Es kommt ganz plötzlich oder deutet sich durch Husten und Würgen an: Erbrechen beim Hund. Für alle Beteiligen oft ein unangenehmer Vorfall. Gefährlich ist das Übergeben für Deinen Vierbeiner in den meisten Fällen aber nicht.
Welche Ursachen das Erbrechen haben kann und wann Du mit Deinem Hund zum Tierarzt solltest, erklären wir in diesem Ratgeber.
Erbrechen aufgrund falscher Ernährung
Die mit Abstand häufigste Ursache für Erbrechen beim Hund liegt in seiner Ernährung. So können sich etwa Hunde, die sonst immer das gleiche Futter bekommen und dieses plötzlich wechselt, übergeben. Doch auch das gewohnte Futter kann den Magen des Vierbeiners reizen, etwa wenn er eine Unverträglichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe entwickelt.
Manchmal verschlingen unsere Vierbeine aber auch Dinge, die sie eigentlich gar nicht fressen sollen – manche von ihnen giftig. Hat ein Hund also zum Beispiel an einer giftigen Pflanze geknabbert, Medikamente oder Schokolade gefressen, kann er sich ebenfalls übergeben. Das Erbrechen kann ihm in einem solchen Fall sogar das Leben retten. Trotzdem solltest Du mit Deinem Vierbeiner sofort zum Tierarzt, falls Du vermutest, dass er etwas Giftiges gefressen hat.
Frisst Dein Hund Gras und übergibt sich danach? Das ist völlig normal. Einige Vierbeiner fressen ganz instinktiv das frische Grün, wenn sie einen aufgewühlten Magen haben. Das Gras löst normalerweise Erbrechen aus – und Deinem Hund geht es gleich besser.

Auch vor Abfällen, Kot oder Erbrochenem machen einige Hunde nicht Halt. Für sie riecht all das verlockend – trotzdem kann das „Allesfressen“ den Magen unserer Vierbeiner ganz schön durcheinander bringen. Das gilt übrigens auch für zu schnelles Fressen oder wenn Hunde direkt nach dem Füttern viel herumtoben.
Leidet Dein Hund an Reiseübelkeit?
Wenn sich Hunde vor allem beim Autofahren übergeben, leiden sie wahrscheinlich an Reiseübelkeit. In extremen Fällen kann das nämlich ebenfalls zu Erbrechen führen, informiert beispielsweise Tierärztin Dr. Karen Becker. Auch andere stressige Situationen können den Vierbeinern auf den Magen schlagen – genau wie bei uns Menschen.
Krankheiten können Erbrechen beim Hund auslösen
Wenn sich ein Hund übergibt, könnte das leider auch mit einer ernsten Krankheit zusammen hängen. Erbrechen gehört nämlich unter anderem zu den möglichen Symptomen von verschiedenen Nieren-, Leber oder Bauchspeicheldrüsenkrankheiten, entzündlicher Darmerkrankung, Problemen im Mittelohr und damit verbunden Schwindel, Hirnhautentzündung oder sogar einem Tumor.
Wann muss der Hund zum Tierarzt
Du siehst: Hinter dem Erbrechen Deines Hundes kann durchaus etwas Ernstes stecken. Wenn Dein Hund sich nicht regelmäßig übergibt und Du das zum Beispiel darauf zurückführen kannst, dass er etwas falsches oder anderes gefressen hat, gibt es meistens keinen Grund zur Sorge.
Unbedingt zum Tierarzt solltest Du jedoch, wenn Dein Hund sehr häufig erbricht oder das Erbrechen von weiteren Symptomen begleitet wird – darunter etwa Appetitverlust oder Lethargie.



