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Braucht meine Katze mal Pause von mir?

In den vergangenen Monaten haben viele mehr Zeit als gewöhnlich zuhause verbracht. Was bedeutet das für unsere Haustiere? Wie Du erkennst, ob Deine Katze eine Pause von Dir braucht – und wann sie an Trennungsstress leidet.

Wer eine Katze hat, weiß – wenn es den Miezen zu viel wird, ziehen sie sich zurück und machen Pause. Dafür finden viele Stubentiger aktuell allerdings erschwerte Bedingungen vor. Denn in Corona-Zeiten wird so mancher Küchentisch zum Arbeitsplatz und das Wohnzimmer zum Klassenraum.

Wird diese ständige Nähe zu ihrer Familie Katzen eigentlich manchmal zu viel? Das hängt ganz von der Persönlichkeit der jeweiligen Mieze ab. Besonders soziale Katzen drohen nach der Rückkehr zum Arbeitsplatz und in die Schulen an Trennungsangst zu leiden. Andere Samtpfoten haben dagegen vielleicht Schwierigkeiten mit dem ständigen Zusammensein.

Generell gilt nämlich: Wann immer sich in ihrer Umgebung etwas verändert, kann das für Katzen eine Herausforderung und Stressquelle sein. „Wenn Du normalerweise jeden Tag zur Arbeit gehst, und jetzt von zuhause arbeitest, kann das ein neuer Stressor für Deinen flauschigen Freund sein“, erklärt etwa Tierärztin Dr. Barbara Boechat gegenüber „Catster“.

Deshalb könne es gut sein, dass Deine Katze zwischendurch eine Pause von Dir braucht, wenn es ihr zu viel wird. Wie Du das erkennst? Zum Beispiel daran, dass Deine Katze plötzlich nicht mehr ins Katzenklo macht, nichts mehr frisst, sich übergibt oder versteckt.

Nicht alle Katzen sind gleich sozial

Dabei sei es wichtig, dass Katzenhalter sich in Erinnerung rufen, dass Katzen einen Großteil ihrer Zeit verschlafen. „Katzen schlafen durchschnittlich zwölf bis 15 Stunden am Tag, und zwar hauptsächilch tagsüber, weil sie von Natur aus nachtaktiv sind“, so Tierärztin Dr. Dora Ramos. Ältere Katzen würden zudem mehr schlafen als jüngere Miezen und Kitten.

Ein Katze liegt auf einer weißen Decke und schläft.
Foto: unsplash.com/LILNAV99 (Symbolfoto)

Deshalb ist es wichtig, die Schlafenszeiten der Katzen zu respektieren und sie dabei nicht zu stören. Wenn sie wach sind, verbringen Katzen dann unterschiedlich viel Zeit mit ihren Menschen oder Artgenossen. Das hänge unter anderem von der Persönlichkeit der Mieze und von ihrem sozialen Status ab, erklärt Dr. Ramos.

Deine Katze sollte sich eine Pause gönnen können

Weil unterschiedliche Katzen verschiedene Bedürfnisse haben, sollten sie selbst entscheiden können, wann und wie viel Zeit sie mit ihren Haltern verbringen wollen. Deshalb solltest Du Deine Katze nicht zu Streichel- oder Spielanhalten zwingen – auch wenn Du den ganzen Tag zuhause bist.

„Wenn Deine Katze sich eingeengt fühlt, gib ihr Platz, mache Dir ihre Gefühle bewusst und halte Ausschau nach Verhaltensveränderungen“, rät Dr. Ramos.

Übrigens sollten Katzen auch physisch Platz haben, um sich alleine zurückzuziehen. Das können kleine, versteckte Ecken sein oder auch hoch gelegene Aussichtspunkte. Hauptsache, Deine Katze fühlt sich dort wohl. Und wenn sie das Bedürfnis hat, mit Dir zu spielen oder zu schmusen, wird sie zu Dir kommen – ganz von alleine.

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