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Der Barockpinto

Du suchst ein gut aussehendes und dabei ausgeglichenes und freundliches Großpferd zum Reiten. Dressurreiten, Voltigieren oder zum Vorspannen an Deine Kutsche? Dann könnte ein Vertreter der ebenso beeindruckenden wie vielseitigen Rasse der Barockpintos genau das richtige Pferd für Dich sein. Informiere Dich doch einfach bei DeineTierwelt über die diese und viele andere schöne und liebenswerte Großpferderassen.

Herkunft und Geschichte des Barockpintos

Der Barockpinto ist eine relativ junge, aus Friesland stammende Großpferderasse, die durch die Verpaarung einer Friesenstute mit einem Altgelderländer-Schecken entstanden ist. Wie alle anderen Pintos (das aus dem Spanischen stammende Wort „pinto“ bedeutet dort so viel wie „bemalt, gescheckt“) steht auch die Rasse Barockpinto für gescheckte, also „bunte“ Pferde. Bezieht sich der Namensteil „Pinto“ auf die meist schwarz-weiße Zeichnung dieser Pferderasse, so steht der andere Namensteil „Barock“ für deren kräftigen und damit „barocken“ Körperbau. Auch wenn der erste Barockpinto-Hengst, mit dem diese neue Rasse begründet wurde, das Licht der Welt in Friesland erblickte, fand schon dieser erste Hengst wegen seiner großen Schönheit vor allem in den Niederlanden viele Bewunderer. Und so ist diese wunderschöne, vielseitige und ausgeglichene Pferderasse heute weit über die Grenzen Frieslands hinaus beliebt.

Der Barockpinto: Wissenswerte Infos zur Rasse

Charakter:

Der Barockpinto hat in der Regel ein ausgeglichenes und freundliches Wesen, was ihn neben seiner Gelehrigkeit, seiner Zuverlässigkeit sowie seines insgesamt recht unproblematischen Wesens zu einem beliebten Reitpferd für Jung und Alt, aber auch zu einem idealen Dressur-Pferd (z. Bsp. für die Hohe Schule) macht. Aber auch als Kutschpferd macht diese kräftige Rasse eine gute Figur.

Zuchtmerkmale und Erscheinungsbild:
Wichtigstes Zuchtmerkmal für einen Barockpinto ist die Größe und Verteilung seiner Flecken, denn für jedes Pferd aus der Familie der Pintos gilt: hat ein solches Pferd nur eine einzige Fellstelle mit von der Grundfarbe abweichender Färbung, so muss dieser Fleck eine Größe von mindestens 500 cm² Größe haben, damit das Tier als Pinto anerkannt wird. Auch wenn die gewünschte Fellfärbung somit schwarzbunt ist, werden dennoch auch rein schwarze Tiere in das Stammbuch aufgenommen, sofern diese mindestens an zwei Stellen des Fells eine weiße Färbung mit einem Durchmesser von mindestens zehn Zentimetern aufweisen.
Der Barockpinto ist ein Warmblüter aus dem Typ der Friesenpferde und hat daher einen kräftigen, quadratischen Körperbau. Der Rücken eines Barockpintos soll kurz sein , seine Brust breit und muskulös und die Kruppe gut abgerundet. Wie für Barockpferderassen typisch, verfügt auch der Barockpinto über einen kräftigen und doch edlen Kopf, den er hoch trägt und einen ebenso kräftigen und gut bemuskelten Hals. Außerdem haben Barockpintos zumeist eine üppige Behaarung sowohl in der Mähne und im Schweif als auch an den Köten.

Größe:
Das Stockmaß eines Barockpintos liegt in der Regel – u. a. abhängig vom Geschlecht des Pferdes – bei zwischen 1,50 m und 1,65 m.

Lebenserwartung:
Die Lebenserwartung eines Barockpintos hängt natürlich – wie bei allen Pferden und auch anderen Tieren – von den Haltungsbedingungen des Tieres und den Belastungen, denen es in seinem Leben ausgesetzt war, ab. Deshalb können wir Dir hier nur ein paar Daten zum Alter in die Jahre gekommener Großpferde an die Hand geben:
Das Alter eines Großpferdes von 25 Jahren entspricht einem Menschenalter von 75 Jahren, ein Pferd von 30 Jahren ist vergleichbar mit einem Menschen von 87 Jahren und ein 35 Jahre altes Pferd entspricht in etwa einem 100 jährigen Menschen.

Was kostet ein Barockpinto?

Auch das lässt sich nicht eindeutig festlegen, denn der Preis eines Pferdes hängt natürlich stark von dessen Alter und Gesundheitszustand ab und auch davon, für was man das Tier braucht, also z. Bsp. ob man mit ihm züchten möchte – und der zukünftige Barockpinto Deckhengst/die zukünftige Barockpinto Deckstute durchaus auch ein prämiertes Pferd sein darf – oder ob es nur zu Freizeitzwecken eingesetzt werden soll und deshalb nicht unbedingt ein Champion sein muss. Aber für etwa 2000 solltest Du schon ein vernünftiges Barockpinto-Fohlen bekommen und ein Tier im Alter von 1 bis 10 Jahren ist für zwischen 2000 und 5000 € zu haben.

Darauf solltest du bei der Anschaffung achten

Natürlich sollte der Kauf eines Pferdes – wie der Kauf eines jeden anderen Tiers auch – vorher gut überlegt werden. Dabei solltest Du Dich zum Beispiel fragen, ob Du genug Zeit und Geld hast um für ein Pferd sorgen zu können. Denn wenn Du keine Weide nebst Stall zur Verfügung hast, brauchst Du wahrscheinlich einen Unterstellplatz für Dein Tier, der natürlich jeden Monat eine gewisse Miete kostet. Dazu kommen noch die Ausgaben für Futter und die tierärztliche Versorgung des Pferdes. Und natürlich kostet dies alles nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit.

Hast Du Dich trotz all dieser Faktoren entschlossen, Dir ein Pferd – oder in diesem Fall einen Barockpinto – zuzulegen, solltest Du als erstes darauf achten, dass die Chemie zwischen Dir und dem gewählten Pferd stimmt, denn nur dann ist es möglich, eine schöne und wenn möglich lebenslange Freundschaft aufzubauen. Außerdem solltest Du die Entscheidung für Deinen eigenen Barockpinto auch von Deiner Reiterfahrung abhängig machen und Dir als Reitanfänger ein eher ruhiges und gutmütiges Pferd zulegen.
Des Weiteren solltest Du beim Kauf Deines tierischen Freundes, egal ob bei einem Barockpinto Züchter oder einem privaten Vorbesitzer, darauf achten, wie das Tier und eventuell vorhandene weitere Pferde dort gehalten werden. Steht das Pferd Deiner Wahl gut im Futter, so dass man die Rippen zwar nicht sieht, wohl aber fühlt? Außerdem sollte der Rücken des Pferdes nicht durchhängen oder knochig sein, sondern kräftig und schön geformt; auch die Beine sollten kräftig sein und keine Schwellungen oder Verdickungen an den Gelenken aufweisen. Und auch wenn nur Fachleute wirklich in der Lage sind, vom Gebiss eines Pferdes auf dessen Alter zu schließen, sollte auch das Gebiss des Tieres einen guten Eindruck machen. Der nächste Punkt auf Deiner Checkliste sollte sein, wie sich das in Frage kommende Tier verhält, also ob es ruhig und ausgeglichen oder eher nervös und angespannt wirkt. Versuche ruhig, das entsprechende Tier einmal zu satteln, um sein Verhalten dabei festzustellen. Außerdem sollte ein vertrauenswürdiger Züchter oder Vorbesitzer auch nichts gegen einen Proberitt haben, wobei Du aber diesem den Vortritt lassen solltest, um erst einmal zu sehen wie sich das Tier unter dem ihm bekannten Reiter macht .
Und schließlich empfiehlt es sich vor dem Kauf eines Pferdes immer, dieses durch einen Tierarzt durchchecken zu lassen, um sicher zu gehen, dass mit dem gewählten Tier alles in Ordnung ist.

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