Der Chow-Chow ist ein Hund, den jeder aufgrund seines besonderen Äußeren mit der dichten Mähne und markant-blauen Zunge direkt erkennt. Er stammt aus China und ist als eher zurückhaltend zu beschreiben. Da er sich gerne auch einmal zurückzieht, ist es optimal, wenn Du ihm diesen Rückzug ermöglichst. Obwohl der Chow-Chow Auslauf und Bewegung benötigt, ist er kein Energiebündel, sondern ruht sich auch gerne aus. Darüber hinaus kann dieser Rassehund recht eigenwillig sein und braucht zwischendurch immer wieder seine Auszeit. Daher eignet sich der Chow-Chow weniger als Familienhund. Trotzdem ist er ein treuergebener Begleiter, vor allem mit einer konsequenten Erziehung.
Steckbrief
- Herkunft: China
- Klassifikation: Spitze und Hunde vom Urtyp (FCI-Gruppe 5); Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen
- Größe: 48 bis 56 Zentimeter bei Rüden und zwischen 46 bis 51 Zentimeter bei Hündinnen
- Gewicht: 25 bis 32 Kilogramm bei Rüden und zwischen 20 und 27 Kilogramm bei Hündinnen
- Körperbau: Kompakt
- Fell und Farbe: Schwarz, Rot, Blau, Rehfarben, Creme, Weiß; Mit oder ohne Schattierungen
- Charakter: Treu, eigenwillig, zurückhaltend, eigenständig
- Pflege: Hoher Pflegeaufwand bei langhaarigen Chow-Chows aufgrund der Notwendigkeit täglicher Fellpflege
- Gesundheit: Neigt zu Hautentzündungen und Ekzemen, erhöhte Anfälligkeit für Hüft- und Ellenbogendysplasie, sowie Einstülpungen der Augenlider
- Lebenserwartung: 9 bis 15 Jahre
Über Herkunft und Entwicklung des Chow-Chow
Die Hunderasse Chow-Chow stammt ursprünglich aus China, hat jedoch auch sibirische Wurzeln. Sie wird auf über 1000 Jahre geschätzt und wurde wohl von Chinesischen Kaisern als Statussymbol am Hofe gehalten. Außerdem erzählen Geschichten und Bilder darüber, dass Chow-Chows als Tempelhüter im Einsatz gewesen sind. Lange blieben diese Hunde ein Statussymbol: In Europa wurden sie erst im Zoo ausgestellt, dann von Königin Victoria gehalten und schließlich im 20. Jahrhundert Haustiere von berühmten Personen des öffentlichen Lebens.

Rassetypisches Aussehen
Der kompakte Hund mit seinem dichten Fell hat ein majestätisches Aussehen, welches auch den Ruhm dieser Rasse erklärt. Den Chow-Chow gibt es in Kurzhaar- und Langhaar-Varietät. Beide zeichnen sich durch ihr besonders flauschiges Fell aus.
Abgesehen von seinem plüschigen Fellkleid ist eines für diesen Hund besonders charakteristisch: die blaue Zunge.
Chow-Chow-Welpen haben wie alle Hundebabys eine rosafarbene Zunge, die sich jedoch im Laufe der ersten Lebenswochen dunkel färbt. Ein Zeichen für gesundheitliche Defizite ist das keinesfalls – also kein Grund zur Sorge.
Zum Wesen des Chow-Chow
Tiere dieser Rasse sind recht eigenwillig und eher zurückhaltend. Sie benötigen eine liebevolle und konsequente Erziehung, dann sind sie treue und gemütliche Begleiter. Aufgrund des selbstbewussten, temperamentvollen Charakters ist der Chow-Chow per se kein Familienhund. Allerdings hängt dies stark vom Gemüt des Tieres und der Erziehung ab. Obwohl er eher ein ruhiges Tier ist, kann er zum Kläffer werden, wenn Du dem nicht mit entsprechender Erziehung entgegenwirkst. Fremden gegenüber ist der Chow-Chow eher reserviert und reagiert zunächst eher misstrauisch.
Wissenswertes über den Chow-Chow und seine Haltung
Er ist definitiv kein Anfängerhund: Ein Chow-Chow braucht unbedingt eine konsequente Erziehung, welche seine eigenwilligen Eigenschaften zügelt. Experten raten daher in jedem Fall, mit ihm eine Hundeschule zu besuchen oder ein spezielles Training wie beispielsweise Obedience zu machen.
Darüber hinaus hat der Chow-Chow in Bezug auf seine Haltung nur geringe Ansprüche. Du kannst ihn problemlos in einer Wohnung halten. Er hat keinen großen Bewegungsdrang und längere Spaziergänge reichen ihm normalerweise als Beschäftigung aus. Anders als bei Deutschen Schäferhunden und Laufhunden muss auch kein Garten vorhanden sein. Empfehlenswert ist es, wenn der Chow-Chow eine Möglichkeit hat, sich ab und zu zurückzuziehen. Ein ruhiges Plätzchen in der Wohnung oder im Haus ist dafür optimal.

Diese Aktivitäten eignen sich für den Chow-Chow
In Sachen Bewegung sind Hunde dieser Rasse weniger zeitintensiv als viele andere. Als eher gemütlicher Zeitgenosse kann der Chow-Chow auch ohne große sportliche Aktivität zufrieden sein und freut sich lediglich über tägliche lange Spaziergänge. Aufgrund seiner körperlichen Konstitution und seines dichten Fells ist er sogar eher ungeeignet für extreme Ausdauersportarten. Besonders im Sommer solltest Du bei Deinem Chow-Chow darauf achten, dass er nicht überhitzt – das ist umso wichtiger, wenn Du einen Langhaar-Vertreter hast.
Optimale Pflege und Gesundheit Deines Chow-Chow
Seine dichte Löwenmähne macht es notwendig, dass Du Deinen vierbeinigen Freund am besten täglich kämmst oder bürstest. Dabei entfernst Du Schmutz, Fremdkörper und lose Haare.
Zum Wohle seiner Gesundheit sollte Du eine artgerechte, hochwertige Ernährung Wert legen. Falsches Futter kann beim Chow-Chow zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Insbesondere neigt er zu Hautkrankheiten.
Des Weiteren hat diese Rasse eine erhöhte Anfälligkeit für Hüft- und Ellenbogendysplasien. Wichtig ist daher, dass Du regelmäßig mit Deiner Fellnase Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt wahrnimmst, um Operationen vorzubeugen. Dabei sollten auch seine Augen kontrolliert werden, weil Chow-Chows zu Einstülpungen der Augenlider tendieren.
Ernährung des Chow-Chow
Hochwertiges Protein sollte den Hauptbestandteil seines Futters ausmachen. Genauso sind pflanzliche Bestandteile notwendig, um Deinen Chow-Chow rundum mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.
Bist Du Dir unsicher, kannst Du einen Tierarzt um Rat fragen. Zudem kann Dir ein erfahrener Chow-Chow-Züchter weiterhelfen.



