Berner Sennenhund – Anhängliche Schweizer

Über den Berner Sennenhund

Diese flauschig-weiche Rasse ist groß, kraftvoll und selbstbewusst, hat aber ein sehr gutmütiges Wesen. Durch seine geduldige, treue und harmonische Art ist der Berner Senne vor allem als Familienhund beliebt. Die Familie ist für den pelzigen Vierbeiner wie ein Rudel, in dem er aufblüht, wenn er in alle Aktivitäten integriert wird. Im nachfolgenden Rasseporträt erfährst Du, was die von der FCI anerkannte Hunderasse ausmacht. Wenn Du Dich schon für diese entschieden hast, kannst Du übrigens in unserem Tiermarkt einen Berner Sennen kaufen.

 

Allgemeines

FCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde

Sektion 3: Schweizer Sennenhunde

Größe: 63,5 bis 70 Zentimeter (Rüde); 58,5 bis 66 Zentimeter (Hündin)

Gewicht: 38 bis 50 kg (Rüde), 36 bis 48 kg (Hündin)

Farben: Tiefschwarz mit braunrotem Brand, dazu weiße Abzeichen

Lebenserwartung: 6 bis 10 Jahre

Zur Abstammung des Berner Sennenhundes

Wie der Name schon vermuten lässt, liegen die Ursprünge dieser Rasse im Schweizer Kanton Bern. Früher wurde er „Dürrbächler“ genannt. Seinen heutigen Namen bekam er, nachdem er durch eine Hundeschau in Burgdorf 1910 an Popularität gewonnen hatte. Zu damaliger Zeit wurde die Rasse als Wach-, Zug- oder Treibhund gehalten. Treue bzw. eine Affinität zum Halter waren zu dieser Zeit besonders wichtig und zeichnen den Hund auch heute noch aus. Bereits keltische Bauern in der Alpenregion setzten den Berner Sennenhund aufgrund seiner starken Muskulatur und seiner stämmigen Gliedmaßen als Arbeitstier ein. Im 19. Jahrhundert nutzten beispielsweise Händler diese Eigenschaften, indem sie den Berner Sennen vor einen Hunde-Karren spannten.

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Das macht die Hunderasse aus

Das Wesen des Berner Sennenhunds ist sehr ausgeglichen. Er ist folgsam und wird Dir nicht mehr von der Seite weichen, wenn Du erst einmal sein Vertrauen gewonnen hast. Das ist in den meisten Fällen wörtlich gemeint – der Schweizer Berner Senne möchte das menschliche Rudel nämlich gerne überallhin begleiten. Er liebt Kinder sowie Erwachsene und hat häufig ein starkes Bedürfnis nach Nähe. Im Kontakt mit Menschen zeigt er sein Temperament, denn er braucht viele Spiel- und Kuscheleinheiten. Am besten bringst Du dem Vierbeiner also frühzeitig bei, auch einmal einige Zeit lang allein zu verbringen. Der Berner Sennenhund hat einen gutmütigen loyalen Charakter, sodass er sehr gut in Familien passt. Du kannst ihn leicht erziehen, musst dabei aber sehr konsequent sein.

Typisch für ihn ist, dass er sehr wachsam ist. Es liegt ihm im Blut, Besucher sofort zu melden. Allerdings begrüßt er diese Neuankömmlinge in der Regel sehr friedlich. Sein ausgeprägter Spürsinn macht das Tier zu einem zuverlässigen Rettungshund. Das Verhältnis von Widerristhöhe zur Körperlänge beträgt bei diesem Hund etwa 9:10 und die Rute verläuft mindestens bis zum Sprunggelenk. Der Kopf ist kräftig, vorderseitig gewölbt und hat eine kleine Mittelfurche. Ein deutlicher Stop, ein mittellanger Fang sowie hohe, leicht abgerundete Ohren zeichnen seine Erscheinung aus. Ein Berner Sennenhund erreicht ein Alter zwischen sechs und zehn Jahren.

Haltungsbedingungen

Ein Berner Sennenhund fühlt sich in einer Umgebung wohl, die seiner Größe angemessen ist. Eine kleine Wohnung ist weniger geeignet als ein großes Haus mit Garten, in dem er spielen und herumtollen kann.

Beschäftigung

Zwar wirkt der große Hund gemütlich, er braucht aber viel Auslauf. Und das aufgrund des dichten Fells am liebsten bei kühleren Temperaturen. Lange Spaziergänge (auch im Winter) solltest Du unbedingt einplanen. Mit intensiven Hundesportarten, die Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Wendigkeit abverlangen, können jedoch die wenigsten Berner Sennenhunde etwas anfangen. Der Rassehund will geliebt werden, mag regelmäßige Kuscheleinheiten und möchte am liebsten nicht von Deiner Seite weichen. Das solltest Du bei der Haltung beachten und sicherstellen, dass Du genügend Zeit für den Vierbeiner hast.

Pflege

Aufgrund der langen Haare ist der Pflegeaufwand etwas höher als bei anderen Rassen. Das gilt besonders für die Zeit des Fellwechsels, in welcher der Berner Senne stark haart. Für die Fellpflege benutzt Du am besten einen grobgezinkten Kamm. Das Bürsten fördert die Durchblutung und verhindert Verfilzungen. Kontrolliere außerdem Augen, Ohren, Maul und Pfoten regelmäßig auf Auffälligkeiten. Diese ausgiebige Pflege hat neben optischen und gesundheitlichen Aspekten noch einen weiteren Vorteil: Sie stärkt die Verbindung zwischen Dir und Deinem Hund.

Ernährung

Ein Berner Sennenhund braucht aufgrund seiner Größe viel Energie. Sorge am besten für ausgewogene Mahlzeiten, um sein Immunsystem zu stärken.

Wie viel Dein Hund frisst, hängt unter anderem ab von:

Alte und kastrierte Tiere brauchen weniger energiereiches Futter. Ein Berner Sennenhund zählt nicht zu den aktivsten Hunderassen, frisst aber natürlich sehr gerne. Behalte daher sein Gewicht im Auge, ernähre ihn vielseitig und ermögliche ihm immer wieder Bewegungseinheiten.

Leckerlis, die er beim Training oder Gassi gehen bekommt, solltest Du einkalkulieren und die erforderliche Hauptfuttermenge entsprechend reduzieren. Du kannst dem Berner Sennenhund sowohl Trocken- als auch Nassfutter geben, solange es nährstoffreich und arm an Zucker oder ungesunden Zusätzen wie Aromastoffen ist. Welpen und jungen Tieren solltest Du vier bis fünfmal am Tag füttern, ausgewachsene Hunde brauchen seltener Nahrung. Wichtig ist nur, dass sie die Mahlzeiten regelmäßig einnehmen.

Nimm Dir Zeit für Deinen Berner Sennenhund. Wenn er genug Auslauf, Beschäftigung sowie Kuscheleinheiten bekommt, kannst Du Dir sicher sein, dass er Dich vergöttert und Dir jede Menge Liebe zurückgeben wird.

Das musst Du noch über Berner Sennenhunde wissen

Die Rasse ist für Anfänger geeignet. Allerdings ist es ratsam, eine professionelle Hundeschule aufzusuchen. Denn eine konsequente Erziehung ist für das Tier sehr wichtig. Aufgrund des Gewichts und der Größe des Berner Sennenhundes können Krankheiten an den Gelenken auftreten. Typisch ist zum Beispiel eine Hüftgelenks- oder Ellbogendysplasie. Vorbeugen kannst Du mit ausgewogener Ernährung, die auch Fellprobleme, Haarausfall oder Juckreiz verhindern kann. Übergewicht erhöht außerdem das Risiko von Kreislaufproblemen. Eine Hündin kann bis zu acht oder mehr Welpen auf einmal zur Welt bringen. Diese wachsen recht schnell. Geschlechtsreif ist ein Rüde mit etwa zwei Jahren, eine Hündin meist sogar schon vor ihrem ersten Geburtstag, wenn sie zum ersten Mal läufig ist. Ausgewachsen ist ein Berner Sennenhund mit etwa 12 bis 18 Monaten.

 

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