Über die Cochin-Hühner
Das Cochin-Huhn stammt, wie der Name schon erahnen lässt, ursprünglich aus Cochin-China (das heutige Vietnam). Besonders wegen der üppigen, weichen Federn, die für die Füllung von Bettdecken dienten, war die Rasse in Asien beliebt.
Um 1850 kamen die Cochins schließlich nach Europa und nahmen großen Einfluss auf diverse Rassen. Insbesondere bei Hühnern, die hinsichtlich des Fleischansatzes gezüchtet wurden, kreuzte man die Cochins ein. Schließlich bringt ein Hahn bis zu 5,5 Kilogramm und eine Henne bis zu 4,5 Kilogramm auf die Waage.
Doch nicht nur ihre Masse imponierte – Cochins haben mit durchschnittlich 120 Eiern pro Jahr auf eine akzeptable Legeleistung, weshalb sie auch als Zwiehuhn bezeichnet, beziehungsweise den Zweinutzungsrassen zugeordnet werden.
Darüber hinaus bringt diese Hühnerrasse nicht nur viele Nutzungsmöglichkeiten mit, sondern auch einen sehr ruhigen, freundlichen und anhänglichen Charakter. Auch bezüglich der Aufzucht legen die Hennen viel Geduld und Ruhe an den Tag und kümmern sich fürsorglich um ihren Nachwuchs.
Es heißt zudem, das Cochin-Huhn binde sich recht schnell an seine Menschen, ist zutraulich und stellt eher geringe Ansprüche an die Haltung. So benötigt zwar auch diese Rasse einen entsprechenden Stall und ein Freigehege, da Cochins jedoch nicht fliegen, müssen die Begrenzungen weniger hoch sein. Zudem sind sie aufgrund ihres üppigen Federkleids sehr witterungsbeständig – einzig die Läufe sollten geschützt sein. Statt Schlamm, Pfützen und hohes Gras empfiehlt sich also eher ein getrimmter Grünabschnitt.
Auffällig am Äußeren der Cochins ist das volle Gefieder, das bis zu den Läufen hinunterreicht; insgesamt sieben Farbschläge sind anerkannt: Blau, Gelb, Gesperbert, Rebhuhnfarbig-Gebändert, Schwarz, Schwarz-weiß-gescheckt und Weiß.
Haushuhnrasse Zwerg-Cochin ist ihren Namensvettern zudem äußerlich recht ähnlich, hat aber eine andere Herkunft und gehört zu den ursprünglichen Zwerghuhn-Rassen. Das bedeutet, die Zwerg-Cochins wurden nicht extra gezüchtet, sondern haben sich eigenständig entwickelt.



