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Bremervörde: Mann verprügelt – weil er fremden Hund streichelte

In Bremervörde erlitt ein Mann mehrere Verletzungen am Kopf, weil er von einem Hundehalter auf offener Straße verprügelt worden war. Der Grund für die handgreifliche Auseinandersetzung: Der Passant hatte den freilaufenden Hund des Halters ohne dessen Einverständnis gestreichelt.

Was als harmlose Geste begann, endete für einen 36-jährigen Mann in Bremervörde schmerzhaft. Am Montagnachmittag (17. März) geriet er auf dem Gehweg der Ludwigstraße mit einem Hundebesitzer in Streit – nur weil er dessen frei laufenden Hund gestreichelt hatte.

Laut Polizei missfiel dies dem 45-jährigen Halter offenbar so sehr, dass aus einer zunächst verbalen Auseinandersetzung eine handfeste Eskalation wurde. Der Hundebesitzer soll mehrfach auf den 36-Jährigen eingeschlagen haben.

Hund gestreichelt – Schläge kassiert

Das Opfer erlitt dabei sichtbare Kopfverletzungen. Besonders brisant: Der 36-jährige Tierfreund stand zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung unter Alkoholeinfluss. Ob diese Tatsache Einfluss auf die Eskalation auf offener Straße hatte, ist bislang noch Gegenstand der Ermittlungen. Als die Beamten am Einsatzort eintrafen, war der Hundehalter bereits nicht mehr vor Ort.

Der scheinbar aggressive 45-Jährige ist den Ordnungshütern allerdings bekannt. Ihn ausfindig zu machen, sollte kein Problem darstellen. Die Polizei nahm den Fall auf und bittet nun um Zeugenhinweise. Wer den handfesten Streit an der Ludwigsstraße beobachtet hat oder Angaben zu einem möglichen bereits vorher bestehenden Streit zwischen den Männern machen kann, soll sich per Telefon unter 04761 74890 bei der Polizei Bremervörde melden.

Fremden Hund einfach streicheln?

Der dramatische Vorfall in Niedersachsen wirft mal wieder die Frage auf, ob es überhaupt in Ordnung ist, einen fremden Hund auf der Straße einfach zu streicheln. Die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Nein. Egal wie süß die Fellnase ist, lässt sich nie einschätzen, wie der Vierbeiner auf die plötzliche Berührung reagiert und ob er möglicherweise aggressiv werden könnte.

Shiba Inu wird von mehreren Leuten gestreichelt
Foto: unsplash.com/Alison Pang (Symbolfoto)

Zudem sollte vor dem Streicheln stets der Halter gefragt werden, ob das Anfassen erwünscht ist. Viele Besitzer wollen nämlich nicht, dass ihre Tiere ständig von Passanten betatscht werden. Beim Training sind die unerwünschten Streichelpausen zudem kontraproduktiv.

Blinden- und Assistenzhunde sollte man zudem niemals ohne ausdrückliche Erlaubnis streicheln. Schließlich erfüllen sie einen wichtigen Job und eine Unterbrechung der Arbeit könnte schwerwiegende Folgen für die Halter haben.

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