sie oftmals als Beutetiere. Dann kommt sein Jagdtrieb zum Vorschein, der sich nur schwer abtrainieren lässt.
Du möchtest Dir einen Border Terrier Welpen kaufen? Das solltest Du beachten
Wenn Du einen Border Terrier Welpen kaufen möchtest, dann achte besonders auf die Elterntiere und die Abstammung Deines neuen Freundes. Dieser Typ Hund ist in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen, daher gibt es einige unseriöse Züchter am Markt. Inzucht führte auch bei dieser Hunderasse zu einigen Problemen und Erbkrankheiten:
- Epilepsie
- Herzerkrankungen
- Augenerkrankungen
Es gilt die Faustregel: Im Stammbaum Deines Border Terriers sollte kein Vorfahre doppelt vorkommen. Das garantiert Dir die Gesundheit Deines kleinen Lieblings. Einen fitten Vierbeiner bekommst Du bei Züchtern, die an den VDH angeschlossen sind.
Der Preis für einen Border Terrier Welpen liegt zwischen 800 und 1.000 Euro, je nach Abstammung. Du möchtest keinen Welpen? Auch im Tierheim finden sich immer wieder reinrassige Exemplare, die ein neues zu Hause suchen.



