Über die Britisch Kurzhaar
AllgemeinesGröße: Mittelgroß Fell-Länge: Kurzhaarkatze Farben: Alle Farben Gewicht: 3,5 bis 4,5 Kilogramm (Katze); 5,0 bis 7,0 Kilogramm (Kater) |
Haltungsempfehlung
Ihr unaufdringliches Wesen macht die Britisch Kurzhaar zu einer eher pflegeleichten Rasse. Sie ist in der Regel mit der reinen Wohnungshaltung zufrieden, sofern es ausreichend Beschäftigung für sie gibt. Üblicherweise ist Freigang bei dieser Rassen aber unbedenklich. Mit Katzen und anderen Tieren gilt die Britisch Kurzhaar häufig als verträglich. Eine reine Schoßkatze ist sie eher nicht, kann ausgiebige Streicheleinheiten und die Gesellschaft ihres Menschen aber durchaus genießen. Im Normalfall ist sie in einer Familie genauso gut aufgehoben wie in einem Single-Haushalt. Bei der Wohnungshaltung sollten Berufstätige jedoch über die Anschaffung einer Zweitkatze nachdenken.
Die Rasse Britisch Kurzhaar (Englisch: British Shorthair) existiert bereits seit über hundert Jahren. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie zum ersten Mal auf einer Katzenausstellung im Crystal Palace in London präsentiert. In den USA erkannte man die Rasse dagegen erst 1980 an. Der Ursprung der Britisch Kurzhaar liegt vermutlich in den einst von den Römern mit nach Großbritannien gebrachten Katzen.
Während der beiden Weltkriege wurde der Zuchtbestand der Britisch Kurzhaar stark reduziert. Durch Auskreuzungen mit anderen Rassen sollte danach eine Typverbesserung stattfinden. Die Wahl fiel dabei auf Perser- und Kartäuserkatzen. Letztendlich führte dies zu einer Angleichung der Britisch Kurzhaar und der Kartäuserkatze. Im Jahre 1970 wurden beide Rassen deshalb vorübergehend zusammengefasst, nach Protesten der Züchter hob man diese Regelung aber wenige Jahre später auf.
Noch heute wird die Britisch Kurzhaar in der Farbe Blau häufig fälschlicherweise als Kartäuser bezeichnet, obwohl sich die Rassen mittlerweile wieder deutlich voneinander unterscheiden.
Neben der Britisch Kurzhaar gibt es auch die Britisch Langhaar. Sie ist eine Halblanghaarversion der Britisch Kurzhaar. Trotz optischer Unterschiede werden beiden Varietäten die gleichen Charaktereigenschaften und Wesenszüge zugeschrieben.
Rassespezifische Charakterzüge
Bei der Britisch Kurzhaar läuft alles rund: Der typisch runde Körperbau verleiht ihr ein teddybärhaftes Aussehen, das sie mit ihrem eher unkomplizierten Charakter abrundet. Die sanften Briten gelten als gutmütig und anpassungsfähig. Sie sind üblicherweise nicht so lebhaft wie orientalische Rassen und eignen sich daher auch für die Wohnungshaltung.
Oft begleiten sie ihren Besitzer auf Schritt und Tritt, dabei sind sie aber selten aufdringlich. Die Britisch Kurzhaar soll zudem nicht zu den gesprächigen Katzenrassen zählen. Die Mieze kann sich zwar durch gelegentliches Miauen mitteilen, bleibt meist aber eher still.
In der Regel genießt sie die Gesellschaft eines Artgenossen mit ähnlichem Temperament – unter dem Alleinsein leidet die Samtpfote aber nicht so sehr wie manche anderen Rassen.
Haltung und Pflege
Die Britisch Kurzhaar gilt als unkomplizierte Katze, die keine zu hohen Ansprüche an ihren Halter stellt. Lebt sie in der Wohnung, benötigt sie jedoch wie alle Katzenrassen ausreichend Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Ein selbst gebasteltes Fummelbrett oder Intelligenzspielzeug kann gerade bei jungen Katzen für Abwechslung sorgen. Freigang stellt bei dieser Rasse in der Regel kein Problem dar. In einer Familie fühlt sie sich zudem meist genauso wohl wie in einem Single-Haushalt. Durch ihr sanftes Gemüt kann sie auch mit Hunden verträglich sein.
Das kurze Fell bedarf in der Regel keiner speziellen Pflege, sollte aber während des Fellwechsels gebürstet werden. Da die Britisch Kurzhaar gerade im Alter häufig zur Trägheit neigt und sich nur noch schwer zum Spielen animieren lässt, sollte bei einer Wohnungshaltung auf ihr Gewicht geachtet werden.
Insgesamt gilt die Britisch Kurzhaar als robust. Sie kann jedoch an verschiedenen Erbkrankheiten wie HCM (hypertrophe Kardiomyopathie, eine Erkrankung des Herzens) oder PKD (Polycystic Kidney Disease, eine Nierenkrankheit) leiden, die nur durch eine verantwortungsbewusste und seriöse Zucht zu vermeiden sind.




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