Ein erschütternder Fall von Tierquälerei beschäftigt derzeit Polizei und Tierrechtsorganisationen in Bergisch Gladbach bei Köln: Die Familie entdeckte am Sonntagnachmittag ihren toten Kater Hannes im eigenen Vorgarten. Offenbar wurde das Tier zuvor erdrosselt.
Die grausame Tat ereignete sich im Stadtteil Refrath. Die Halter hatten ihren rot-weißen Kater zuletzt am Samstagvormittag lebendig gesehen. Am Sonntag gegen 14 Uhr dann der Schock: Das Tier hing mit einer Schnur um den Hals an einem Ast im Vorgarten des Hauses.
Kater im Baum aufgehängt
Wie die Polizei berichtet, alarmierten die Halter nach dem Fund umgehend die Einsatzkräfte. Diese rückten zum Fundort in der Menzelstraße aus. Der Verdacht: Der Kater könnte an einem anderen Ort getötet und dann gezielt im Vorgarten der Familie platziert worden sein. Die Besitzer vermuten, dass das zutrauliche Tier möglicherweise angelockt und betäubt wurde, berichtet die Tierrechtsorganisation „Peta“.
Eine auf dem Grundstück vorhandene Videoüberwachung war zum Tatzeitpunkt leider nicht aktiviert. Dementsprechend gibt es bislang noch keinerlei Hinweise auf die Täter. Die Tierrechtler zeigen sich entsetzt über die Brutalität der Tat und wollen dabei helfen, die mutmaßlichen Tierquäler so schnell wie möglich ausfindig zu machen. Denn die Nachbarschaft habe Angst, dass der oder die Täter erneut zuschlagen, berichtet der „Kölner Stadtanzeiger“.
1.000 Euro Belohnung für Hinweise
Um Hinweise auf die Verantwortlichen zu erhalten, setzt die Organisation eine Belohnung von 1.000 Euro aus. Diese soll an Personen gehen, deren Aussagen zur rechtskräftigen Verurteilung des oder der Täter führen. „Wer auch immer den Kater so schwer misshandelt und getötet hat, muss schnellstmöglich gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen zu Schaden kommen“, sagt Lisa Redegeld, Fachreferentin bei „Peta“.

Die Organisation verweist darauf, dass Übergriffe auf Katzen in Deutschland leider keine Einzelfälle seien, täglich würden neue Fälle von Misshandlungen dokumentiert. Die Kriminalpolizei im Rheinisch-Bergischen-Kreis ermittelt nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise zum Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden. Auch „Peta“ nimmt unter 0711 8605910 Hinweise entgegen.



