HomeRatgeberBlähungen: Ist es schlimm, wenn meine Katze ständig pupst?

Blähungen: Ist es schlimm, wenn meine Katze ständig pupst?

Jeder Katzenhalter kennt sie, kaum einer spricht über die Blähungen seiner Miezen. Dabei ist es ganz normal, dass eine Katze pupst. Doch die tierischen Blähungen sind für Halter und die Samtpfote selbst sehr unangenehm.

Kaum ist er raus, halten wir uns die Nase zu. Denn der Geruch ist tierisch unangenehm – nicht nur bei uns Menschen, sondern auch wenn die Katze pupst. Und das ist keine Seltenheit. Meist haben die Blähungen einen harmlosen Grund – die Nahrung.

Denn: Katzen haben einen Verdauungstrakt, der dem von uns Menschen sehr ähnlich ist. Das heißt: Die Nahrung wandert die Speiseröhre hinunter, dann durch den Magen, Dünndarm und Dickdarm und die Reste werden zum Beispiel als Kot ausgeschieden. Werden gewisse Bestandteile der Nahrung nicht richtig vom Körper verwertet, wird der noch nicht komplett verdaute Nahrungsbrei im Darm von Bakterien zersetzt. Dabei werden Gase produziert – und schon pupst die Katze.

Wenn die Katze pupst, kann es am Futter liegen

Einige Katzen produzieren bei Nass- oder Trockenfutter mehr Gase – oder kommen mit anderen Zutaten nicht zurecht. Und: In minderwertigem Katzenfutter werden häufig Pflanzenteile oder Getreide als Füllstoff benutzt. Auch dass kann dazu führen, dass Deine Katze pupst. Auch eine spezielle Diät kann zu Blähungen führen. Hier hilft bereits eine Umstellung beim Katzenfutter.

Katze frisst Futter aus einem Napf.
Foto: unsplash.com/Felice Wölke (Symbolfoto)

Aber: Nicht nur Futter kann Blähungen, auch Flatulenzen genannt, verursachen. So führt zum Beispiel verschluckte Luft dazu, dass die Katze pupst. Oder Deine Katze hat einen Wurmbefall und deshalb starke Blähungen. In diesem Fall hilft eine Wurmkur. Die muss regelmäßig wiederholt werden, um die Parasiten, die sich im Bauch der Samtpfote ansammeln, gänzlich abzutöten.

Katze auf Parasiten untersuche

Aber es können auch Krankheiten oder Parasitenbefall dahinterstecken. Deshalb gilt grundsätzlich: Bei Blähungen sollte die Ursache abgeklärt werden.

Zum Tierarztbesuch solltest Du dann eine Stuhlprobe der Katze mitbringen. Sie kann auf Parasiten untersucht werden, zum Beispiel auf Spulwürmer, die ebenfalls übermäßiges Gas verursachen können. Das ist ein einfacher und routinemäßiger Test, der jährlich durchgeführt werden kann – vor allem, wenn Deine Katze nach draußen geht. Wenn Deine Katze Darmparasiten hat, kann Dein Tierarzt Medikamente gegen die Eindringlinge verschreiben.

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Probiotika für die Darmbakterien

Wenn Parasiten nicht der Grund für übermäßige Gase sind, könnte Deine Katze auch eine Darmerkrankung haben. In diesem Fall tastet der Tierarzt zum Beispiel den Bauch ab, um mögliche Verhärtungen des Darm festzustellen. Auch Röntgen, Ultraschall, Bluttests oder Biopsien können notwendig werden.

Eine häufige Ursache ist ein Ungleichgewicht der Bakterien im Darm. Das wird oft mit Probiotika korrigiert. Zu den ernsteren Krankheiten gehören Krebs und Entzündungskrankheiten. In diesem Fall treten weitere Symptome auf, zum Beispiel Durchfall, Erbrechen oder Gewichtsverlust.

Katze beim Tierarzt
Foto: pexels.com/Gustavo Fring

Die Katze pupst – so kannst Du vorbeugen

Der beste Weg, um die Blähungen Deiner Katze auf ein Minimum zu reduzieren, ist: hochwertiges Katzenfutter füttern. Dazu solltest Du Ernährungsumstellungen minimieren. Vermeide außerdem laktosehaltige Nahrung wie Milch.

Auch mit Katzengras kannst Du Blähungen vorbeugen. Das Gras reinigt nicht nur den Magen der Tiere, sondern regt auch die Verdauung an und wird von den meisten Katzen sehr gerne gefressen.

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