Mal ehrlich: Vertrauen ist der Grundpfeiler einer jeden guten Beziehung. Und das gilt auch für die zu Deinem Hund. „Kann man sich das nicht einfach mit Leckerlis erschleichen“, fragst Du Dich jetzt? Tatsächlich gibt Dein Hund sein Vertrauen nicht so einfach her.
In der Hinsicht sind die Vierbeiner nämlich cleverer, als Du vermutlich denkst. Zum Beispiel erkennen Hunde einer Studie zufolge, ob sie Menschen vertrauen können oder nicht. Und sie können sogar schlechte Menschen riechen.
Aber zunächst mal: Wie erkennst Du überhaupt, dass Dein Hund Dir vertraut? Natürlich muss sich das gegenseitige Vertrauen erstmal aufbauen. Meist entsteht und wächst es ganz von alleine, indem Du mit Deinem Hund Zeit verbringst, mit ihm spielst, trainierst und schmust. Und: Indem Du ihm zum Beispiel bei Hundebegegnungen souverän zeigst, dass Du ihn beschützt und alles unter Kontrolle hast.
So erkennst Du, dass Dein Hund Dir vertraut
Gute Anzeichen dafür, dass Dein Hund und Du eine enge Bindung haben, sind unter anderem folgende Verhaltensweisen Deines Vierbeiners:
- Er freut sich, Dich zu sehen und sucht Deinen Blickkontakt.
- In Deiner Gesellschaft ist Dein Hund sichtlich entspannt.
- Dein Hund hört und reagiert auf Dich.
- Er sucht Deine Zuneigung.
- Dein Hund wendet sich Dir zu, wenn er unsicher ist.
Besonders deutlich wird die Beziehung zwischen Hund und Halter in stressigen Situationen – zum Beispiel beim Tierarzt. „Ich denke, dass Tierarztbesuche grunsätzlich stressig sind, und bei vielen Hunde, die sich beim Tierarzt gut schlagen, kann man das direkt auf die Beziehung mit ihrem Halter und wie viel Orientierung sie von ihrem Besitzer bekommen zurückführen“, sagt etwa Hundetrainerin Jiovaney Alcaide gegenüber „Buzz Feed“.
Ist Dein Hund zudem abenteuerlustig und neugierig? Kommt er auch in unbekannten Situationen gut zurecht? Dann liegt das wahrscheinlich daran, dass er sich sicher sein kann: Meinem Herrchen oder Frauchen kann ich immer vertrauen. Du bietest Deinem Vierbeiner die Sicherheit, auch Neues, potentiell Einschüchterndes gut zu meistern.

Dein Hund vertraut Dir nicht bedingungslos
So schön es ist, dass Dein Hund Dir sein Vertrauen schenkt – darauf solltest Du Dich nicht ausruhen. Denn durch Dein Verhalten kannst Du sein Vertrauen durchaus verspielen. Wie? Zum Beispiel indem Du seine Bedürfnisse ignorierst. Zwingst Du Deinen Hund zum Beispiel regelmäßig zu Dingen, die er unangenehm findet und nicht tun will? Dann kann das eine echte Belastung für Eure Beziehung sein. Natürlich sind Maßnahmen wie Medical Training und Zähneputzen – an das Du Deinen Hund stetig und am besten von klein auf gewöhnst – wichtig. Ärgere ihn aber nicht absichtlich.
„Das kann dazu führen, dass der Hund sich durch einschüchterndes Verhalten ausdrückt, zum Beispiel durch Bisse oder indem er Dich von sich fern halten will“, erklärt Alcaides Kollegin Taylor Barconey gegenüber „Buzz Feed“. Was Hunde Dir auch krumm nehmen können: Wenn Du ihnen ständig ihre Habseligkeiten wegnimmst. Das kann dazu führen, dass die Vierbeiner zum Beispiel ihre Lieblingsspielzeuge inbrünstig beschützen.

Ein weiterer wichtiger Punkt für eine positive Beziehung ist eine gelungene Kommunikation. Die wird bei unseren Hunden natürlich dadurch erschwert, dass wir mit ihnen nicht einfach sprechen können. Umso wichtiger ist es, dass Du die Körpersprache Deines Vierbeiners deuten kannst und Dich entsprechend verhältst.
So kann Dein Hund Vertrauen zu Dir aufbauen
Um wieder zu besseren Nachrichten zu kommen: Wenn das Vertrauen Deines Hundes angeknackst ist, kannst Du einiges dafür tun, es wieder aufzubauen. Um ganz klein anzufangen, kannst Du Dich dafür erstmal ruhig mit Deinem Hund in einen Raum setzen. Warte darauf, dass er von sich aus Kontakt sucht und zu Dir kommt. Wenn er sich ruhig neben Dich setzt, belohnst Du ihn mit einem Leckerli.
Wenn Du das mehrmals geübt hast, kannst Du langsam andere Dinge mit Deinem Hund unternehmen. Spiele zum Beispiel mit ihm, wenn Du weißt, dass ihm das gefällt. Aber sobald Dein Hund aggressiv wird und Dich beispielsweise anknurrt, solltest Du das Spiel unterbrechen und ihm eine Pause geben. So lernt Dein Hund, dass das Spiel vorbei ist, wenn er sich nochmal so verhält.



