Alte Vierbeiner fordern, aber nicht überfordern
Ist das Alter Deines Hundes zunehmend spürbar? Dann solltest Du möglicherweise einige Gewohnheiten anpassen: Plane zum Beispiel mehr Ruhepausen beim Gassi gehen ein oder gehe kürzer, dafür aber öfter mit dem Tier nach draußen. Besonders wenn es seine Blase zunehmend schlechter kontrollieren kann, ist Letzteres empfehlenswert.
Denke außerdem über Hundesportangebote für Senioren nach: Dadurch bleiben Dein Liebling und seine Gelenke in Bewegung – er soll schließlich nicht einrosten. Allerdings solltest Du das vorher mit einem Tierarzt abklären. Intelligenzspielzeug als Zubehör für Deinen Hundesenior ist ebenfalls sinnvoll. Gib ihm Such- oder Denkaufgaben, um ihn geistig fit zu halten.

Geeignetes Futter für Hundesenioren
Mit fortschreitendem Alter ändert sich der Stoffwechsel Deines Vierbeiners, sodass er Gewicht zulegt oder abnimmt. Zudem ist er meist etwas weniger aktiv, sodass er weniger Energie benötigt. Hochwertiges Senior-Hundefutter sollte daher folgende Eigenschaften mitbringen:
- Leicht verdaulich
- Ausgewogene Zusammensetzung der Zutaten
- Individuell auf die veränderten Bewegungsgewohnheiten abgestimmt
- Altersgerechter Mineralstoff-, Vitamin- und Proteingehalt
Zudem kann Ergänzungsfuttermittel für Hunde die Gesundheit älterer Tiere unterstützen – es fördert das Immunsystem und verhilft Deinem Liebling zu mehr Vitalität.
Allerdings solltest Du darauf achten, ein Ergänzungspräparat speziell für Hundesenioren zu kaufen. Schließlich unterscheiden sich seine Bedürfnisse von denen junger Welpen oder erwachsener Tiere.

Dem Alter ist es außerdem zuzuschreiben, dass die Zahngesundheit vieler Hunde leidet. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Du Dich um das Gebiss Deines Lieblings kümmerst. Deshalb überlege Dir, eine Zahnbürste, Zahnpaste oder auch Hundefutter mit Zahnsteinprophylaxe zu besorgen.
Tragehilfe
Während einige Gurte für die Vorder- oder Hinterläufe gedacht sind, werden andere im Brust- oder Bauchbereich angebracht – das hängt von den Bedürfnissen des Hundes ab.
Achte in jedem Fall darauf, dass die Tragehilfe weich gepolstert ist. Sie sollte gut sitzen und nicht einschneiden. Wichtig ist außerdem zu wissen, dass sie nicht dafür gedacht ist, das Tier komplett zu tragen. Vielmehr unterstützt Du das Tier mit einer Tragehilfe beim Laufen und entlastest es.
Orthopädisches Hundebett
Spätestens wenn Dein Vierbeiner ein fortgeschrittenes Alter erreicht hat, kann sich die Anschaffung eines orthopädischen Hundebetts lohnen – schließlich kann eine korrekte Liegeposition Schmerzen vorbeugen. Es gibt auch Modelle, die mit Memory Foam gefüllt sind: Dieses Material passt sich dem Körper, Gewicht und der Temperatur an. Dadurch schont das orthopädische Hundebett die Gelenke und entlastet die Wirbelsäule.
Windeln für den Hund
Hundesenioren bauen mit der Zeit Muskelmasse ab – und das kann auch den Schließmuskel betreffen. Die Folge: Inkontinenz. Schmerzen oder Demenz können diese ebenfalls bedingen.
Es gibt zwar Möglichkeiten, das zu therapieren – meist kommst Du bei Blasenschwäche allerdings nicht um Hundewindeln herum. Dieses Zubehör verhindert, dass der Hundesenior Urin tröpfchenweise im Haus verteilt.
Auch nach Operationen im Bereich der Genitalien werden sie eingesetzt. Sie halten dann Bakterien fern und sorgen dafür, dass der Vierbeiner die Wunde nicht aufkratzen kann.
Hunderampe
Dieses nützliche Zubehör eignet sich besonders für Hundesenioren, die unter Arthrose, Dysplasien oder ähnlichen Problemen leiden Sie haben oft Schmerzen beim Springen oder Treppenlaufen – Hunderampen reduzieren die Belastung der Gelenke, da das Tier ohne große Anstrengung aus dem Kofferraum oder vom Sofa laufen kann. Es gibt Modelle zum Ein- und Ausklappen, die Du gut transportieren kannst. Für manche Tiere sind auch spezielle Hunde-Treppen eine gute Alternative.
Fahrradkörbe und -anhänger
Egal ob kurzer Ausflug oder ausgedehnte Fahrradtour im Sommer: Beides ist doch viel schöner, wenn Dein Hund an Deiner Seite ist, oder? Aber Du kannst ihn nicht mitnehmen, weil er schon zu alt ist? Weit gefehlt!
Besorge Dir einfach abhängig von seiner Größe einen Fahrradkorb oder -anhänger für den Hund: Breite Gitter oder Netz-Einsätze sorgen dafür, dass er gut sieht, ohne hinausspringen zu können. So kannst Du entscheiden, wie lange der Hund selbst läuft. Wird es zu anstrengend, fährt er im Korb oder Anhänger mit.



