Hast Du ihm diesem cleveren Vierbeiner einmal klar kommuniziert, dass Du der Rudelführer bist, hast Du im Beagle einen treuen Familienhund. Erfahre hier alles über diesen treuen Begleiter mit feiner Spürnase.
Steckbrief
- Herkunft: Großbritannien
- Klassifikation: Jagdhund, Familienhund
- Größe: 33 bis 40 Zentimeter
- Gewicht: 10 bis 18 Kilogramm
- Körperbau: kompakt, robust, mittelgroß
- Fell und Farbe: gefleckt, dreifarbig, zweifarbig mit rotem und weißem, schwarzem und weißem, braunem und weißem, kurzem Fell
- Charakter: freundlich, wachsam, intelligent
- Pflege: pflegeleicht, ab und zu bürsten
- Gesundheit: Hound-Ataxie, Ohrenentzündungen, kaum rassebedingte Krankheiten
- Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
Über Herkunft und Entwicklung des Beagles
Diese Hunderasse blickt auf eine lange Geschichte zurück. In der Tat stammen die Vorfahren des Beagles aus Griechenland, wurden dann nach Italien, Frankreich und schließlich nach Großbritannien gebracht. In Südfrankreich fielen sie den Briten während des Hundertjährigen Kriegs aufgrund ihres exzellenten Geruchssinns und ihres ausgeprägten Jagdsinns auf. Daraufhin importierten die Briten die Rasse unter dem Namen Southern Hounds – schließlich sieht der Beagle wie die Mini-Version des Foxhounds aus.
Erst ab dem Jahre 1515 taucht die Bezeichnung „Beagle“ zum ersten Mal auf – in einem Haushaltsbuch von Heinrich VIII. Etwa ein Jahrhundert später werden die Beagle als Jagdhunderasse bezeichnet, 1890 werden die fröhlichen Vierbeiner dann als eigene Rasse anerkannt.
Rassentypisches Aussehen
Der Beagle zählt mit einer Größe von 33 bis maximal 40 Zentimetern zu den kleinen bis mittelgroßen Hunderassen. Ein besonderes Merkmal sind die herabhängenden Ohren sowie die großen, braunen Augen. Eingerahmt sind Letztere von roten, schwarzen oder braunen Platten. Diese zieren den gesamten Körper, weswegen jeder Beagle einzigartig ist.
Charakteristisch sind auch der kompakte Körperbau, die muskulösen Beine und ausgeprägten Pfoten. Genau wie das Maul ist auch die Rutenspitze weiß. Das ist vor allem bei der Jagd von Vorteil: Beagles tragen ihre Rute dann aufgerichtet, wodurch sie zu jeder Zeit gut sichtbar waren.
Zum Wesen des Beagles
Der Beagle wird immer noch als „Meutehund“ bezeichnet. Demnach blüht die fröhliche Hunderasse in klaren Hierarchien auf. Das liegt in seinem ausgeprägten Rudelverhalten begründet, weswegen er die Gesellschaft vertrauter Menschen oder anderer Artgenossen genießt. Dennoch ist und bleibt der Beagle ein Jagdhund, weswegen er für Anfänger nicht geeignet ist.
Die aufgeweckte Hunderasse frisst gerne alles, was ihr in den Weg kommt, und zeichnet sich durch ihren immer noch starken Jagdtrieb aus. Als zukünftiges Herrchen oder Frauchen solltest Du den kleinen Rebellen immer gut im Griff haben – vor allem, weil der Beagle aufgrund seiner überdurchschnittlichen Intelligenz seinen eigenen Kopf hat. Nichtsdestotrotz ist der Beagle dank seiner aufgeschlossenen Art und Umgänglichkeit ein idealer Familienhund.
Insgesamt lässt sich der Charakter des Beagles mit Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Spielbereitschaft und Selbstständigkeit beschreiben.

Das solltest Du wissen, wenn Du einen Beagle halten willst
Dank seiner kompakten Größe kann der Beagle auch in einer Wohnung gehalten werden. Dennoch ist ein Haus mit großem Garten dem vorzuziehen. Schließlich lieben Beagle es, neue Gegenden zu erkunden, zu erschnüffeln und brauchen viel Bewegung. Beagle sind ausdauernde Laufhunde, weswegen lange Spaziergänge und ungewohntes Terrain für die Spürnasen perfekt sind.
Bei der Erziehung und Haltung des Beagles ist es unerlässlich, dass er auf die wichtigsten Kommandos hört und zu Dir zurückkehrt, wenn Du ihn rufst. Denn: Hat er einmal eine Fährte oder die Nachbarskatze entdeckt, lässt er nahezu nichts unversucht, um ihr nachzugehen. Bei der Erziehung von Beagle-Welpen ist es wichtig, dass Du Dich bereits zu Beginn als Rudelführer etablierst und positive Verhaltensweisen mithilfe von Snacks verfestigst.
Der Beagle: Eine ausdauernde Spürnase
Der Beagle hasst Langeweile. Diese lässt sich vermeiden, indem Du Deinen kleinen Vierbeiner mit Suchspielen oder langen Ausflügen auf Trab hältst. Beispielsweise, indem Du im Garten oder in Deiner Wohnung einige Snacks versteckst, lange Spaziergänge und Apportierspiele einplanst. Auch Hundesportarten wie Flyball, Dogdancing oder Agilitäts-Trainings sind geeignet, um Deinen Liebling fit zu halten.
Unkomplizierte Pflege
Der Beagle gilt als pflegeleichter Hund. Sein dichtes Fell musst Du nur ab und zu bürsten. Einzige potenzielle Schwachstelle: Die Ohren. Seine Schlappohren solltest Du regelmäßig kontrollieren, reinigen und auf Parasiten untersuchen.
Gesundheit: Bewegung ist das A und O
Beim Beagle liegt die Lebenserwartung bei zwölf bis 15 Jahren. Rassebedingte Beagle-Krankheiten sind nicht bekannt, bei manchen Beagle kann eine Hound-Ataxie auftreten. Achtest Du sonst auf eine artgerechte Ernährung und die richtige Futtermenge, verhinderst Du eine Adipositas-Erkrankung. Übergewicht kann die Gesundheit des Beagles negativ beeinflussen, weshalb energiearme Kost und ausreichend Bewegung das A und O sind. Darauf solltest Du insbesondere deshalb achten, da der Beagle für seinen unersättlichen Appetit bekannt ist!

Artgerechte Ernährung und viel Auslauf
Beim Beagle solltest Du auf nährstoffreiche, jedoch energiearme Ernährung setzen. Mit diesem Futter kann Dein Vierbeiner sein volles Leistungspotenzial ausschöpfen – übertreiben solltest Du es allerdings nicht. Achte auf die richtige Futtermenge und anschließenden Auslauf. Denn: Beagle fressen gerne und viel, weswegen sie zu Übergewicht neigen. Sie sollten maximal 18 Kilogramm wiegen und eine schlanke Linie beibehalten.
Beagle zählen zu den beliebtesten Hunderassen – und das nicht ohne Grund. Der Beagle Hund ist ein umgänglicher Zeitgenosse, der als wachsam, freundlich und treu gilt. Das sind nur einige wenige Gründe, weshalb der Beagle bei konsequenter Erziehung ein perfekter Familienhund ist!



