HomeKatzen4 Verhaltensauffälligkeiten bei Deiner Katze und was Du tun kannst

4 Verhaltensauffälligkeiten bei Deiner Katze und was Du tun kannst

Ständiges Miauen, zerkratzte Möbel, Unsauberkeit: Katzen zeigen oft Verhaltensauffälligkeiten – und das kann verschiedene Ursachen haben. Wie Du Deinem Tier helfen kannst, erklärt eine Expertin.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Verhaltensstörungen bei Katzen können verschiedene Ursachen haben, darunter Krankheiten, Stress, fehlende Rückzugsmöglichkeiten oder mangelnde geistige Auslastung.
  • Typische Anzeichen für Verhaltensstörungen sind übermäßiges Putzen, anhaltendes Miauen, aggressives Verhalten, Kratzen an Möbeln oder plötzliche Unsauberkeit.
  • Um das Problem zu lösen, sollten zunächst medizinische Ursachen ausgeschlossen und dann mit Hilfe von Tierpsychologen oder passenden Beschäftigungsmöglichkeiten geeignete Maßnahmen ergriffen werden.

Katzen gelten als sensible Tiere und selbst kleinste Veränderungen in ihrem Umfeld können ihr Verhalten beeinflussen. Auf Dauer kann das belastend sein – für Tier und Mensch. Jana Hoger von der Tiersrechtsorganisation „Peta“ erklärt, wie sich Verhaltensstörungen bei Katzen äußern und was man dagegen tun kann.

Eins vorweg: Wer eine Verhaltensauffälligkeit bei seiner Samtpfote bemerkt, sollte diese ernst nehmen und der Ursache auf den Grund gehen. Der erste Weg führt immer zum Tierarzt. Denn auch Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktionen, Flohdermatitis oder Epilepsie können der Grund für eine Verhaltensstörung sein.

Kann eine Krankheit als Ursache ausgeschlossen werden, ist es ratsam, einen Tierpsychologen oder eine ausgebildete Fachtierärztin für Verhaltensmedizin zu konsultieren. Denn auch folgende Auslöser sind denkbar:

  • keine Ruhe: Katzen brauchen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten. Zu viel Trubel solltest Du auf Dauer vermeiden.
  • fehlende Außenreize: Wird das Tier zu viel alleingelassen oder vernachlässigt, drohen Langeweile und Unterforderung.
  • Stress: Ein neues menschliches oder tierisches Familienmitglied oder ein Umzug können bei der Katze Stress verursachen.
  • traumatische Erfahrungen
Deine Tierwelt Protect Katze

Doch was gilt überhaupt als Verhaltensstörung?

1. Ständiges Putzen, Miauen und Umherlaufen

Die Katze neigt dazu, sich übermäßig zu putzen, die Pfoten und Krallen zu benagen, den eigenen Schwanz zu jagen, andauernd zu miauen, sich Fell auszureißen oder fortlaufend umherzuwandern? All das kann auf eine Verhaltensstörung hindeuten. Stress oder Unterforderung können der Grund sein.

2. Jagd auf unsere Hände und Füße

Beißt die Katze in die Hand oder attackiert die Füße, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass das Tier geistig nicht ausgelastet ist. Hier können Futterspielzeuge oder ein Jagdspielzeug wie eine Katzenangel für Entlastung sorgen.

3. Kratzen an Möbeln

Kratzt die Katze häufig an Möbeln oder Wänden, fehlt es meist schlichtweg an anderen Kratzmöglichkeiten. Kratzmatten etwa können Abhilfe schaffen. Die gibt es in verschiedenen Formen und Farben und lassen sich teilweise sogar an der Wand anbringen.

4. Plötzliche Unsauberkeit

Wenn die Katze ihr Geschäft plötzlich nicht mehr im Katzenklo verrichtet, sollten bei einem Tierarztbesuch mögliche Krankheiten wie etwa Blasenentzündungen oder -steine ausgeschlossen werden.

Mag meine Katze die Toilette nicht? Das perfekte Katzenklo ist groß genug, leicht zugänglich und – sauber. Mindestens einmal pro Tag sollte es gereinigt werden. Bei der Anzahl gilt: immer eine Toilette mehr als Katzen im Haus.

Auch hier sind psychische Ursachen wie Langeweile, Stress, Frust oder Trauer, aber auch Vernachlässigung, Rangordnungsprobleme und Veränderungen im Wohnumfeld denkbar. Tierpsychologen können bei der Aufklärung helfen.

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Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

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