Zu Weltruhm verhalf ihm der Disney-Klassiker „101 Dalmatiner“: Seither erfreut sich die Hunderasse mit unverwechselbarer Fellfärbung größter Beliebtheit. Seine schwarzen Tupfen auf weißem Fell haben den Dalmatiner zwar berühmt gemacht, dennoch weiß der liebenswerte Vierbeiner auch mit anderen Eigenschaften zu begeistern. Hier erfährst Du mehr über die besondere Rasse.
Steckbrief
- Herkunft: Kroatien
- Klassifikation: Laufhund
- Größe: Rüden: 56 bis 62 Zentimeter, Hündinnen: 54 bis 58 Zentimeter
- Gewicht: Rüden: 27 bis 32 Kilogramm, Hündinnen: 24 bis 28 Kilogramm
- Körperbau: athletisch, groß
- Fell und Farbe: kurzhaarig, glänzend, glatt, weiß mit braunen oder schwarzen Tupfen
- Charakter: kinderlieb, sensibel, verschmust
- Pflege: tägliches Bürsten
- Gesundheit: Taubheit, Dalmatiner Syndrom, Harnsteine
- Lebenserwartung: 10 bis 13 Jahre
Über Herkunft und Entwicklung des Dalmatiners
Eine Vielzahl von Legenden soll die Herkunft des Dalmatiners belegen. Einigen Theorien zufolge soll der Dalmatiner aus der kroatischen Region Dalmatien stammen. Andere Theorien wollen in den Jagdhunden der Ägypter die Vorfahren des Dalmatiners erkennen. Auch wie der Dalmatiner wirklich zu seinem Namen kam, ist unklar. Gewissheit herrscht nur hinsichtlich ihrer Beliebtheit beim englischen Adel. Hier wurden die athletischen Hunde als Kutschen-Begleiter sowie bei der Rattenjagd eingesetzt.
In den USA begleiteten Dalmatiner hingegen Feuerwehr-Kutschen und schützten sie vor Wildtieren, fremden Hunden und Kriminellen. Erst im 19. Jahrhundert wurden einige Rassemerkmale festgelegt und der Dalmatiner als eigenständige Hunderasse anerkannt.
Rassentypisches Aussehen
Das Fell des Dalmatiners kann sowohl braune als auch schwarze Punkte aufweisen. Diese zieren sein weißes, glänzendes, kurzes Fell. Zur Welt kommen Dalmatiner mit weißem Fell, erst zwei Wochen nach ihrer Geburt zeigen sich erste Tupfen. Zurückführen lassen sich diese auf eine Genmutation, die in der Hundewelt einmalig ist. Idealerweise haben die Punkte einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimeter und verteilen sich gleichmäßig auf dem ganzen Körper.
Seinem athletischen und muskulösen Körper verdankt er auch seinen eleganten Gang und seine Ausdauer. Ein brauner Dalmatiner sollte bernsteinfarbene Augen haben, Artgenossen mit schwarzen Punkten hingegen dunkelbraune Augen. Langhaar-Dalmatiner und solche, die bereits bei Geburt die typische Scheckung aufweisen, werden in der Regel von der Zucht ausgeschlossen.

Zum Wesen des Dalmatiners
Der Charakter des Dalmatiners lässt sich als lebensfroh, sensibel und temperamentvoll beschreiben. Der gepunktete Riese ist in der Regel zwar anpassungsfähig und liebevoll, kann aber auch ein kleiner Sturkopf sein. Dank seiner großen Geduld und seines ausgeprägten Spieldrangs ist der Dalmatiner insgesamt ein liebevoller, friedfertiger Familienhund.
Zwar macht er Herrchen oder Frauchen umgehend auf Besucher aufmerksam, aggressiv reagiert der Dalmatiner jedoch nicht. Sein umgängliches Verhalten macht ihn zu einem treuen und anhänglichen Begleiter, der Dein Herz erobern wird.
Das solltest Du wissen, wenn Du einen Dalmatiner halten willst
Bei der Haltung eines Dalmatiners solltest Du beachten: Bei dieser Hunderasse handelt es sich um einen Laufhund. Dies bedeutet: Der Dalmatiner ist mit einem kurzen Spaziergang nicht zufriedenzustellen, stattdessen fordert er lange Gassirunden ein. Viel Beschäftigung und Bewegung sind das A und O, damit sich ein Dalmatiner bestmöglich entwickeln kann. Einplanen solltest Du dafür mindestens zwei Stunden pro Tag – drei bis vier Stunden wären ideal.
Training und Erziehung: Konsequent & abwechslungsreich
Der Dalmatiner ist ein umtriebiger Hund. Bei der Erziehung Deines Dalmatiners solltest Du immer konsequent sein. Denn: Aufgrund seiner hohen Intelligenz und Sensibilität ist der Dalmatiner sein feinfühlig, wodurch ihm keinerlei Inkonsequenz entgeht. Hat er aber erst einmal akzeptiert, dass Du der Rudelführer bist, ist der Dalmatiner durchaus ein Teamplayer.
Bei der Erziehung der Laufhunde solltest Du auf Belohnung statt Strafe setzen. Durch eine negative Verstärkung können die cleveren Vierbeiner schnell dickköpfig reagieren. Als schwieriger Hund kann der Dalmatiner nicht bezeichnet werden, dennoch ist er kein Anfängerhund. Fit hältst Du den sportlichen Gesellen durch ausgedehnte Spaziergänge, den Hundesport Agility und Suchspiele.
Pflege-Tipps für schönes Fell
Insgesamt handelt es sich beim Dalmatiner um eine pflegeleichte Hunderasse. Sein Fell solltest Du in regelmäßigen Abständen bürsten und mit einem feuchten Tuch abreiben. Allerdings solltest Du beachten: Dalmatiner haaren ganzjährig, der Fellwechsel findet zweimal pro Jahr statt. In dieser Zeit solltest Du das Fell täglich mit einem Noppenhandschuh oder Gummistriegel reinigen.

Rassebedingte Erkrankungen
Die Lebenserwartung des Dalmatiners beträgt zehn bis 13 Jahre. Zu den typischen Dalmatiner-Krankheiten zählen die Hüftdysplasie, welche eine Fehlentwicklung des Hüftgelenkes bezeichnet, sowie das Dalmatiner-Syndrom. Letzteres begünstigt die Bildung von Harnsteinen: Als Hundebesitzer kannst Du gegensteuern, indem Du auf die richtige Hundeernährung achtest. Überdurchschnittlich viele Dalmatiner-Welpen kommen taub zur Welt. Mittlerweile konnte ein Zusammenhang zwischen dem Weißanteil im Fell und dem Vorkommen von Taubheit festgestellt werden – vorab bestimmen lässt sich die Veranlagung jedoch nicht.
Der Dalmatiner liebt die Gesellschaft vertrauter Menschen und zeigt seine Zuneigung, indem er gerne ausgiebig kuschelt und schmust. Dank seines freundlichen Wesens ist er ein hervorragender Gesellschafts- und Familienhund.
Purinarme Ernährung und ausreichende Wasseraufnahme
Aufgrund ihres erhöhten Harnsäurespiegels erkranken Dalmatiner mit einer größeren Wahrscheinlichkeit am Dalmatiner-Syndrom. Durch die richtige Dalmatiner-Ernährung kannst Du dieses Risiko minimieren: Setze daher auf purinarme Ernährung, um den Harnsäurespiegel zu senken.
Des Weiteren solltest Du spezielles Hundefutter verabreichen, da Dalmatiner allergieanfällig sind. Und achte darauf, dass Dein Vierbeiner ausreichend trinkt. Denn: Je öfter Hunde Wasser lassen, desto seltener entstehen Harnsteine.



Was für ein Unsinn. Dalmatiner brauchen keinen Garten sondern Bewegung. Sie sind auch im Ein-Zimmer-Appartement glücklich, wenn sie ihren Halter stets begleiten dürfen und täglich 2-3 Stunden ohne Leine zügig spazieren gehen dürfen. Gerade die unterforderten und verhaltensauffälligen Dalmatiner findet man gern in Haus und Garten, da der Halter denkt, ein großer Garten sei Bewegung genug. Doch der Dalmatiner braucht die Nähe seiner Menschen und gemeinsame Bewegung. Der Garten dient bestenfalls als Sonnenbank. Negativ beim Dalmatiner: Er haart ganzjährig und kann Kälte nur in Bewegung ertragen, also kein Hund, den man im kalten Auto warten lassen sollte oder der draußen gehalten werden kann. Dalmatiner leben gut mit Konsequenz und natürlicher Autorität. Was sie nicht ertragen ist Gebrüll und Gewalt, die einen eher überforderten Hundehalter kennzeichnen, der Autorität vortäuschen will.
Viele Dalmatiner können „lachen“, das heißt, sie zeigen ihr Gebiss, wenn sie sich sehr freuen. Einen Welpen sollte man nur von seriösen Züchtern kaufen, die Elterntiere und Welpen audiometrisch untersuchen lassen, denn ca. 2 % der Dalmatiner sind taub.