HomeNewsBison-Angriff in Yellowstone-Nationalpark: Tourist wird aufgespießt

Bison-Angriff in Yellowstone-Nationalpark: Tourist wird aufgespießt

Ein Mann (47) aus Florida ist im Yellowstone-Nationalpark von einem Bison verletzt worden. Er war dem Tier zu nah gekommen und hatte nicht auf den empfohlenen Mindestabstand zu Wildtieren geachtet. Es ist der erste derartige Vorfall in diesem Jahr.

Im Yellowstone-Nationalpark in den USA kam es am 4. Mai zu einem gefährlichen Zwischenfall: Ein Bison hat einen Mann regelrecht aufgespießt, nachdem er sich dem Wildtier genähert hatte. Die Parkverwaltung erinnert eindringlich an die geltenden Sicherheitsabstände.

Der 47-Jährige aus Cape Coral, Florida, erlitt glücklicherweise nur leichte Verletzungen. Dennoch macht der Fall deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn Besucher die Warnhinweise ignorieren – insbesondere bei so kraftvollen Tieren wie dem amerikanischen Bison.

Zu nah, zu neugierig – Bison attackiert Touri

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag gegen 15.15 Uhr in der Region Lake Village, einem beliebten Bereich des Yellowstone-Nationalparks mit Unterkünften und Gastronomie. Dort grasen regelmäßig große Bisonherden. Dem National Park Service (NPS) zufolge näherte sich der Mann dem Tier auf nur wenige Meter Entfernung und wurde daraufhin von dessen Hörnern erfasst.

Sanitäter versorgten den Verletzten noch vor Ort. Das Tier entfernte sich nach dem Angriff zum Glück von selbst. Der Vorfall wird derzeit von den Parkbehörden untersucht. Obwohl es sich um den ersten dokumentierten Bison-Angriff auf einen Menschen im Jahr 2025 handelt, sind solche Vorfälle im Yellowstone-Nationalpark keine absolute Neuheit.

Bison greifen Menschen an

Bereits 2024 kam es dem US-Magazin „People“ zufolge zu zwei teils schweren Angriffen. Ein Mann trat damals provokativ auf ein Tier ein – und wurde anschließend nicht nur verletzt, sondern auch strafrechtlich belangt. Wenige Wochen später erlitt eine 83-jährige Frau lebensgefährliche Verletzungen, nachdem sie einem Bison zu nahe gekommen war.

Bison in der Steppe.
Foto: unsplash.com/Bryce olsen (Symbolfoto)

Bisons gelten als die gefährlichsten Tiere in dem berühmten Nationalpark, obwohl viele Besucher fälschlicherweise ihre friedliche Erscheinung mit Harmlosigkeit verwechseln.

Tatsächlich können die tonnenschweren Tiere schneller sprinten als ein Mensch und sie verteidigen ihr Revier rigoros, wenn sie sich bedrängt fühlen. Der Amerikanische Bison ist das größte an Land lebende Tier Nordamerikas. Laut dem US-Innenministerium können sie bis zu 900 Kilogramm wiegen, zwei Meter Schulterhöhe erreichen, hohe Zäune überspringen und sogar schwimmen.

Sicherheitsabstand zu Wildtieren halten!

Die Parkverwaltung appelliert daher eindringlich an alle Besucher, die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zu respektieren: mindestens rund 25 Meter bei Bisons, Elchen, Hirschen, Schafen, Kojoten und ähnlichen Wildtieren. Mindestens rund 90 Meter bei Raubtieren wie Bären und Wölfen.

Wildtiere können aggressiv werden, wenn man ihnen zu nahekommt, betont der National Park Service. Und wenn Tiere sich Menschen nähern, solle man sich zurückziehen anstatt das Handy zu zücken und für Selfies zu posieren.

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