Über die Brahma-Hühner
Die Brahmas gelten als die Riesen unter den Hühnern, und werden zu den Rassen asiatischen Ursprungs gezählt, da sie wahrscheinlich aus einer Kreuzung von Cochin-, Malaien- und Chittagong-Hühnern hervorgegangen sind. Erstmals sind die Brahmas in Nordamerika entstanden; im 19. Jahrhundert kamen sie schließlich nach England und Deutschland, wo sie aufgrund der Daunenpracht und des massigen Körpers sehr beliebt und gefragt waren.
Dieser Körperbau, mit einer breiten Brust und einem breiten, waagerecht getragenen Rumpf, ist bis heute gleich geblieben. Standardmäßig wird für einen Brahmahahn ein Gewicht von 3,5 bis 5,0 Kilogramm und für eine Henne 3,0 bis 4,5 Kilogramm angegeben.
Darüber hinaus gibt es neun anerkannte Farbschläge für die asiatischen Riesen:
Blau Rebhuhnfarbig-Gebändert, Blau Silberfarbig-Gebändert mit Orangerücken, Blau, Gelb-Blaucolumbia, Gelb-Schwarzcolumbia, Rebhuhnfarbig-Gebändert, Schwarz, Silberfarbig-Gebändert, Weiß-Schwarzcolumbia.
Daneben haben die Vertreter dieser Rasse einen dreireihigen Erbsenkamm, einen kräftigen Schnabel und befiederte Läufe.
Neben diesem anmutigen und kraftvollen Äußeren bieten die Brahmas noch einen ruhigen, angenehmen Charakter und eine gute Legeleistung von durchschnittlich 140 Eiern pro Jahr. Es heißt zudem, dass Brahmas schnell zutraulich werden und einen ausgeprägten Bruttrieb haben – allerdings gelten sie auch als empfindlich, was zu große Aufregung anbelangt.
Es sollte deshalb ein möglichst ruhiges Umfeld für Stall und Außengehege gewählt werden und der Halter sollte zudem für genügend Versteckmöglichkeiten Sorge tragen. Selbstverständlich müssen auch Brahmas – wie alle Hühner – in einer Gruppe gehalten werden, damit es diesen sozialen Tierchen wirklich gut geht. Und wer nicht genügend Platz für die großen Brahmas haben sollte, sich jedoch in dieses buschige, kraftvolle Äußere verliebt hat: Es gibt auch noch eine vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) anerkannte Zwergform der aus Nordamerika stammenden Riesen.



