Steckbrief: Ca de Bou
- Herkunft: Spanien
- Klassifikation: Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde, Sektion 2: Molossoide
- Größe (Widerristhöhe): 52 – 58 cm Rüden, 52 – 55 cm Hündinnen
- Gewicht: 35 – 38 kg Rüden, 30 – 34 kg Hündinnen
- Körperbau: muskulös und kräftig
- Fell und Farbe: kurzes, dichtes, raues Fell in den Farben Goldgelb, Loh- oder Sandfarben, Beige und Schwarz, kann geströmt sein
- Charakter: ausgeglichen, kraftvoll, souverän, intelligent, selbstbewusst
- Pflege: unkompliziert, gelegentliches Bürsten genügt. Die Gesichtsfalten sollten kontrolliert werden, um eventuelle Entzündungen schnell zu erkennen.
- Gesundheit: keine rassespezifischen Krankheiten
- Lebenserwartung: 10 bis 13 Jahre

Über Herkunft und Entwicklung des Ca de Bou
Der Ca de Bou, auch „Mallorca-Dogge“ genannt, hat eine traurige Vergangenheit hinter sich: Im 16. Jahrhundert wurde sie auf den Balearen als Stierhund beim sogenannten „Bullenbeißen“ eingesetzt und zu Hundekämpfen missbraucht. Mit dem Verbot dieser Praktiken veränderte sich der Zweck ihrer Haltung: Inzwischen sind die liebenswerten Kraftpakete geschätzte Wach-, Schutz- und Familienhunde.
Mit seinem ausgeprägten Beschützerinstinkt und seiner Loyalität gibt der Ca de Bou auch einen guten Wach- und Schutzhund ab. Ein absolutes Muss für den intelligenten Vierbeiner ist der direkte Anschluss an sein zweibeiniges „Rudel“.
Manchmal reisen die auch als „Mallorca-Doggen“ beziehungsweise „Perro Dogo Mallorquin“ bezeichneten Rassehunde als erwachsene Tiere über den Auslandstierschutz in Deutschland ein. Bei einem seriösen Züchter bekommst Du einen Ca de Bou Welpen für 1.200 bis 2.400 Euro.
Ist der Ca de Bou ein Listenhund?
Seit 2001 ist die bundesweite Hundeverordnung in Deutschland in Kraft. Hunde bestimmter Rassen gelten demnach als grundsätzlich gefährlich (Kategorie 1) oder potenziell gefährlich (Kategorie 2). Die Bundesländer Brandenburg und Bayern stufen den Ca de Bou als Kampfhund der zweiten Kategorie ein. Das bedeutet, dass der Hund dort einen Wesenstest bestehen muss, der seine mutmaßliche Aggressivität widerlegt. Im restlichen Bundesgebiet ist die Haltung der Mallorca-Dogge problemlos möglich. Es handelt sich beim Ca de Bou also nicht um einen typischen Listenhund.

Wie alt wird ein Ca de Bou?
Ein Ca de Bou-Hund kann ein Lebensalter von bis zu 13 Jahren erreichen. Das setzt allerdings voraus, dass er von gesunden Elterntieren abstammt und artgerecht ernährt und gehalten wird.
Welches Futter ist für den Ca de Bou am besten?
Als Nachfahren von Wölfen sind Hunde von Natur aus Carnivoren, Fleischfresser. Das zeigen ihr Gebiss und ihr Verdauungstrakt. Allerdings haben sie sich im Laufe ihrer Domestizierung an den Menschen und seine Ernährung ein Stück weit angepasst. Trotzdem macht dies aus unseren vierbeinigen Gefährten keine Omnivoren (Allesfresser). Die Hauptzutat der Nahrung eines Ca de Bou sollte dementsprechend Fleisch sein.
Die artgerechte Ernährung für Hunde setzt sich zu 80 Prozent aus tierischen und zu 20 Prozent aus pflanzlichen Komponenten zusammen. Das Futter sollte so hochwertig wie möglich sein, unabhängig davon, ob Du Dich für eine Ernährung mit Feuchtfutter, Trockenfutter oder BARF (Rohfleischfütterung) entscheidest.
Was hat der Ca de Bou für ein Wesen?
Der Ca de Bou zeichnet sich durch ein liebenswertes, freundliches und verspieltes Wesen aus. Seine Toleranzschwelle ist hoch. Er lässt sich nicht leicht provozieren. Trotzdem stellt er sich Auseinandersetzungen, wenn es nötig sein sollte. Vertreter dieser Hunderasse sind ausgesprochen klug und lernfähig. Ihr ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis macht sie zu idealen Gefährten aktiver Menschen. Auch für den Hundesport wie Canicross sind die pfiffigen Vierbeiner zu begeistern.
Zu seiner Bezugsperson baut der Ca de Bou-Hund eine enge Beziehung auf: Er genießt körperliche Nähe, verbale Ansprache und regelmäßige Kuscheleinheiten. Dank seines ausgeprägten Schutzinstinkts eignet er sich auch als Schutz- und Wachhund. In der Gegenwart dieses treuen, loyalen Gefährten ist die Familie gut aufgehoben.
Allerdings ist der Ca de Bou kein Anfängerhund. Er gehört in kundige Hände, denn er braucht klare Ansagen und Führung. Was Bewegung und Förderung angeht, sollte er weder über- noch unterfordert werden. Der Besuch von Welpenspielstunden und der Hundeschule ist sinnvoll, denn der Ca de Bou ist dafür bekannt, dass er ohne gute Sozialisierung im Erwachsenenalter mit anderen Hunden in Konflikt gerät.
Gibt es beim Ca de Bou rassetypische Krankheiten?
Rassetypische Krankheiten sind bislang nicht bekannt. Das liegt vermutlich daran, dass der Ca de Bou noch nicht lange als offizieller Rassehund anerkannt ist.
Du bist ein erfahrener Hundehalter und suchst einen treuen, verschmusten Gefährten mit Temperament und Bewegungsfreude? Dann ist der Ca de Bou möglicherweise das passende vierbeinige Familienmitglied für Dich! Schau Dich an besten gleich in unserem Tiermarkt nach Deinem neuen besten Freund um!



