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5 ungezogene Dinge, die selbst brave Hunde tun

Du dachtest bis jetzt immer, Dein Hund sei gut erzogen? Dann denk' nochmal nach! Denn selbst brave Hunde legen zwischendurch Verhalten an den Tag, das ihre Besitzer in den Wahnsinn treibt. Wie Du ihnen das ständige Bellen und Betteln abgewöhnst, liest Du hier.

Eigentlich gehorcht Dein Bello aufs Wort: Er beherrscht die Grundkommandos und vielleicht sogar ein paar Tricks. Und trotzdem gibt es ein paar Macken, die Du ihm nicht abgewöhnen kannst? Vielleicht springt er an Dir oder auch an fremden Menschen hoch. Oder er hört manchmal nicht auf zu kläffen.

Einige dieser nervigen Verhaltensmuster kannst Du ganz leicht aus der Welt schaffen:

Dein Hund bellt ständig

Dein Hund kann aus ganz verschiedenen Gründen bellen. Zum Beispiel, wenn er wachsam, alarmiert oder frustriert ist. Aber auch um die Aufmerksamkeit ihrer Herrchen und Frauchen zu erregen, beim Spielen oder um ihr Revier zu verteidigen, bellen viele Hunde.

Um ihm das Bellen abzugewöhnen, musst Du deshalb zunächst den genauen Grund dafür herausfinden, erklärt Tier-Trainerin Shelby Semel gegenüber „The Dodo“. Versuche einfach darauf zu achten, in welchem Kontext und in welchen Situationen Dein Hund bellt.

Ein Hund steht im Wasser und bellt.
Foto: unsplash.com/ngelo CARNIATO (Symbolfoto)

Natürlich bellen auch brave Hunde hin und wieder. Du kannst aber dafür sorgen, dass Dein Hund immer mental und körperlich ausgelastet ist, Du also ausreichend mit ihm spielst und trainierst. Gelangweilte Hunde neigen nämlich dazu, mit dem Bellen schneller Aufmerksamkeit zu fordern. Bellt Dein Hund trotzdem immer weiter, solltest Du ihm das abgewöhnen.

Dafür empfiehlt die Tiertrainerin, dem Vierbeiner einfach den Rücken zuzuwenden und den Raum zu verlassen. Dadurch signalisierst Du ihm, dass er durch das Bellen das Gegenteil von dem bekommt, was er will. Hört er dann auf zu bellen, kannst Du ihn loben. Und danach seine Aufmerksamkeit schnell auf etwas Anderes lenken.

Wichtig dabei ist, dass Du in Deinem Verhalten immer konsequent bleibst. So merkt Dein Schützling irgendwann, wann er mit dem Bellen übertreibt.

Wenn brave Hunde Trennungsangst haben

Egal wie gut er erzogen ist – gegen Trennungsangst ist selbst der bravste Hund nicht gefeit. Besonders, wenn Du normalerweise viel Zeit mit ihm verbringst und er dann alleine Zuhause bleiben musst, kann Dein Vierbeiner sich ganz schön einsam fühlen.

Um ihm den Abschied etwas zu erleichtern, solltest Du das Alleinsein für Deinen Hund an positive Erlebnisse knüpfen. „Immer wenn Du das Haus verlässt, kannst Du ihm ein Geschicklichkeitsspielzeug gefüllt mit Futter anbieten“, schlägt die Expertin vor. Das sollte ausschließlich für die Zeit alleine bestimmt sein. Damit sei der Vierbeiner zumindest die ersten 20 bis 30 Minuten beschäftigt, so Shelby Semel.

Dein Hund springt Dich (und andere an)

Es nervt besonders dann, wenn Du gerade Deine neue, helle Hose trägst: Dein Hund springt freudig an Dir hoch. Am besten mit dreckigen Pfoten voller Matsch. Das solltest Du Deinem Bello schon im Welpenalter abgewöhnen – auch wenn Du es da vielleicht noch süß findest.

Denn wenn Du ihm da schon Aufmerksamkeit schenkst, sobald er an Dir hochspringt, wird es schwer, ihm später das Gegenteil beizubringen. Es ist deshalb wichtig, Deinen Hund konsequent zu ignorieren, wenn er Dich anspringt. Und das sollten auch die anderen Personen in Deinem Haushalt und Besucher tun.

Dein Hund bettelt am Tisch

Jaulen, Winseln, Dir die Pfote auf den Schoß legen oder zum Tisch springen – Hunde haben viele Arten, „Darf ich auch was haben?“ zu fragen. Betteln am Tisch ist definitiv eine Unart, die auch brave Hunde an den Tag legen können. Hier gilt ebenfalls: Ignoriere das Betteln Deines Hundes. Auch, wenn es erstmal etwas schlimmer wird, bevor der Hund sich das abgewöhnt.

Hund bettelt am Tisch.
Foto: unsplash.com/Nathalie Spehner (Symbolfoto)

Am besten bringst Du dem Vierbeiner gar nicht erst bei, dass es am Tisch Futter gibt. Von Anfang an solltest Du ihn dort nicht füttern. Um Deinen Hund abzulenken, kannst Du ihn auch an seinem Kochen oder Beißspielzeug kauen lassen, wenn Du am Tisch isst.

Dein Hund zerkaut Möbel und Schuhe

Apropos kauen: Es gibt natürlich Gegenstände, von denen Dein Hund seine Beißerchen lassen sollte. Von Deinen Möbeln, Teppichen oder Schuhen zum Beispiel. Besonders bei Welpen ist es aber ganz normal, dass sie gerne auf etwas herum beißen. Dafür solltest Du ihm spezielles Spielzeug zur Verfügung stellen.

Wenn Dein Hund trotzdem Möbel verwüstet, und obwohl er schon erwachsen ist, ist das meistens ein Warnsignal. Das deutet darauf hin, dass er einsam oder gestresst ist oder sich langweilt. Garantiert zerstört er Deine Sachen aber nicht böswillig! Achte deshalb darauf, dass Du Deinen Hund genug förderst, mit ihm spielst und Deine Aufmerksamkeit schenkst. Und dass er genug Spielzeug hat, auf dem er nach Herzenslust herum kauen kann.

Ganz wichtig bei allen Punkten: Bleibe entspannt und geduldig. Mit der Zeit wirst Du Deinem Vierbeiner die meisten Eigenarten abgewöhnen können. Und falls nicht, bleibt er trotzdem Dein bester Freund – und seinem besten Freund verzeiht man schließlich so Einiges.

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