HomeHundeBekommt mein Hund Alzheimer? Das sind die Anzeichen

Bekommt mein Hund Alzheimer? Das sind die Anzeichen

Ja, auch Hunde können im Alter dement werden. Experten sprechen dann vom Kognitiven Dysfunktionssyndrom. Woran erkennst Du Alzheimer beim Hund? Und wie kannst Du Deinem Hund bei dieser Erkrankung helfen? DeineTierwelt hat die Antworten.

Ähnlich wie bei uns Menschen kann bei Hunden im Alter ein fortschreitender Abbauprozess im Hirn stattfinden, vergleichbar mit Alzheimer. Das hat oft zur Folge, dass sich die Laune und das Verhalten Deines Vierbeiners ändern kann: Hunde mit Altersdemenz sind weniger wachsam und reagieren kaum noch auf äußere Reize.

In welchem Alter das passiert ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Während einige Hunde schon mit sieben Jahren Alzheimer-Anzeichen zeigen, tritt das bei anderen erst später auf. 50 Prozent der Hunde ab elf Jahre zeigen klinische Anzeichen von Alzheimer, ab einem Alter von 15 Jahren sind es knapp 70 Prozent.

Wie genau sich die Verhaltensänderungen bei Deinem Hund zeigen können? Das sind fünf mögliche Symptome von Alzheimer beim Hund:

  • Orientierungslosigkeit: zielloses Herumstromern, Starren, Gleichgewichtsprobleme
  • Gereiztheit, Aggression oder Rückzug: generell Veränderungen in der Interaktion mit Familienmitgliedern oder anderen Tieren
  • Schlafprobleme: schläft nicht mehr nachts, wacht ständig auf, ist ruhelos
  • nicht mehr Stubenrein
  • andere Anzeichen: Hund ist aufgedrehter, ängstlicher oder verhält sich in gewohnten Situationen anders als sonst, zum Beispiel begrüßt er Dich nicht mehr

Dabei sei es aber wichtig zu betonen, dass Alzheimer bei Hunden im Ausschlussverfahren festgestellt wird, erklärt Tierärztin Dr. Karen Becker auf ihrem Blog „Healthy Pets“. Denn diese Verhaltensänderungen können auch auf ernste Krankheiten hindeuten – darunter Schmerzen, Muskel-, Herzkreislauf- oder Verdauungsprobleme.

Deshalb ist es wichtig, dass der Tierarzt zunächst mögliche Krankheiten ausschließt, bevor beim Hund Alzheimer diagnostiziert wird.

So kannst Du einem Hund mit Alzheimer helfen

Bemerkst Du, dass bei Deinem Hund die Gedächtnisleistung langsam nachlässt? Trotzdem solltest Du ihm weiterhin genügend Möglichkeiten zum Auspowern, Umgang mit anderen Hunden und für mentale Herausforderungen bieten. Natürlich alles etwas gemäßigter als bei jungen Hunden. Anstatt einer großen Runde kannst Du zum Beispiel über den Tag verteilt mehrere kürzere Runden mit Deinem Hund Gassi gehen.

Nach wie vor sollte Dein Hund auch im Alter regelmäßig zur Routineuntersuchung beim Tierarzt. Vielleicht sogar in kürzeren Abständen als bislang. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung, die auf die Bedürfnisse von Hunde-Senioren abgestimmt ist, unterstützt außerdem die mentale Gesundheit.

Und ganz wichtig: Ermögliche Deinem Hund eine besonders stressfreie Umgebung. Eine gleichbleibende, tägliche Routine hilft desorientierten Hunden dabei, sich zurecht zu finden. Versuche immer zur gleichen Zeit aufzustehen, Deinen Hund zu füttern und Gassi zu gehen.

Je mehr Orientierung und Sicherheit Du Deinem Bello schenkst, desto weniger gestresst fühlt er sich. Nachts kannst Du ihn in Deinem Zimmer schlafen lassen – auch das beruhigt Deinen Hund, sodass er hoffentlich besser durchschlafen kann.

 

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