HomeHunderassenBolonka Zwetna: Die charmanten Hunde im Rasseportrait

Bolonka Zwetna: Die charmanten Hunde im Rasseportrait

Niedliche Knopfaugen, seidig-weiches Fell und ein treuer Blick – mit ihrem Charme begeistern die kleinen Vierbeiner viele Hundeliebhaber. Kein Wunder – denn die niedlichen Schoßhündchen sind die perfekten Familienhunde. Mit ihrem freundlichen und lustigen Wesen sind sie ein echter Sonnenschein für ihre Besitzer. Träumst auch Du schon lange von einem solchen tierischen Begleiter? Dann kannst Du in diesem Rasseportrait alle wichtigen Infos zur Rasse nachlesen. Selbstverständlich kannst Du Dich im Anschluss in unserem Tiermarkt umsehen und einen passenden Vierbeiner für Dich finden.

Geschichte der Hunderasse

Die kleinen Vierbeiner stammen aus Russland. Dort wurden sie gezielt in den 1950er Jahren gezüchtet, da der Wunsch nach einer internationalen Zwerghunderasse aufkam. Denn immer mehr Menschen wollten einen kleinen Begleithund. Der Import von Tieren aus dem Ausland war jedoch unter dem Sowjet-Regime schwierig. Deshalb entstand der Bolonka Zewtna – eine Kreuzung aus Rassen wie Pekinesen, Shut Tzu, Bologneser und Lhasa Apso. Im Jahr 1966 wurde dann schließlich der erste offizielle Rassestandard vorgestellt.

Steckbrief: Alles Wichtige im Überblick

  • Name. Bolonka Zwenta
  • FCI Gruppe: Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde)
  • Gewicht: 2 bis 4 Kilogramm
  • Größe: Hündin: bis 23 Zentimeter, Rüde: bis 25 Zentimeter
  • Charakter: Ruhig, fröhlich, verspielt, neugierig, liebevoll
  • Lebenserwartung: 13 bis 16 Jahre
  • Funktion: Anfängerhund, Familienhund
  • Auslauf: Braucht täglichen Auslauf, ist dabei sehr anpassungsfähig
  • Haltung: Für Wohungshaltung geeignet
  • Krankheiten: Ohreninfektionen, Augenerkrankungen
  • Fell: Langes Fell in unterschiedlichen Farbnuancen: Brown und tan, Schwarzzobel, Rot, Schwarz-weiß, Black und tan, Champagner, Creme, Goldfarben
  • Herkunft: Russland

Das macht den kleinen Begleiter aus

Die kleinen Schoßhündchen überzeugen vor allem mit ihrem Äußeren. Sie sind mit einer üppigen Haarpracht ausgestattet, haaren jedoch nicht. Deshalb sind sie ideal für Allergiker geeignet. Das dichte Fell ist glänzend und lockig. Dank der dicken Unterwolle friert der Bolonka Zwetna bei kalten Temperaturen oder Regen nicht. Mit seiner geringen Körpergroße von 20 bis 26 Zentimetern wirkt der Vierbeiner zwar recht zart, ist aber ein sehr robustes Tier.

Die hängenden Ohren, dunklen Knopfaugen und der niedliche Blick verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen. Übersetzt heißt der Name dieser Rasse „buntes Schoßhündchen“. Davon lässt sich bereits auf die Fellfarbe schließen. Denn die kleinen Vierbeiner präsentieren sich in abwechslungsreichen Farben. So sind unterschiedliche Variationen und Kombinationen erlaubt – außer weiß und gescheckt. Kleine Abzeichen an den Pfoten oder auf der Brust sind jedoch kein Problem. Wichtig ist, dass der Weiß-Anteil von 20 Prozent nicht überstiegen wird.

Wesen und Charakter des Bolonka Zwetna

Die kleinen Hunde sind besonders verspielt und lebendig. Trotz ihrer geringen Größe überzeugen sie mit besonderer Ausdauer. Längere Spaziergänge sind für die niedlichen Tiere kein Problem. Denn sie möchten die Welt entdecken und lernen – das vereinfacht auch die Erziehung der Bolonka Zwetna. Zudem passen sich die Fellnasen problemlos den Gewohnheiten ihrer Besitzer an.

Der russische Schoßhund Bolonka Zwetna ist im Osten und Norden Deutschlands beliebt.
Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Wichtig ist vor allem, dass sie als vollwertige Familienmitglieder angesehen werden. Denn sie suchen den ständigen Kontakt zu Menschen, ohne dabei jedoch allzu aufdringlich zu sein. Sind die Tiere gut sozialisiert, kommen sie mit Kindern, fremden Hunden und anderen Haustieren sehr gut zurecht. Die kleinen Schoßhündchen sind außerdem besonders anhängliche Begleiter, die Herrchen oder Frauchen am liebsten überallhin folgen. Lange alleine gelassen zu werden, damit kommen sie in der Regel nur sehr schlecht zurecht.

Pflege und Gesundheit

Damit sich der treue Begleiter rundum wohlfühlt, benötigt er ausreichend Schmuse-Einheiten und tägliche Spaziergänge. Zudem sollte sein Fell regelmäßig gebürstet werden. Etwa alle zwei bis drei Tage reichen aus, dass die Haare des Bolonka Zwetna nicht verfilzen. Dabei sollten außerdem Staub und Schmutzreste entfernt werden.

Wichtig ist auch, Ohren, Augen und Krallen regelmäßig zu kontrollieren sowie zu reinigen. Denn nur so kannst Du Krankheiten und Infektionen rechtzeitig erkennen und behandeln lassen. Besonders genau solltest Du die Zähne Deines tierischen Lieblings unter die Lupe nehmen. Denn Fremdkörper und Zahnstein können starke Zahnschmerzen verursachen. Verfärbungen, entzündetes Zahnfleisch oder schlechter Atem können ein Indiz dafür sein, dass mit Deinem Vierbeiner etwas nicht in Ordnung ist.

Dann solltest Du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Grundsätzlich sind die Tiere jedoch nicht anfällig für Krankheiten. Denn diese Rasse ist trotz ihrer geringen Größe besonders robust. Wie bei vielen anderen Rassehunden, treten auch beim Bolonka Zweta bestimmte Erbkrankheiten auf, die sich aus der Zucht ergeben haben. Zu diesen zählen:

  • Hüftgelenkdysplasie
  • Grüner Star
  • Patella Luxation
  • Progressive Retina-Atrophie

Um diese auszuschließen, sollten Züchter darauf achten, ausschließlich freie Zuchthündinnen und -rüden zu vermehren.

Bolonka Zwetna auf Wiese
Foto: pixabay.com/andpre (Symbolfoto)

So fühlt sich die Hunderasse Bolonka Zwetna rundum wohl

Rennen, spielen und schmusen – das kleine Energiebündel hat ein lebhaftes Temperament und ist sehr ausdauernd. Egal ob Spaziergänge in der Natur, Stöcken holen oder Bälle fangen – ein Bolonka Zwetna tobt sich gerne so richtig aus. Auch bei Hundesportarten wie Clickertrainig oder Agility zeigt er sich geschickt und ist mit voller Begeisterung dabei. Zuhause ist er eher ruhig und genießt es zu Schmusen – denn von Streicheleinheiten kann der Schoßhund nie genug bekommen.

Da er nur einen mittleren Bewegungsdrang hat, kann er problemlos in der Wohnung gehalten werden. Doch etwa zwei Stunden Auslauf pro Tag sind wichtig, damit er ausgeglichen ist. Mit der Erziehung des Bolonka Zwetna sollte bereits im Welpen-Alter begonnen werden. Dann verläuft das Beibringen der wichtigsten Kommandos problemlos. Selbstverständlich kannst Du mit dem kleinen Vierbeiner auch eine Hundeschule aufsuchen.

Darauf solltest Du bei der Ernährung achten:

Damit Dein tierischer Liebling gesund bleibt, ist die richtige Ernährung essentiell. Bei der Auswahl des Futters musst Du Alter, Gewicht und Aktivität Deines Bolonka Zwenta beachten. So benötigen Welpen vor allem Phosphor und Calcium. Erwachsenen Hunden würden zu viele dieser Mineralien hingegen schaden. Im Alter von neun oder zehn Monaten ist Dein treuer Begleiter ausgewachsen und bereit für Adult-Nahrung. Dabei reichen zwei bis drei Mahlzeiten völlig aus. Nach dem Essen sollte Dein Vierbeiner sich erst einmal ausruhen, um verdauen zu können. So vermeidest Du eine Magenverdrehung. Deshalb ist es empfehlenswert, Deinen Liebling erst nach dem Spaziergang zu füttern.

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