HomeHunderassenDer Dackel: Kleiner Dickkopf mit großem Herz

Der Dackel: Kleiner Dickkopf mit großem Herz

Kaum eine Hunderasse ist so beliebt wie der Dackel. Mit der richtigen Ernährungs- und Haltungsform ist auch dieser Rasse mit ihrer speziellen Körperform ein langes und beschwerdefreies Leben möglich. DeineTierwelt stellt die Hunde vor.

Der Dackel zählt zu den bekanntesten Hunderassen der Welt. Sein rassetypisches Aussehen ist sicherlich einer der Gründe: Der langgestreckte Körper, seine Niederläufigkeit und Hängeohren. Darüber hinaus macht der Dackel von sich reden, weil er als dickköpfiges Energiebündel gilt. In der Tat lieben Dachshunde extralange Spaziergänge, weswegen sie für ebenso aktive Herrchen und Frauchen ideale Begleiter sind.

Steckbrief

  • Herkunft: Deutschland
  • Klassifikation: Dachshund, Jagdhund, Begleithund
  • Größe: 20 bis 26 Zentimeter
  • Gewicht: 5 bis 10 Kilogramm
  • Körperbau: lange Wirbelsäule, kurze Beine
  • Fell und Farbe: kurz-, lang- oder rauhaarig, Sandfarben, Orange, Braun, Schwarz, ein- oder mehrfarbig
  • Charakter: dickköpfig, frech, selbstbewusst
  • Pflege: regelmäßige Fellpflege
  • Gesundheit: Dackellähme, Herzerkrankungen, rheumatische Erkrankungen
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre

Über Herkunft und Entwicklung des Dackels

Die sogenannten Bracken gelten als direkte Vorfahren des Dackels. Die kurzbeinigen Hunde begleiteten bereits die Kelten bei der Jagd, und werden auch heute noch bei der Kaninchen- und Fuchsjagd eingesetzt. Seit jeher galt der Dackel als Jagdhund, der Beutetieren wie Füchsen und Dachsen in deren Bau folgen konnte.

Das erforderte ein hohes Maß an Selbstbewusstsein und Mut – schließlich war die Beute oftmals mindestens genauso groß wie der Dachshund selbst. Diese Qualitäten schätzte vor allem der Adel und berühmte Vertreter wie Napoleon Bonaparte oder Kaiser Wilhelm II. 1879 wurden erste Rassekennzeichen des Dackels definiert, im Jahre 1888 wurde in Deutschland dann der „Deutsche Teckelclub“ gegründet.

Dackel-Blick
Foto: pixabay.com/ivanovgood

Rassentypisches Aussehen

Charakteristisches Merkmal des Dackels sind neben seiner langen Wirbelsäule die kurzen Beine und Hängeohren. Diese sind daher praktisch, weil sie den Gehörgang schützen. Man unterscheidet zwischen dem Zwergdackel, dem Kaninchenteckel und dem ursprünglichen Dackel. Ausschlaggebend für die Dackelgröße ist nicht seine Widerristhöhe, sondern sein Brustumfang. Gemäß dem FCI-Standard sollte dieser beim Dackel mindestens 35 Zentimeter betragen, beim Zwergdackel etwa 30 bis 35 Zentimeter, beim Kaninchenteckel höchstens 30 Zentimeter.

Außerdem lässt sich die Hunderasse in drei Fellvarianten unterteilen: Den Rauhaardackel, den Kurzhaardackel und den Langhaardackel. Deren Farben reichen von Sandfarben über verschiedenste Orange- und Brauntöne bis hin zu Schwarz. So kann ein brauner Dackel auch hellere Tupfen oder ein zweifarbiges Fell aufweisen. Ein gänzlich schwarzes Fell oder weiße Abzeichen sind aber ausgeschlossen.

Zum Wesen des Dackels

Dass der Dackel einen starken Charakter hat, ist kein Geheimnis. Aufgrund seines ursprünglichen Einsatzes als Jagdhund ist der Dackel ein selbständiger, mutiger und beharrlicher Genosse. Aufgrund seiner wachsamen und misstrauischen Art ist der Dackel auch ein guter Wachhund. Vor allem, da er sich nicht schnell einschüchtern lässt – auch nicht von größeren Hunden.

Leidenschaftlich verteidigt er ihnen gegenüber sein Revier und seine Stellung. Demnach ist er anderen Artgenossen und Fremden gegenüber reserviert, für sein Herrchen oder Frauen aber ein treuer Begleiter.

Das solltest Du wissen, wenn Du einen Dackel halten willst

Die artgerechte Haltung eines Dackels erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem kleinen Vierbeiner. Der Dackel möchte gerne beschäftigt werden, Fährten suchen und jagen ähnlich wie auch sein großer, vierbeiniger Gleichgesinnter der Weimaraner .

Wo kann Dein Dackel diesen Aktivitäten besser nachkommen, als im eigenen Garten? Dackel können sich auch in einer Wohnung wohlfühlen, benötigen aber ihren täglichen Auslauf. Der lebensfrohe Gefährte freut sich außerdem über Streicheleinheiten und kuschelt gerne mit seinen Bezugspersonen – trotz aller Selbstständigkeit.

Dackel
Foto: pixabay.com/vmdj2002

Konsequente Erziehung & moderates Training

Bei der Dackel-Erziehung solltest Du konsequent bleiben. Im zweiten Fall kann es schnell einmal passieren, dass sich der kleine Dickkopf querstellt. Bestenfalls erziehst Du Deinen Dackel bereits im Welpenalter, damit er von Anfang an weiß, wer der Rudelführer ist. Da es sich beim Dackel um einen willensstarken Jagdhund handelt, ist diese Hunderasse nichts für Anfänger. Was das Training anbelangt, solltest Du auf Hundesportarten wie Agility verzichten, Treppensteigen ist auch schädlich. Durch die lange Wirbelsäule sind diese Aktivitäten für Deinen Vierbeiner tabu.

Experten-Tipp:
Beeinflussen kannst Du das Verhalten eines Dackels durch Belohnungen, nicht aber durch Rüge.

Regelmäßige Fellpflege für kleine Entdecker

Da der kleine Hund gerne ausgiebig seine Umgebung erkundet und auch vor dem Unterholz nicht Halt macht, solltest Du sein Fell regelmäßig bürsten und auf Zecken untersuchen. Bei Rauhaardackeln muss das Fell in regelmäßigen Abständen getrimmt werden, um die abgestorbene Unterwolle zu entfernen.

Rassetypische Erkrankungen

Dackel haben eine Lebenserwartung von zwölf bis 15 Jahren. Dennoch kann ihr besonderer Körperbau einige Krankheiten begünstigen. Dazu zählen neben Herzerkrankungen auch rheumatische Erkrankungen sowie die Dackellähme. Diese bezeichnet einen Bandscheibenvorfall, der Lähmungen hervorrufen kann. Begünstigt wird dieser durch die lange Wirbelsäule des Dackels, während die kurzen Beine sich mit dem Alter verkrümmen können. Wichtig ist, dass Du bei Deinem Vierbeiner auf ein gesundes Gewicht und ausreichend Bewegung achtest.

Schon gewusst?
Queen Elizabeth II. züchtete Dorgis, also eine Kreuzung aus Dackeln und ihren geliebten Corgis. Die neue Hunderasse ist kleiner als reinrassige Corgis, hat wie diese aber aufgestellte Ohren.

Ernährung: Ausgewogen und fleischlastig

Was Dackel gerne fressen? Sowohl Trocken- als auch Nassfutter. Eine besondere Vorliebe haben die quirligen Kleinhunde aber für frisches Fleisch oder Rinderknochen.

Lass Dich nicht vom berühmt-berüchtigten „Dackelblick“ täuschen. Der kleine Jäger kann dadurch harmlos wirken, ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Weiß man es aber zu handeln, ist das eigensinnige Energiebündel ein loyaler Freund auf vier Pfoten.

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