HomeRatgeberDeine Katze schüttelt den Kopf? Mögliche Ursache: Ohrenerkrankung

Deine Katze schüttelt den Kopf? Mögliche Ursache: Ohrenerkrankung

Wenn Deine Katze sich regelmäßig am Ohr kratzt oder den Kopf schüttelt, dann können verschiedene Erkrankungen im Ohr die Ursache dafür sein. Die Symptome können bei Nichtbehandlung schlimmer werden. Wie Du Deiner Mieze schnell Abhilfe schaffen kannst, liest Du bei Deine Tierwelt.

Katzen haben recht häufig mit einer Ohrenerkrankung zu kämpfen. Bevor Deine Samtpfote Schmerzen leidet, solltest Du die Symptome von Deinem Tierarzt checken lassen. Die möglichen Ursachen sind dabei vielfältig: Verletzungen, allergische Hautreaktionen oder ein Sonnenbrand können ebenso für Entzündungen sorgen wie Grassamen oder andere Fremdkörper.

Darüber hinaus können auch Ohrpolypen das Wohlbefinden des Tieres beeinträchtigen. „Ohrpolypen treten meist bei jungen Katzen auf und betreffen in der Regel nur eines der Ohren“, sagt Juliane Radtke, Tierärztin bei der Uelzener Versicherung. „Sie sind also häufig das Problem, wenn sich eine Katze immer wieder am selben Ohr kratzt“, erklärt Radtke und führt fort: „Diese Wucherungen können sich bis in den Rachenraum ausbreiten und zu Schmerzen führen. Auch das Trommelfell kann beschädigt werden. In einer Tierarztpraxis wird eine Ohrenerkrankung schnell erkannt und können entfernt werden.“

Eine weitere häufige Ursache für Ohrenerkrankungen bei Katzen sind Ohrenmilben und andere Parasiten. Freigänger sind dafür besonders gefährdet, da sie sich draußen leicht bei befallenen Artgenossen anstecken können. Du solltest sie daher mit besonderer Sorgfalt beobachten.

Anzeichen einer Ohrenerkrankung erkennen

Liegt eine Ohrenerkrankung vor, kratzen sich die meisten Katzen wiederholt an der betroffenen Stelle oder reiben ihr Gesicht und die Ohren an Möbeln oder dem Boden. Immer wieder schüttelt die Mieze auch ihren gesamten Kopf. Je nach Ausprägung der Entzündung kann es vorkommen, dass die Katze den Kopf dauerhaft schief hält oder Gleichgewichtsprobleme entwickelt.

Abseits des Verhaltens weisen oft auch Veränderungen direkt am oder im Ohr auf eine Erkrankung hin: In der Regel steigert sich die Ohrenschmalz-Produktion und ein schlechter Geruch entsteht. Die Ohren erhitzen etwas. Auch Ausfluss, Schorf oder Verkrustungen können erkennbar sein.

Katzenohr
Foto: pixabay.com/Cesar Augusto Ramirez Vallejo (Symbolfoto)

„Bei einem Milbenbefall entsteht zum Beispiel ein dunkler, krümeliger Ausfluss am Ohr, der ein bisschen an Kaffeesatz erinnert“, beschreibt die Expertin des Spezialversicherers für Tiere. „Mit einem Otoskop kann die Tierärztin oder der Tierarzt die Milben dann als kleine weiße Punkte erkennen.“, Radtke weiter. So kann eine Ohrenerkrankung bei Katzen schnell behandelt werden.

Regelmäßige Kontrolle der Ohren ist wichtig

Du solltest die Ohren Deines flauschigen Schützlings regelmäßig kontrollieren und dabei auf die genannten Symptome achten. Bevor die Probleme schlimmer werden, fahre lieber zum Tierarzt. Auch bleibende Gehörschäden lassen sich meist verhindern, wenn die Ohrenerkrankung schnell erkannt wird.

Im Rahmen der Prävention können die Experten außerdem beraten, wie Du die Katzenohren am besten reinigen kannst. Von einer darüber hinausgehenden eigenmächtigen Behandlung mit Hausmitteln solltest Du allerdings Abstand nehmen. Statt zu helfen, können die Probleme dabei unter Umständen sogar verschärft werden.

So verläuft die tierärztliche Behandlung

Vermutest Du bei Deinem Tier eine Ohrenerkrankung, ist der erste Schritt immer der Besuch einer Tierarztpraxis. Dort wird die genaue Ursache festgestellt. „In der Praxis werden die Ohren meist gesäubert und spezielle Tropfen können dabei helfen, die Entzündung zu mildern. Bei Bedarf kann die Katze auch Schmerzmittel bekommen“, erklärt Tierärztin Radtke.

Die weitere Behandlung entscheidet sich je nach Befund: Für die Bestimmung von Parasiten und Bakterien werden Proben genommen und allergische Schübe mit entsprechenden Mitteln unter Kontrolle gebracht. Das Entfernen von Polypen und Fremdkörpern erfolgt häufig mithilfe einer Sedierung, um das Trommelfell bei dem Eingriff nicht zu verletzen.

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