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5 Tipps für den Welpenkauf

Du hast einen verantwortungsvollen Züchter gefunden und bist bereit dir einen Welpen auszusuchen. Zu diesem Zeitpunkt bekommt so mancher Welpenkäufer die ersten Zweifel: Welcher Welpe aus dem Wurf passt am besten zu mir? Welcher macht später nur Ärger und welcher wird womöglich ein fauler Couch-Potato? Kann man das überhaupt schon feststellen? Wir geben Tipps für die Auswahl des passenden Welpen und räumen mit Vorurteilen auf.

1.  Nimm dir Zeit für die Entscheidung

Nicht alle Welpen sind gleich. Schon in den ersten Wochen werden charakterliche Unterschiede bei den Kleinen erkennbar. Besuche die Welpen unbedingt mehrmals! So lernst du nicht nur die Vierbeiner besser kennen, sondern erhältst auch die Gelegenheit den Züchter mit Fragen zu löchern. Auch wenn es schwer fällt:  Bei deinen Besuchen solltest du nicht nur mit den Welpen kuscheln. Beobachte sie genauso aufmerksam bei der Interaktion mit ihren Geschwistern und erwachsenen Artgenossen. Trotzdem gehört es natürlich auch dazu die einzelnen Welpen hochzuheben.

Folgende Dinge können ein Indiz für einen bestimmten Charakterzug sein:

  • Welpen, die sich leicht rufen lassen, haben meist einen starken Bezug zum Menschen
  • Selbstbewusste Welpen gehen schon früh alleine auf Entdeckungsreise und sind später vermutlich eher unabhängig
  •   Welpen, die sich leicht ablenken lassen, sind schwerer zu erziehen als auf den Menschen fixierte

Bitte bedenke immer, dass es sich bei diesen Merkmalen nicht um eine Garantie für eine bestimmte Charakterentwicklung handelt.

2. Definiere klare Wünsche und Vorstellungen

Willst du mit deinem Welpen zum Turniersport oder bist du eher auf der Suche nach einem ausgeglichenen Familienhund? Ein besonders intelligenter und energischer Welpe will als ausgewachsener Hund wahrscheinlich anders gefordert werden als sein gemütlicher und etwas langsamer Bruder. Welpen, die mit ihrem Verhalten nicht weiter auffallen, sind oft besonders umgänglich und ausgeglichen – der Durchschnittstyp eben.

3. Lass dich vom Züchter beraten

Der Züchter kennt seine Welpen am besten und kann dich beim Kauf daher auch besonders gut beraten. Viele Züchter lassen sich vorab die Vorstellungen des Welpenkäufers schildern und suchen schon einen oder mehrere passende Kandidaten für den Interessenten aus. Das grenzt deine Auswahl ein und hilft dir den richtigen Welpen zu finden. Bestenfalls bist du nicht so sehr auf die Optik deines Hundes aus – es sei denn du möchtest mit ihm züchten oder Ausstellungen besuchen. Dann bleibst du flexibel bei der Auswahl und musst nicht so lange auf den perfekten Welpen warten.

4. Überfordere dich nicht

Wenn du dir zum ersten Mal einen Hund kaufst, ist es selten eine gute Idee den mutigsten oder schüchternsten Welpen auszuwählen. Auch wenn du glaubst genug über Hundeerziehung gelesen zu haben – so einfach wie es klingt, ist es meistens nicht. Sehr selbstbewusste oder zurückhaltende Hunde brauchen einen Menschen, der bei ihrer Erziehung optimal auf ihr Wesen eingehen kann. Es ist keine Schande dem als Anfänger noch nicht gerecht werden zu können. Das gilt insbesondere, wenn du dir eine sowieso schon eher schwer zu erziehende Rasse ausgesucht hast. Du tust dir und auch dem Hund keinen Gefallen, wenn du dich überforderst.

5. Vertraue auf dein Bauchgefühl

Verlass dich nicht nur auf die Einschätzung des Züchters. Dein eigenes Gefühl und die Chemie müssen ebenfalls stimmen. Wenn es auch nach mehreren Besuchen einfach nicht „Klick“ macht, solltest du dich nach einem anderen Welpen umsehen und offen mit dem Züchter darüber sprechen. Schließlich bleibt der Hund bis zu fünfzehn Jahre an deiner Seite – da muss wirklich für beide Seiten alles passen.

Der Gesundheitscheck beim Kauf

Beim Besuch wirst du dir jeden Welpen aufmerksam ansehen und versuchen ihn kennen zu lernen – die perfekte Gelegenheit noch mal den Gesundheitszustand zu überprüfen!

1. Das allgemeine Erscheinungsbild

Die Welpen sollten sich in einem guten Ernährungszustand befinden und weder zu dick noch zu dünn oder gar abgemagert sein. Auch aufgeblähte Bäuche sollten dich misstrauisch machen – sie können ein Hinweis auf Würmer sein. Gesunde Welpen sind aufmerksam und verhalten sich unauffällig. Sie schütteln sich nicht ständig, kratzen sich nicht andauernd und wirken nicht angeschlagen.

2. Die Augen und Ohren kontrollieren

Die Augen und Ohren des Welpen sollten sauber sein und keine Verklebungen und Verkrustungen aufweisen. Nirgendwo sind Ausfluss oder Schorf zu entdecken und die Augen sind klar. Bei Schlappohren solltest du besonders genau hinschauen: Rassen wie der Cocker Spaniel neigen leider zu Ohrentzündungen. Bei den Augen musst du bei einigen Rassen besonders genau hinschauen. Sie sollten nicht extrem hervorquellen, wie es leider beim Mops manchmal vorkommen kann.

3. Fell und Genitalbereich

Das Fell ist weder stumpf noch struppig. Es sollte glänzend sein und keine Schuppen oder kahlen Stellen aufweisen. Kreisrunder Haarausfall kann ein Hinweis auf Pilz sein. Das Hinterteil ist sauber und nicht mit Kot oder Urin verklebt. Rötungen oder wunde Stellen dürfen nicht vorhanden sein.

4. Die Atmung ist normal

Die Welpen atmen frei und schnaufen nicht. Die Kleinen sollten außerdem weder schniefen oder niesen, auch bei Anstrengung nicht. Insbesondere Rassen mit verhältnismäßig kurzer Schnauze – so wie die Französische Bulldogge – sollten auch im Welpenalter nicht übermäßig schnarchen oder schwer atmen.

5. Die Zähne und den Kiefer kontrollieren

Der Hund sollte keinen Über- oder Unterbiss haben. Bei manchen Rassen – beispielsweise der englischen Bulldogge – ist ein leichter Unterbiss allerdings üblich. Wenn du unsicher bist, sieh lieber noch mal in den Rassestandards nach.  Zähne und Zahnfleisch sollten selbstverständlich gesund sein. Kiefer- oder massive Zahnfehlstellungen sollten dich auf jeden Fall vom Kauf abhalten!

Du hast einen Welpen gefunden, der perfekt zu deinen Vorstellungen passt? Wir helfen dir durch die ersten Tage und Wochen!

Lass dich nicht zu einem Mitleidskauf hinreißen

Wenn du dich zuvor über die Züchterwahl informiert hast, solltest du eigentlich nicht an einen Hundehändler oder einen Betrüger geraten. Trotzdem kann es passieren, dass du dich eines Tages vor einem Wurf kranker oder vernachlässigter Welpen wiederfindest. Sofern es sich dabei nicht um Hunde aus dem Tierschutz handelt, solltest du diese Welpen auf keinen Fall kaufen.

Mit deinem Kauf unterstützt du schlimmstenfalls den illegalen Hundehandel, zumindest aber einen Verkäufer, der seine Tiere nicht artgerecht hält und damit tierschutzwidrig handelt. Die Nachfrage bestimmt hier leider das Angebot. Such stattdessen den Kontakt zu Tierschutzorganisationen und dem Veterinäramt, um den Verkauf kranker Welpen langfristig zu verhindern.

8 Kommentare

  1. Danke für die interessanten Informationen. Da wir schon immer Hunde hatten, kennen wir uns schon recht gut aus. Einiges war uns doch noch nicht bekannt. Wir werden versuchen Ihre Ratschläge alle zu befolgen.

    Nochmals DANKE.

    Manfred und Helena

  2. Danke für die Infos Sie sind uns sehr hilfreich da wir noch keinen Welpen hatten.

  3. Danke für die tollen Ratschläge. Suchen gerade einen Welpen, haben auch schon die Erfahrung gemacht, das man uns schon am Telefon sagte, die Welpen dürfen bis zum Auszug nicht berührt werden und wir nur einmal zu Besuch kommen. Coronabeding !!!!, haben einen Kauf dann abgelehnt.
    LG

  4. Vielen Dank für die Infos. Ich hatte schon Hunde und habe meine Erfahrung damit gesammelt, aber paar Tipps nehme ich mir trotzdem 🙌
    Ich hoffe, dass ich mir einen passenden Welpen von Cavalier King Charles Spaniels finde ☺️
    Beste Grüße ❤️

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