Der Bearded Collie ist ein kinderlieber, fröhlicher und gutmütiger Familienhund mit einem dichten, langen Fell, dass viel Pflege braucht. Als ursprünglicher Hirtenhund ist er ein Freund von viel Bewegung und spannender Herausforderung, die auch im Hundesport ausgelebt werden kann.
Steckbrief
- Herkunft: Großbritannien
- Klassifikation: FCI-Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde
- Größe: Rüden: 53 bis 56 Zentimeter, Hündinnen 51 bis 53 Zentimeter
- Gewicht: 18 bis 27 Kilogramm
- Körperbau: schlank mit kräftigem Körperbau
- Fell und Farbe: Langhaar, schiefergrau, rötlich falbfarben, schwarz, blau
- Charakter: zuverlässig, selbstbewusst, agil, intelligent, gutmütig
- Pflege: zwei- bis dreimal wöchentlich gründlich bürsten, schneiden jedoch nicht nötig
- Gesundheit: in der Regel robust und gesund, möglich ist eine Neigung zu Hüftgelenksdysplasie, Hornhautdystrophie, Ohren- und Nierenprobleme
- Lebenserwartung: 14 bis 15 Jahre
Herkunft und Entwicklung des treuen Treibhundes
Der Bearded Collie wird in seiner Heimat Großbritannien auch liebevoll Beardie genannt. Er stammt von alten Hüte- und Treibhunden ab, die in den schottischen Highlands als Arbeitstiere auf den Farmen gehalten worden. Dort dienten sie den Schäfern vor allem als Hirtenhunde. 1881 wurde der Collie erstmals von Veo Shaw, Tiermaler und Vorstand des „Kennel Clubs“, beschrieben. Schon ab 1897 trat dieser in Hundeshows auf und erfreute sich großer Beliebtheit. Die Hunderasse Bearded Collie wurde nach ihren aktuellen Rassestandards aber erst 1944 entwickelt. Dabei ist der Verwandtschaftsgrad des Bearded Collie zu den Kurzhaar- und Langhaar Collies eher entfernt, während er dem Border Collie wesentlich näher steht.
Rassetypisches Aussehen
Der Bearded Collie sticht sofort durch seine üppige Haarpracht ins Auge, weswegen er auch bärtiger Collie genannt wird. Er besitzt ein langes, fast seidiges, und üppiges Haarkleid. Dieses besteht aus dichter, pelziger Unterwolle und glattem, festen Deckhaar. Das Unterfell schützte den Bearded Collie bei der Arbeit in den windigen Highlands vor Kälte und auch vor dem ein oder anderen Wolfsbiss. Jedoch bedarf es einer guten Pflege, um nicht zu verfilzen.
Bei Feuchtigkeit kann der Hund leicht riechen, weil es etwas dauert, bis auch das Unterfell getrocknet ist. Die Fellfarbe variiert zwischen Schiefergrau, Rötlich, Schwarz, Blau und verschiedenen Schattierungen von Grau, Braun und Sandfarben, teilweise mit oder ohne weiße Partien.
Der Bearded Collie hat einen schlanken, aber athletischen Körperbau und trägt beim Gehen die tief angesetzte Rute niedrig mit einem Aufwärtsschwung zur Spitze. Dabei zeigt er einen geschmeidigen und gleichmäßig fließenden Gang.

Das Wesen des schottischen Hütehundes
Bearded Collies sind sehr liebevolle Hunde mit einem lebhaften Temperament. Schon als kleine Welpen sind sie sehr lernwillig, verspielt und aktiv und gehören nicht zu den leisen Artgenossen, sondern geben gerne auch mal Töne von sich.
Seine Sensibilität, Feinfühligkeit und Gutmütigkeit machen ihn auch zum idealen Familienhund, der gerne mit ihren Kindern spielt. Diese freundlichen Vierbeiner neigen nur bei falscher Haltung zu Aggressivität.
Beardies möchten gefallen und arbeiten gerne mit Herrchen und Frauchen zusammen. Sie sind aufmerksam und wollen gefordert werden. An Familienausflügen erfreut er sich sehr und kann sich auch in der Stadt, Hotel und Restaurant vorbildlich benehmen.
Erziehung und Haltung: Für wen der Hannoversche Schweißhund geeignet ist
Da in dem Bearded Collie ein Arbeitshund steckt, muss er beschäftigt werden, damit er sich wohl fühlen kann. Besteht aber keine Möglichkeit zur Hütearbeit, kann er sehr gut in verschiedene Hundesportarten eingebunden werden. Beardies sind vielfältig einsetzbar. Zum Beispiel:
- als Therapiehund
- in Sportarten wie Dog Dance, Treibball und Agility
- beim Schlittenziehen
Bei Langeweile kann der Bearded Collie nämlich gut zum Kläffer werden oder andere unerwünschte Verhaltensweisen, wie das Zerkauen von Möbelstücken, an den Tag legen.
Für die Haltung ist ein Haus mit Garten ideal, aber kein Muss. Der Bearded Collie kann auch in einer Wohnung in der Stadt gehalten werden, solange er genug Bewegung durch ausgedehnte Spaziergänge kriegt. Eine konsequente Führung und eine gute Bindung an Herrchen und Frauchen hilft, um den Bearded Collie optimal zu erziehen.

Fellpflege und Gesundheit
Der Bearded Collie erfreut sich bei artgerechter Haltung einer robusten Gesundheit. Eine Rassetypische Krankheit kann jedoch, wie bei vielen großen Hunden, unter anderem beim Deutschen Schäferhund, die Hüftgelenksdysplasie (HD) sein. Hierbei handelt es sich um eine erblich bedingten Fehlstellung der Hüftknochen. Auch Augen- und Ohrenkrankheiten wie eine Hornhautdystrophie und Pemphigus foliaceus können in auftreten. Ebenfalls bekannt ist die Nierenkrankheit Morbus Addison. Diese Krankheiten treten zumeist bei Fehlzüchtung auf. Ansonsten erfreut sich der Bearded Collie im Wesentlichen bester Gesundheit.
Aufgrund des dichten langen Haares muss die Fellpflege des Bearded Collie mindestens zweimal wöchentlich erfolgen, wobei er gründlich gebürstet werden soll. Besonders bei jedem Fellwechsel des Bearded Collie solltest Du überschüssiges Haar durch intensives Bürsten rauskämmen. Auch die Augen sollten von Haar befreit werden, da sie sonst die Sicht des Hundes beeinträchtigen und ein mutiges Tier zunehmend ängstlich machen können.
Viele Halter kaufen dafür Haarspangen, die extra für Bearded Collies gefertigt sind. Haareschneiden ist hingegen nicht notwendig. Bezüglich der Hundeernährung sollte auch hier, wie bei allen anderen Rassen, auf eine nährstoffreiche Kost geachtet werden, die einen hohen Proteingehalt in Form von Fleisch als Grundlage beinhaltet.
Obst und Gemüse runden diese Ernährung mit Ballaststoffen ab. Der Getreideanteil sollte hingegen möglichst geringgehalten werden, da Getreide vom Körper schlecht verwertet wird. Ansonsten ist der Bearded Collie jedoch ein anspruchsloser Esser, der im Vergleich zu seiner Größe relativ wenig isst.



