Über die Bengal
AllgemeinesGröße: Mittelgroß Fell-Länge: Kurzhaarkatze Farben: Braun, Seal Sepia, Snow Gewicht: bis 4,0 Kilogramm (Katze); bis 7,0 Kilogramm (Kater) |
Haltungsempfehlung
Die Haltung der Bengalkatze erfordert viel Platz. Es ist für ausreichend Spiel- und Klettermöglichkeiten zu sorgen, daher ist die Anschaffung eines großen Kratzbaums notwendig. Zudem benötigt die Bengalkatze Freigang oder einen gesicherten Balkon um sich auszutoben. Das soziale Tier sollte mit Artgenossen zusammenleben und nicht lange alleine bleiben. Eine intensive Beschäftigung begünstigt, dass sich die intelligente Samtpfote nicht unterfordert fühlt. Manche Tiere freuen sich außerdem über die Möglichkeit, ihre Liebe zum Wasser auszuleben.
Bei der Bengalkatze handelt es sich um eine sogenannte Hybridkatze. Die Rasse entstand durch die Kreuzung von Hauskatzen und der gleichnamigen Wildkatze und ist auch unter dem Namen Leopardette bekannt. Ihr Erscheinungsbild verrät noch heute die bestehende Verwandtschaft zu ihren wilden Vorfahren.
Im Jahre 1934 wurde die Kreuzung aus Hauskatze und der wildlebenden Bengalkatze (auch Leopardkatze genannt) zum ersten Mal in einem belgischen Wissenschaftsmagazin erwähnt. Da Wildkatzen häufig eine natürliche Immunität gegen die Krankheit FeLV (Felines Leukämievirus) aufweisen, begann man in den 1970er Jahren zu untersuchen, ob sich diese Immunität gezielt züchten ließe.
Die Forschung brachte zwar viele Hybridkatzen hervor, allerdings nicht mit dem konkreten Ziel eine eigene Rasse zu züchten.
Bereits 1963 hatte die Genetikerin Jean Sudgen eine weibliche Asiatische Leopardkatze mit einem Hauskater verpaart. Ziel war die Verbindung des Körperbaus und der Fellzeichnung einer Wildkatze mit dem Charakter einer Hauskatze.
Erst 1972 führte sie diese Zucht mit mehreren Hybriden weiter. Aus diesen Verpaarungen entstand schließlich die beliebte Hauskatzenrasse. Heutzutage wird die Bengalkatze reinerbig gezüchtet. Es werden nur noch Bengalkatzen untereinander verpaart, aber nicht länger, wie bei der Entstehung der Rasse, andere Rassen (beispielsweise Abessinier oder American Shorthair) mit eingepaart. Obwohl viele Vereine die Bengalkatze nicht anerkennen, definierte der amerikanische Katzenverein TICA den ersten Rassebestand im Jahre 1986.
Rassespezifische Charakterzüge
Bengalkatzen sind energiegeladene Katzen und bleiben bis ins hohe Alter lebhaft und verspielt. Sie klettern und springen gerne. Die Verwandte der Wildkatze hat sich einen Teil ihres wilden Erbes bewahrt und die damit verbundene Liebe zum Wasser. Sie ist eine ausgezeichnete Jägerin und ein temperamentvolles, unerschrockenes Tier. Diese Unerschrockenheit kann im Freigang zu Problemen führen, da die Bengalkatze zu territorialem Verhalten neigen kann. Wie beispielsweise auch die Balinese ist sie für ihre Kommunikativität bekannt und teilt sich ihren Menschen mit ihrer außergewöhnlichen Stimme lautstark mit.
Haltung und Pflege
Die verspielten Bengalen benötigen viel Beschäftigung, da sie sonst Verhaltensstörungen entwickeln können. Da die Bengalkatze zusätzlich einen hohen Bewegungsdrang hat, sind viel Platz und verschiedene Klettermöglichkeiten unverzichtbar. Ein großer Kratzbaum ist dafür ideal. Zudem ist für ausreichend Abwechslung zu sorgen, ein gesicherter Balkon oder ein Garten sind bei der Haltung dieser Rasse deshalb von Vorteil. Geistige Beschäftigung lastet die Samtpoften zusätzlich aus. Ideal geeignet sind dafür Intelligenzspielzeuge, wie zum Beispiel ein selbstgemachtes Fummelbrett oder Clicker- und Tricktraining.
Die Bengalkatze ist ein soziales Tier und mit anderen Katzenrassen in der Regel gut verträglich. Zu dominant sollten die Artgenossen jedoch nicht sein, denn die selbstbewusste Samtpfote weiß genau, was sie will. Bedingt durch ihr kurzes Fell zählt die Bengalkatze nicht zu den pflegeintensiven Katzenrassen, sollte aber dennoch gelegentlich gebürstet werden.



