HomeKatzenEchte Wunderwaffen: 6 Fakten über Katzen-Ohren

Echte Wunderwaffen: 6 Fakten über Katzen-Ohren

Du hast Dich schon immer gewundert, warum Deine Katze ganz genau weiß, wo Du gerade bist? Und dass sie immer blitzschnell neben Dir steht, wenn Du gerade ganz heimlich etwas Essbares auspackst? Nun, das liegt an ihrer Wunderwaffe. Und sie hat sogar gleich zwei davon – ihre Ohren.

Schon der berühmte Universalgelehrte Leonardo da Vinci wusste: „Die kleinste Katze ist ein Meisterstück der Natur!“ Und tatsächlich: Die Samtpfoten sind uns in einigen Dingen haushoch überlegen. Zum Beispiel sehen Katzen sehen in der Dämmerung und in Mondnächten um ein Vielfaches besser als wir. Sie erkennen ihre Umgebung sogar fast so gut wie am Tag. Und dann haben Katzen noch ihre Ohren…

Denn von allen Säugetieren haben Katzen das mit am besten ausgebildete Gehör. Es zählt mit zu ihren wichtigsten Sinnen. Und es ist sogar besser als das von Hunden. Damit sind die Ohren eine Art Wunderwaffe der Samtpfoten.

Was sie können? Lauscher auf auf, hier kommen die wichtigsten Fakten:

1. Der besondere Aufbau der Katzenohren

Wie wir Menschen haben auch die Katzen eine Ohrmuschel sowie ein Mittel- und Innenohr. Die Ohrmuschel ist bei ihnen innen mit kurzen feinen Härchen und am oberen Rand mit längeren Schutzhaaren ausgestattet – das soll vorm Eindringen von Schmutz und Staub schützen.

Die äußere Ohrmuschel ist vor allem ein Schalltrichter, der die Geräusche nach innen lenkt. Doch das Katzenohr hat noch ein Extra: Eine kleine Hautfalte am unteren Rand des Katzenohres. Experten sind sicher: Diese Tasche ist wie ein Zusatzschalltrichter – er sorgt für die ausgezeichnete  Hörfähigkeit der Miezen.

2. Mehr als 32 Muskeln fürs Gehör

In Sachen Muskeln ist das menschliche Ohr nur ausreichend ausgestattet: Gerade fünf Muskeln haben wir – damit können einige tatsächlich mit ihren Ohren wackeln. Für Katzen ein Klacks: Ihre Ohren haben mehr als 32 Muskeln.

Die Ohren von Katzen sind sehr beweglich.
Foto: pixabay.de/Mabel Amber (Symbolbild)

Und entsprechend beweglich sind sie: Katzen können ihre Ohren unabhängig voneinander um bis zu 180 Grad drehen. Dadurch können sie dreidimensional hören. Dadurch können sie unterschiedliche Geräuschquellen, auch wenn diese nahe beieinander liegen, ganz genau zuordnen. Außerdem können Katzen auch die entsprechenden Entfernungen perfekt abschätzen – und müssen dafür nicht einmal den Kopf bewegen. Übrigens: Die Ausrichtung der Ohrmuscheln geschieht bei Geräuschen reflexartig – auch im Schlaf.

3. Das wirklich absolute Gehör

Es gibt Menschen, die können einen Ton erkennen, sobald er erklingt. Sie haben das absolute Gehör, heißt es. Im Vergleich dazu sind Katzen jedoch wahre Superhelden: Gesunde, erwachsene Samtpfoten können Geräusche mit Frequenzen in einem Bereich von 60 Hertz bis zu 65.000 Hertz und somit auch im Ultraschallbereich wahrnehmen.

Bei uns Menschen ist das Ende der Hörfähigkeit bei einem Drittel erreicht. Zum Vergleich: Katzen können zum Beispiel das Pfeifen einer Maus auch dann orten, wenn diese unter der Erde ist. Damit ein Mensch den Ton wahrnehmen könnte, den eine Katze von nur einer Maus hört, müssten dafür etwa 1.000 Mäuse piepsen.

Katzenohren müssen regelmäßig sanft gepflegt werden.
Foto: unsplash.com/Dominik Kempf (Symbolfoto)

4. Ohren als Stimmungsbarometer

Tatsächlich können wir an den Ohren unserer Katzen auch ihre Laune erkennen: Ein gespitztes, nach vorne zeigendes Katzenohr bedeutet totale Aufmerksamkeit. Vorsicht ist geboten, wenn sich die Ohren nach hinten drehen – dann geht die Samtpfote in den Angriffsmodus. Bei einem Kampf legt die Katze die Ohren übrigens flach an den Kopf, um sie vor Angriffen zu schützen.

Hängen die Ohren entspannt, sind die Katzen zufrieden oder schlicht schläfrig. Und bei Angst spitzen sich die Ohren in Richtung der drohenden Gefahr und beginnen dann schnell in alle Richtungen zu zucken, um möglichst viele akustische Warnsignale aufnehmen zu können.

5. Katzen halten mit ihren Ohren das Gleichgewicht

Katzen sind wahre Meister im Balancieren. Das liegt an der perfekten Kombination aus ihrem gelenkigen Körper und ihrem Schwanz. Der ist die „Balancierstange“ der Samtpfoten – und ihr Ruder. So können wie auch in der Luft ihre Richtung ändern.

Zusätzlich haben Katzen aber auch einen extrem guten Gleichgewichtssinn. Dieser sogenannte Vestibularapparat sitzt im Innenohr und funktioniert wie eine Wasserwaage. Sie hilft den Miezen zum Beispiel während des Sprungs die Position ihres Körpers und Kopfes so auszurichten, dass sie sanft auf ihren vier Pfoten landen.

Katze springt
Foto: pixabay.de/Rihaij (Symbolbild)

6. Katzenohren sind Sensibelchen

So gut die Ohren von Katzen sind – so sensibel sind sie auch. Daher solltest Du sie regelmäßig kontrollieren und pflegen. Sehr unangenehm und schmerzhaft ist zum Beispiel ein Milbenbefall. Der kann bei Freigängern und bei Hauskatzen auftreten.

Typische Symptome sind häufiges Kopfschütteln, Schiefhalten des Kopfes, unkoordinierte Bewegungen, starke Unruhe und schlechtes Hören. An den Ohren treten in der Regel Schwellungen, Rötungen und starker Juckreiz auf, den die Katze versucht loszuwerden, indem sie ihre Lauscher an kantigen Gegenständen reibt oder diese mit ihren Pfoten kratzt. Das kann zu blutigen Krusten und weiteren Infektionen führen.

Typisch bei der sogenannten Ohrräude ist auch das bräunlich-schwarz verfärbte, kaffeesatzartige Sekret, das an der Ohrmuschel haftet. In diesem Fall solltest Du schnell mit Deiner Katze zum Tierarzt.

Neueste Artikel

Das sind die schlausten (und dümmsten) Hunderassen der Welt

In seinem Buch „Die Intelligenz der Hunde“ erklärt Coren, dass es natürlich nicht so einfach ist, herauszufinden, ob ein...

Ähnliche Artikel