Faszinierend, robust und intelligent sind die Hauptmerkmale des Altdeutschen Schäferhundes. Seine Wurzeln reichen weit zurück und wandeln sich vom Hütehund zum beliebten Arbeits- und Sporthund. Aber kann er auch ein Familienhund sein?
Steckbrief
- Herkunft: Deutschland
- Körperbau: kräftig, robust und muskulös
- Größe: groß; Rüden: 60 bis 65 Zentimeter; Hündinnen: 55 bis 60 Zentimeter
- Gewicht: Rüden: 30 bis 40 Kilogramm; Hündinnen: 22 bis 35 Kilogramm
- Fell und Farbe: meist langhaarig mit buschiger Unterwolle, Fellbarben: schwarz, schwarz-braun, schwarz-grau, schwarz-braun-weiß, grau-braun
- Charakter: intelligent und arbeitsfreudig, treu, ausgeglichen, gehorsam und wachsam
- Pflege: 1- bis 2-mal pro Woche bürsten (im Fellwechsel öfter), Augen und Ohren regelmäßig reinigen
- Gesundheit: Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Augenerkrankungen, Allergien
- Lebenserwartung: 10 bis 13 Jahre
Eine bewegende Entwicklungsreise: der Altdeutsche Schäferhund
Der Altdeutsche Schäferhund entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert in Deutschland und gilt als eine der ältesten Hunderassen. Ursprünglich wurde er als Hütehund für Viehherden eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Altdeutsche Schäferhund aufgrund seiner vielseitigen Fähigkeiten als Militärhund geschätzt. Erst nach dem Krieg etablierte sich die Rasse auch für Privathaushalte.
Die Merkmale des Altdeutschen Schäferhundes
Als eine der bemerkenswertesten Rassen besitzt der Altdeutsche Schäferhund eine beeindruckende Größe von 60 bis 65 Zentimeter bei den Männchen. Die Weibchen sind etwas kleiner. Dem Altdeutschen Schäferhund sieht man seine Robustheit bereits an der kräftigen, muskulären Statur an. Deshalb verwundert es nicht, dass die Rüden der Altdeutschen Schäferhunde etwa 30 bis 40 kg auf die Waage bringen. Auch hier sind die Weibchen ein wenig leichter.
Die Fellfärbung des Altdeutschen Schäferhundes ist in Schwarz am beliebtesten, dicht gefolgt von der weißen Variante des Altdeutschen Schäferhundes. Meistens verbindet man die Hunderasse mit langhaarigem Fell. Doch wer sich für den kurzhaarigen Altdeutschen Schäferhund entscheidet, hat es leichter bei der Fellpflege.
In diesem Zusammenhang taucht häufig das Wort „stockhaarig“ auf. Darunter versteht man ein mittellanges bis langes, dichtes Fell, das entweder gerade oder leicht gewellt ist und eng am Körper anliegt. Genau diese Eigenschaften schützen den Hund vor verschiedenen Wettereinflüssen und verleihen ihm eine gewisse Robustheit.

Benötigt ein Altdeutscher Schäferhund viel Pflege?
Je länger das Fell, desto mehr Pflege benötigt der Altdeutsche Schäferhund. Regelmäßiges Bürsten gehört dazu. Das wird für die Halter deutlich spürbar, wenn es heißt: „Fellwechsel“. Dann sollte das Augenmerk besonders auf die Unterwolle gelegt werden. Diese könnte durch die losen Haare verfilzen.
Auch auf die Ohren solltest Du des Öfteren ein Blick werfen. Hier können sich Infektionen bilden, die bis zur Taubheit führen können. Eine weitere Infektionsquelle stellen die Krallen dar, die in gleichmäßigen Abständen geschnitten werden sollten. Ansonsten sollte eine ausgewogene und gesunde Ernährung für den Vierbeiner selbstverständlich sein.
Was ist der Unterschied zwischen Deutscher Schäferhund und Altdeutscher Schäferhund?
Der Altdeutsche Schäferhund ist auch als Alsatian bekannt. Ihre Zucht erfolgte, weil man die ursprünglichen Eigenschaften des Deutschen Schäferhundes bewahren wollte, ehe moderne Zuchtlinien diese für immer veränderten und zum Standard erklärt wurden.
Der Altdeutsche Schäferhund:
- Kräftiger, robuster Körper
- Gerade Rückenlinie
- Ursprüngliche Arbeitsmerkmale und Eigenschaften
- Vielseitig für Arbeit und Aktivitäten geeignet
- Oftmals von Züchtern als gesünder angesehen
Deutscher Schäferhund:
- Aussehen standardisiert für klare Show- und Arbeitsrichtlinien
- Abfallende Rückenlinie für die Show oder gerade Rückenlinie für Arbeitshunde
- Überwiegend zum Einsatz als Diensthund für Polizei und Militär gezüchtet
- Intelligent, gehorsam
- Hinweise auf wahrscheinlich höhere Gesundheitsprobleme wegen der Merkmalselektion
Der Altdeutsche Schäferhund und seine Persönlichkeit
Der Charakter des Altdeutschen Schäferhund ist geprägt von vielseitigen Eigenschaften, die ihn für einige Menschen und Berufsgruppen interessant machen:
- Intelligent
- Loyal
- Arbeitsfreudig
- Wachsam
- Schützend
- Ruhig
- Ausgeglichen
Nach wie vor werden diese imposanten Hunde als treue Begleiter für Wach-, Schutz- und Rettungsdienste eingesetzt. Wegen seiner aktiven Einsatzfreude ist die Erziehung des Altdeutschen Schäferhundes mit einigen Herausforderungen verbunden:
- Das Lernen sollte mit liebevoller Strenge verfolgt werden
- Eine konsequente Linie sollte unbedingt gegeben sein
- Regelmäßige Aufgaben für die geistige Auslastung
Wie viel Auslauf braucht ein Altdeutscher Schäferhund?
Ein Arbeitshund wie der Altdeutsche Schäferhund hat einen enormen Bewegungsdrang. Ein eigener Garten ist ein guter Anfang, jedoch benötigt der Altdeutsche Schäferhund unbedingt regelmäßige und ausgiebige Spaziergänge, bei denen er herumtollen kann.
Für die Haltung eines Altdeutschen Schäferhundes bedeutet dies, dass diese Hunderasse wirklich viel Beschäftigung benötigt, die nicht nur Spaziergänge beinhaltet, sondern auch Spiele, welche für eine geistige Gesundheit unerlässlich sind.
Übrigens solltest Du hierzu 10 bis 13 Jahre einplanen – das ist die durchschnittliche Lebenserwartung eines Altdeutschen Schäferhundes.
Ist der Altdeutsche Schäferhund ein Familienhund?
Aufgrund ihres liebevollen Wesens sollten Altdeutsche Schäferhunde einen engen Kontakt zur Familie haben und als ein Familienmitglied betrachtet werden. Besonders in einer aktiven Familie, die sich gerne in der Natur aufhält und viel Zeit für den Hund hat, fühlt sich ein Altdeutscher Schäferhund wohl.
Wichtig ist zu wissen, dass ein Altdeutscher Schäferhund kein Anfängerhund ist und unbedingt genügend Zeit für diesen intelligenten und loyalen Hund bereitgestellt werden muss. Wenn das gegeben ist, spricht nichts dagegen, einen Altdeutschen Schäferhund in die Familie aufzunehmen.
Wer sich trotz aller Eigenarten und Herausforderungen, die ein Altdeutscher Schäferhund mit sich bringt, für diesen entscheidet, sollte zuvor mit der Organisation Altdeutscher Schäferhund in Not sprechen. Hier erfährst Du viel Wissenswertes rund um die Rasse. Wenn der Altdeutsche Schäferhund nicht unbedingt ein Welpe sein muss, kannst Du dich über den Verein für eine Tiervermittlung entscheiden.



