HomePodcastAnika Landsteiner: „Ich wollte einen Hund retten, der kein schönes Leben hat“

Anika Landsteiner: „Ich wollte einen Hund retten, der kein schönes Leben hat“

Einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren? Diese Entscheidung stößt oft auf Vorurteile. Warum Tierschutzhunde nicht automatisch Problemhunde sind, und wie ihre eigene adoptierte Hündin Franny ihr Leben bereichert – darüber haben wir mit Autorin und Podcasterin Anika Landsteiner gesprochen.

Für Anika Landsteiner war es ein langersehnter Wunsch, einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren. Doch der Weg dorthin war nicht ganz einfach. Es gab Momente, in denen sie beinahe aufgeben wollte. Dann kreuzte Hündin Franny ihren Weg – und es war Liebe auf den ersten Blick. Im DeineTierwelt-Podcast „Pet-Talks: Hund“ teilt Anika ihre Geschichte und erklärt, warum sich der mühsame Prozess der Adoption mehr als gelohnt hat.

Wer einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren möchte, stellt schnell fest: Die Suche ist nicht ganz einfach. Denn schließlich muss die Fellnase langfristig zu Dir und Deinem Leben passen. Dabei hängt die Dauer des Adoptionsprozesses für Hunde von mehreren Faktoren ab. Ein Grund: Tierschutzorganisationen und Tierheime möchten sicherstellen, dass die Vierbeiner in geeignete und liebevolle Familien kommen. Dies erfordert oft eine sorgfältige Prüfung der potenziellen Adoptiveltern, einschließlich eines Bewerbungsprozesses.

Warum dauert die Adoption von Tierschutz-Hunden oft so lang?

Darüber hinaus kann die Verfügbarkeit von Hunden zur Adoption variieren. Manchmal gibt es eine große Nachfrage nach bestimmten Hunderassen, während andere Hunde länger auf ein Zuhause warten müssen. Dies kann dazu führen, dass sich die Wartezeit für potenzielle Adoptanten verlängert.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Gesundheit und das Verhalten des Hundes. Tierschutzorganisationen prüfen vor der Vermittlung, ob die Hunde gesund sind und über ein angemessenes Verhalten verfügen. Das heißt: Die Hunde werden tierärztlich untersucht und geimpft, möglicherweise arbeiten die Tierschützer auch schon an Verhaltensproblemen, bevor das Tier in die Vermittlung kommt.

„Mir war immer klar: Ich will adoptieren“

Darüber hinaus kann die Verfügbarkeit von Hunden zur Adoption variieren. Manchmal gibt es eine große Nachfrage nach bestimmten Hunderassen, während andere Hunde länger auf ein Zuhause warten müssen. Dies kann dazu führen, dass sich die Wartezeit für potenzielle Hundeeltern verlängert.

Auch für Anika Landsteiner war der Prozess nicht einfach, aber sie hatte ein klares Ziel vor Augen: „Mir war immer klar: Ich will adoptieren. Und dann habe ich angefangen, wie verrückt zu suchen. Ich hab mich überall registriert, habe alles durchgeguckt, war auf allen Newslettern und habe festgestellt, dass ein Hund zu adoptieren sehr lange dauern kann und sehr kompliziert ist. Ich hab es zwischendurch aufgegeben und eines Tages habe ich auf ein Forum geklickt. Dann hatte ich diesen kleinen Glücksmoment, dass in genau dem Moment die Seite aktualisiert wurde und Franny ganz oben war“, erzählt sie im Interview mit DeineTierwelt.

Autorin Anika Landsteiner und ihr Tierschutzhund Franny.
Foto: privat

Ein Tierschutzhund zieht ein – und mit ihm Herausforderungen

Ob vom Tierschutz oder vom Züchter – ein Hund muss behutsam an seine neue Umgebung gewöhnt werden und alles um sich herum kennenlernen. Auch Anika Landsteiner musste in der Anfangszeit mit einem Welpen einige Herausforderungen meistern.

„Ich habe den ganzen Prozess unterschätzt, einen Welpen stubenrein zu bekommen und einen Hund zu trainieren, der wie sie wahnsinnig aktiv und schlau ist. Man weiß vorher nie, welchen Charakter man bekommt. Das alleine zu machen und finanziell zu stemmen war eine große Herausforderung für mich.“

Vorurteile gegenüber Tierschutzhunden

Hinzu kommt: Für ihre Entscheidung, einen Tierschutzhund aufzunehmen, ernten viele immer wieder auch Unverständnis – oder sogar Kritik. Ein gängiges Vorurteil ist beispielsweise die Annahme, dass in Tierheimen oder Tierschutzorganisationen nur traumatisierte Hunde zu finden sind. Doch die Realität sieht anders aus: Während einige Tierschutzhunde eine schwierige Vergangenheit haben mögen, wurden viele liebevoll und gut versorgt, bevor sie ins Tierheim kamen. Die Gründe für die Abgabe eines Hundes sind vielfältig und nicht immer auf Misshandlung oder Vernachlässigung zurückzuführen.

Diese Erfahrung hat Anika Landsteiner nicht gemacht: „Dadurch, dass ich am Waldrand wohne, treffe ich auf viele Hundebesitzer und kann sagen, dass das ein total ausgewogenes Miteinander ist. Viele Hunde kommen vom Züchter, sehr viele aus dem Tierschutz und da werden keine Fragen gestellt, im Gegenteil“, schildert Anika Landsteiner ihre Erfahrungen. „Ich habe eher das Gefühl, dass Menschen, die einen Hund vom Züchter haben, sich ein wenig schämen uns gegenüber.“

Sie kennt aber auch ein weiteres Vorurteil: „dass Hunde von der Straße kommen und man nie weiß, was man kriegt“. Das komme aber immer auf das Alter des Tiers an. „Ich habe Franny als Welpe adoptiert. Ich spreche mich total dafür aus, auch Hunde zu adoptieren, die etwas älter sind. Aber das ist im Endeffekt nichts anderes, als vom Züchter zu kaufen.“

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Warum sich Anika Landsteiner für einen Tierschutzhund entschieden hat? „Für mich war das eine klare Entscheidung, dass ich ganz bewusst einen Hund retten möchte, der so kein schönes Leben hat.“ Sie sagt aber auch: „Ich glaube grundsätzlich, dass der richtige Hund zu einem kommt.“ Das könne dann auch ein Hund vom Züchter oder vom Bauernhof, wo es einen ungeplanten Wurf gab, sein.

Eine Tieradoption sollte immer gut überlegt sein

Wenn es um den Entschluss geht, einen Hund zu adoptieren, hat die Hundemama klare Ratschläge für Familien parat: „Ich würde auf jeden Fall auf dieser Überlegung herumsitzen“, betont sie nachdrücklich. Denn sie ist der Meinung: Ist das Haustier einmal eingezogen, sollte es nicht leichtfertig wieder ins Tierheim gehen. „Das ist ein Lebewesen und es sollte niemals wieder weggegeben werden“

Darüber hinaus rät Anika Landsteiner potenziellen Adoptiveltern, sich ausgiebig mit dem Thema auseinandersetzen: „Man sollte in ein ‚Rabbithole‘ tauchen, sich lange damit auseinandersetzen, von wo man adoptiert und es ernst nehmen, dass der Hund theoretisch gesund und verhaltensunauffällig ist, es kann aber auch sein, dass sich später Dinge zeigen, wie von einem Trauma, das nochmal ausgelöst wird.“ Man solle sich bewusst sein, dass jeder Hund eine eigene Geschichte mitbringt.

Wenn Du mehr über Anika Landsteiners Leben mit Tierschutzhündin Franny erfahren möchtest, dann höre Dir jetzt das komplette Podcast-Interview an. Viel Spaß beim Zuhören!

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