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9 typische Fehler, die Du beim Spielen mit Deiner Katze machst

Deine Katze liebt es, mit Dir zu spielen – da kannst Du doch nicht viel falsch machen, oder? Tatsächlich gibt es Tierärzten und Experten zufolge einige Fehler, die viele Katzenhalter beim Spielen mit ihrem Tier machen. Hier erfährst Du, welche das sind – und wie Du sie vermeidest.
Bevor Du erfährst, was Du beim Spielen mit Deiner Katze beachten solltest, ist eins ganz wichtig: Dass Du überhaupt mit Deiner Katze spielst, ist großartig. Denn das Spielen trägt dazu bei, dass Deine Katze gesund, aktiv und glücklich ist und bleibt. Deshalb solltest Du aus Angst vor möglichen Fehlern auf keinen Fall komplett auf Spiele mit Deiner Mieze verzichten.
Nichtsdestotrotz lohnt es sich, mögliche Fallstricke unter die Lupe zu nehmen. Denn dadurch kannst Du das Spielen ab sofort so katzengerecht wie möglich gestalten.
Außerdem können einiger der Fehler zu echten Verhaltensproblemen führen – und die Situation sogar eher verschlimmern, statt sie zu verbessern.
Die folgenden Punkte solltest Du daher beim Spielen mit Deiner Katze vermeiden:

Du bist zu grob beim Spielen mit Deiner Katze

Die oberste Regel: Ein Spiel sollte kein Kampf sein. Wenn Du Deine Mieze fast schon umschubst und auf den Boden drückst, wird sie das nicht genießen, sondern sich bedroht fühlen. Wenn Du sie auf den Rücken schubst, bringst Du sie außerdem in eine Verteidigungshaltung. Und die Chancen stehen gut, dass Du Dir dann Kratzer und Bisse einhandelst. Lass es stattdessen lieber ruhig und langsam angehen.

Statt Spielzeug benutzt Du Deine Hände

Die meisten Katzenhalter dürften sich bei diesem Punkt ertappt fühlen: Wenn Deine Katze in Spiellaune ist, aber gerade kein Spielzeug zur Hand, wackelst Du einfach mit Deinen Fingern und lässt die Mieze danach schnappen und schlagen. Damit trainierst Du ihr allerdings ungewollt ein ziemlich blödes Verhalten an: Du zeigst Deiner Katze, dass es okay ist, Menschen zu kratzen und zu beißen.

Katze beisst in Hand
Foto: Envato Elements (Symbolfoto)
„Wenn die Katze lernt, dass Beißen beim Spielen erlaubt ist, lernt sie, dass dies eine akzeptierte und effektive Art der Kommunikation ist, wenn sie etwas bestimmtes erreichen will. Zum Beispiel, dass sie Aufmerksamkeit bekommt oder allein gelassen wird“, erklärt Pam Johnson-Bennett, Expertin für Katzenverhalten.
Dabei sollte die einzige Assoziation, die Katzen mit unseren Händen verbinden, sanftes Streicheln und Halten sein. Die Expertin appelliert: „Sende keine uneindeutigen Botschaften übers Beißen – auch wenn es im Spiel passiert.“

Ungeeignetes Spielzeug kann gefährlich sein

Und wenn Du statt Deiner Hände nun irgendwelche Gegenstände in Deiner Reichweite nutzt? Das ist ebenfalls keine gute Idee. Tierärztin Jessica Kirk warnt davor, Deine Katze mit Dingen spielen zu lassen, die kein Spielzeug sind.

Katze in Plastiktüte
Foto: AdobeStock/romankrykh
„Katze können ersticken, wenn sie mit Dingen spielen, die als Spielzeug ungeeignet sind. Oder sie könnten die Teile verschlucken, die dann in den Verdauungstrakt gelangen“, mahnt sie gegenüber „Business Insider“. „Gib Deinem Haus nur Spielzeug, das speziell für Tiere entworfen wurde.“
Ungeeignet seien dagegen Spielzeug für Menschen oder Haushaltsgegenstände wie Tennisbälle, Wasserflaschen oder Einkaufstaschen – diese können gefährlich oder sogar tödlich sein, wenn die Katze diese herunterschluckt.

Deine Katze hat nur ein Spielzeug

Wenn Deine Katze nur ein Spielzeug hat, besteht das Risiko, dass sie sich schnell langweilt – und sich dann mit dem Teppich oder einem Möbelstück ablenkt. Zerkaute Möbel will natürlich kein Katzenhalter. Deshalb solltest Du Deiner Mieze von Zeit zu Zeit neues Spielzeug anbieten. Dadurch regst Du die Neugier Deiner Katze an und ermunterst sie, zu spielen.
Eine weitere Möglichkeit: Kaufe Deiner Katze mehrere Spielsachen, lass sie aber immer nur mit einer davon spielen. Jede Woche kannst Du das Spielzeug dann abwechselnd gegen ein anderes austauschen. So bleiben die Sachen über einen längeren Zeitraum spannend.

Du gönnst Deiner Katze beim Spielen keine Pause

Spielen ist für Deine Katze anstrengend – körperlich, aber auch mental. Deshalb sollte sie sich zwischendurch ausruhen können, damit sie danach nicht komplett erschöpft ist. „Wenn Dein Haustier müde wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich selbst verletzt. Außerdem hat es in den folgenden Tagen Schmerzen, genau wie Menschen, die zu hart trainieren“, so Tierärztin Jessica Kirk.
Achte deshalb genau auf die Signale Deiner Katze. Wenn sie sich wegdreht und wegläuft, hat sie offenbar für den Moment genug gespielt.

Eine weiße Katze miaut.
Foto: unsplash.com/Elena Mozhvilo (Symbolfoto)

Du spielst nicht genug mit Deiner Katze

Das andere extrem – gar nicht oder zu wenig mit Deiner Mieze zu spielen – ist allerdings nicht besser. Denn beim Spielen bewegt sich Deine Katze, gleichzeitig wird sie dadurch mental gefordert. Beides trägt dazu bei, dass Deine Katze gesund bleibt. Ähnlich wie Sport bei uns Menschen hilft die Bewegung bei Katzen, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Gelenke und Organe werden dadurch weniger belastet – ein (hoffentlich) langes Leben ist die Folge. Deshalb solltest Du mit Deiner Katze regelmäßig spielen.

Das Spielzeug baumelt direkt vor dem Gesicht Deiner Katze

Angelspielzeug, bei dem verschiedene Objekte an einer Schnur von einer Stange hängen, sind bei Katzen sehr beliebt. Eines solltest Du dabei allerdings vermeiden: das Spielzeug Deiner Mieze direkt vor die Nase zu halten.
„Kein Beutetier bei Verstand würde zu einer Katze hingehen und sich freiwillig als Lunch anbieten“, erklärt Pam Johnson-Bennett. „Der Jagdinstinkt einer Katze wird von Bewegungen ausgelöst, die sich durch oder aus ihrem Sichtfeld weg bewegen. Wenn etwas auf sie zukommt, verwirrt sie das und kann sie in die Defensive zwingen. Dadurch wird das Spielzeug zu ihrem Gegner.“

Eine Katze spielt mit Spielzeug.
Foto: pixabay.de/Adina Voicu (Symbolfoto)

Du lässt Deine Katze nicht gewinnen

Niemand spielt gerne, ohne je zu gewinnen. Auch bei Katzen sorgt das für Frust. Natürlich bist Du der Mieze überlegen: Du kannst zum Beispiel das Spielzeug so hoch halten, dass sie überhaupt keine Chance hat, daran zu kommen. Davor warnt Pam Johnson-Bennett allerdings.
„Das gemeinsame Spielen sollte für körperliche und geistige Belohnung sorgen.“ Wenn Deine Katze das Spielzeug verfolgt, aber nie zu fassen bekommt, wird die Übung zwar körperlich anstrengend, aber frustrierend. Besonders groß sei die Gefahr dafür bei Laser-Spielzeug. Denn wenn Deine Katze nur einen Punkt verfolgt, aber ihre „Beute“ niemals fangen kann, bekommt sie keine Belohnungsgefühle.
Eine Lösung könnte sein, Deine Katze mit dem Laser zu einem Futterversteck zu führen. So hat sie das Gefühl, ihre Anstrengungen seien belohnt worden. „Stell Dir das Spielzeug als Beute vor, das gefangen wird, aber noch ein paar Mal entwischen kann. Gegen Ende des Spiels solltest Du das Spielzeug langsamer bewegen und Deiner Katze ermöglichen, es mit einem finalen großen Manöver zu fangen.“

Das Spiel wird abrupt beendet

Stell Dir vor, Du hast gerade den Spaß Deines Lebens – und plötzlich wirft jemand das Spielzeug abrupt in die Ecke und ignoriert Dich. Genauso fühlt sich Deine Katze, wenn Du mitten im Spiel aufhörst.
Selbst wenn du nur kurz mit Deiner Katze spielen willst, solltest Du das Tempo gegen Ende langsam runterfahren, damit Deine Katze aus der Aktivität in die Entspannung kommt. So suggerierst Du ihr außerdem, dass sie ihren Job erfolgreich erfüllt hat. Du kannst Dir diese Phase vorstellen wie das Stretching nach Deinem Work-Out.
 

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