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Dein Hund frisst Kot? Warum das gefährlich ist und was Du tun kannst

Dein Hund frisst Kot? Das ist nicht nur eklig, sondern auch gefährlich. Hier erfährst Du alles über mögliche Ursachen, warum es so riskant ist und wie Du gegen das Kotfressen vorgehen solltest.

Dein Hund frisst Kot? Das ist nicht nur eklig, sondern auch gefährlich. Dein Vierbeiner könnte dabei Dinge zu sich nehmen, die nicht gesund sind. Und selbst beim eigenen Kot kann es zu Erbrechen und Durchfall kommen. Es ist nicht normal, wenn Dein Vierbeiner seinen Kot oder die Hinterlassenschaft von Hund, Katze, Pferd und Co. frisst. Deshalb solltest Du unbedingt vom Tierarzt abklären lassen, woran das liegen könnte. Mögliche Ursachen könnten beispielsweise sein: 

  • Die Bauchspeicheldrüse versorgt den Körper nicht genügend mit Verdauungsenzymen 
  • Zu wenig Darmbakterien
  • Eine geschädigte Darmflora
  • Mangelerscheinungen bei ungeeignetem oder zu knapp bemessenem Futter 

Außerdem gibt es weitere mögliche Ursachen:

  • Zwingerhaltung
  • Keine Abwechslung beim Futter
  • Hunger 
  • Stress
  • Langeweile
  • Zu wenig Beachtung 
  • Verlockende Geruchsstoffe im Kot

Ist die Ursache gefunden, muss sie entweder vom Tierarzt behandelt oder von Dir beseitigt werden. 

Kotfressen birgt Gesundheitsgefahren

Wenn der Hund fremden Kot aufnimmt, dann kann das gesundheitliche Gefahren mit sich bringen, denn mit dem Kot von beispielsweise Füchsen, Hunden, Katzen, Nagetieren und Vögeln wandern möglicherweise auch Parasiten und Krankheitserreger in den Organismus. Würmer, Parvovirose, Toxoplamose, Salmonellen und Hepatitis können beispielsweise übertragen werden. 

Auch Medikamente und Gifte könnten aufgenommen werden

Hinzu kommt, dass in den Hinterlassenschaften anderer Tiere – auch in bei manchen Hunden beliebten Pferdeäpfeln – die Wirkstoffe von Medikamenten stecken können. Ob Wurmkur, Antibiotika oder verabreichtes Medikament – was vorne rein kommt, wandert durch den Körper und kommt hinten wieder raus. Wenn Dein Hund das frisst, bekommt er eine Dosis ab, die er gar nicht braucht und die womöglich zur Gefahr wird. Auch Gifte könnten aufgenommen werden (z.B. Rattengift). 

Kotfresser werden zu Krankheitsüberträgern

Nicht vergessen: Wenn Dein Hund Kot frisst, kann er sich nicht nur Krankheiten einhandeln, sondern auch die Erreger an andere Tiere oder Menschen weitergeben.

Was Du gegen das Kotfressen tun kannst

Auch Du kannst einiges tun, um das Kotfressen Deines Lieblings zu verhindern. Wenn Du Deinen Hund dabei beobachtest, ignoriere es möglichst. Damit kannst Du ihm schon mal signalisieren: Falls Du damit Beachtung haben willst, hast Du Pech gehabt, denn ich beachte Dein Kotfressen nicht. 

Ein Verbot muss vor dem Kotfressen durchgesetzt werden. Sobald sich der Hund einem Kothaufen nähert, hört er ein „Nein“ und wird vom Kot weggezogen. Sobald er einmal den Kot links liegen lässt, musst Du ihn natürlich loben und belohnen. So lernt der Hund: Kotfressen lohnt sich nicht, aber wenn ich ihn liegen lasse, bekomme ich etwas dafür. Besonders reizvoll ist ein stark riechender Käse als Belohnung. Trainiere am besten an der Leine oder der Schleppleine, damit Du die Kontrolle hast. 

Sauberkeit ist das A und O

Generell musst Du den Kot Deines Hundes sofort beseitigen. Wenn Du auch Katzen hast, sollte das Katzenklo da stehen, wo es für den Hund nicht erreichbar ist. Natürlich sollte er auch nicht unbeaufsichtigt im Pferdestall, auf einer Weide oder beim Federvieh unterwegs sein. Notfalls kann ein Maulkorb helfen, das Kotfressen zu verhindern. 

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Tipps für den Napf

Hier noch ein paar gesunde Tipps für den Futternapf von Kotfressern. Sorge für Abwechslung im Futternapf. Halte feste Fütterungszeiten ein. Achte auf ausreichend große Futtermengen. Berate Dich mit dem Tierarzt, welches Futter geeignet ist und ob Nahrungsergänzungsmittel nötig sind.

Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

  

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