Über den Chihuahua
Als vor einigen Jahren Paris Hilton mit ihrem Chihuahua Tinkerbell das erste Mal auf einen roten Teppich trat, stand die kleine Hunderasse plötzlich im Rampenlicht. Dass sie sich aber nicht allein als Handtaschenhund eignet, wurde vielen Hundefreunden schnell klar. Deshalb sind die Chihuahuas in der jüngsten Vergangenheit immer beliebter geworden. Möchtest Du mehr über sie erfahren, dann informiere Dich in unserem Rasseporträt.
Warum ist der Chihuahua der richtige Hund für Dich?
SteckbriefGröße: 15-23cm Gewicht: 1,5-3kg Fellfarben: verschiedenste Nuancen und Kombinationen Lebenserwartung: 12-20 Jahre Wesen: lebhaft, anhänglich, wachsam, mutig |
Mit diesem Rassehund hast Du einen Begleiter, der Dir sehr zugetan sein wird und bereitwillig immer mit Dir mitkommen möchte. Dabei wird er auf Dich aufpassen und bei Bedarf seinen Beschützerinstinkt zeigen. Ist dieser sehr groß, kann er zusammen mit seinem Mut dem Chihuahua zum Verhängnis werden. Deshalb solltest Du auf eine frühe Sozialisierung mit anderen Hunden Wert legen und zudem auf eine konsequente Erziehung achten. Übertriebenes Bellen und Knurren solltest Du unterbinden. Eine gewisse Strenge und große Konsequenz sind ganz allgemein wichtig, wenn Du Deinen Chihuahua erziehen möchtest. Ansonsten kann Dir sein Dickkopf und Durchsetzungswille kleine und größere Probleme bereiten. Wenn Du dies berücksichtigst und Dir Tipps in einer Hundeschule geben lässt, kann sich der Chihuahua auch als Anfängerhund eignen.
Charaktereigenschaftenwillensstark tapfer aufmerksam lebhaft treu menschenbezogen neugierig lebhaft gelehrig |
Diese Rasse eignet sich aufgrund ihres Wesens als Begleithund für Alleinstehende oder Paare. Lebst Du in einer Wohnung in der Stadt, kannst Du Dich ruhig für diese kleinen Hunde entscheiden. Zu lange sollte der Vierbeiner aber nicht alleine bleiben, weil das für ihn Stress bedeutet. Wegen seiner geringen Größe kannst Du ihn aber sehr gut fast überall hin mitnehmen. Das ist auch deswegen vorteilhaft, weil er genügend Auslauf und Beschäftigung braucht.
Ein geeigneter Familienhund ist der Chihuahua, wenn die Kinder schon etwas älter sind. Zu viel und zu lautes Geschrei sowie übermäßiges Getobe können ihn nämlich leicht stressen und nervös machen.
Ursprung und Geschichte der kleinsten Hunderasse der Welt
Um die Abstammung ranken sich vielerlei Geschichten, die aber alle nicht bewiesen sind. So heißt es, dass der Chihuahua bereits bei den Azteken in Mexiko als Haustier lebte. Experten meinen, dass er von den Techichis abstammen könnte – die Opferhunde der Ur-Mexikaner bei rituellen Handlungen. Diese sollen mit chinesischen Minihunden gekreuzt worden sein, welche die Spanier nach Mexiko gebracht haben und für die kleine Größe verantwortlich sind. Einheimische züchteten und verkauften die Hunde ab Mitte des 19. Jahrhunderts an Touristen, weil sich diese sehr für die Hunde begeisterten. So gelangten sie nach Nordamerika und schließlich nach Europa.
Eines weist letztlich aber doch eindeutig auf die Azteken hin und das ist der Name. Chihuahua ist Aztekisch und benennt eine Provinz im Norden Mexikos. Das Wort bedeutet so viel wie „trockener und sandiger Ort“.
Daran erkennst Du den kleinen Hund aus Mexiko
Neben seiner geringen Größe von 18 bis 23 cm sind vor allem die fledermausähnlichen Ohren das Erkennungszeichen des Chihuahuas. Sein Gewicht von 1,5 bis 3 kg trägt er grazil auf schlanken, aber gut bemuskelten Läufen. Sein Körper ist länger als hoch und der Kopf erinnert mit seiner Form an einen Apfel. Die dunklen Augen sind groß, rund und sehr ausdrucksstark. Sie dürfen laut VDH nicht hervorquellen. Der Chihuahua besitzt eine weit oben angesetzte, mäßig lange Rute, die er typischerweise hoch erhoben trägt. Seine Pfoten sind klein und oval.
Bezüglich der Beschaffenheit des Fells lassen sich zwei Varianten unterscheiden. Langhaar-Chihuahuas sind das Ergebnis einer Mischung mit Papillon, Phalene und Pomeranian. Die Haare sind weich, glatt und leicht gewellt. Typisch sind ein voller Halskragen und Fransen an den Ohren. Kurzhaar-Vertreter haben ein dichtes, weiches Fell, das geschmeidig und glänzend am Körper anliegt. Diese äußeren Merkmale machen sich auch im Charakter bemerkbar. Chihuahuas mit längerem Fell gelten als sanftmütig und umgänglich, während kurzhaarige Exemplare eher dickköpfig und sehr selbstbewusst sind. Außerdem verhalten sich viele dominant. Aus diesem Grund solltest Du einen Chihuahua-Welpen mit kurzem Fell konsequent erziehen, sobald er bei Dir zu Hause einzieht.
Was sind Mini-Chihuahuas?
Du fragst Dich jetzt sicherlich, ob es überhaupt noch kleiner geht. Schließlich sind diese Hunde ja schon die kleinsten der Welt. Bei den Mini-Chihuahuas handelt es sich um den Versuch, mit möglichst kleinen Exemplaren möglichst kleine Nachkommen zu erzielen. Doch diese sind oft auch sehr schwach, weshalb die Mini-Welpen häufig unter zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden leiden. Zum Wohl der Tiere sollte davon abgesehen werden, solche Züchtungen durch einen Kauf zu unterstützen.
Wenn Du einen Chihuahua kaufen möchtest, solltest Du deshalb auf eine seriöse Zucht achten. In unserem Tiermarkt findest Du Hunde von erfahrenen Züchtern und Privatpersonen, die Wert auf gesunde Welpen legen.
Tipps für die Haltung und Pflege
Auch wenn es sich um die kleinste Hunderasse der Welt handelt, sind Chihuahuas keine reinen Handtaschenhunde. Sie passen zwar dort hinein und lassen sich auch gerne einmal herumtragen, aber Bewegung brauchen sie genauso wie eine geistige Auslastung.
Bestens geeignet | Eher nicht dafür geeignet |
| Apportieren, Treibball, Suchspiele, Agility/Hindernisparcour, Obiedience, Dogdancing | joggen, beim Radfahren mitlaufen |
Generell ist bei kleinen Hunderassen wichtig, dass sie sich genug bewegen. Dies beugt Übergewicht und damit einhergehende gesundheitliche Beeinträchtigungen vor. In diesem Zusammenhang spielt auch eine Rolle, dass Du auf die richtige Futtermenge achtest. Es gibt Hundefuttersorten, die speziell für kleine Rassen ausgerichtet und auf deren Energiebedarf abgestimmt sind.
Das Fell des Langhaar-Chihuahuas solltest Du regelmäßig bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden und Schmutz zu entfernen. Die Kurzhaar-Variante ist in diesem Punkt pflegeleichter. Bei beiden solltest Du immer wieder die Augen reinigen bzw. pflegen, weil sie bei dieser Hunderasse oft tränen und dadurch Tränenstein und Tränenflecken entstehen können. Auch ein Blick in die Ohren schadet ab und an nicht, obgleich diese Hunde eher selten Probleme damit haben. Anders sieht es jedoch bei den Zähnen aus. Fehlstellungen kommen bei ihnen wie bei vielen anderen kleinen Hunderassen häufig vor.
Weitere typische Probleme bzw. Krankheiten
offene Fontanelle
Patellaluxation: Herausspringen der Kniescheibe
Mitralklappeninsuffizienz und andere Herzerkrankungen
Augenentzündung