HomeNews20 Welpen im Kofferraum: Polizei stoppt illegalen Tiertransport

20 Welpen im Kofferraum: Polizei stoppt illegalen Tiertransport

Bei einer Grenzkontrolle auf der A6 in Bayern entdeckte die Bundespolizei 20 Welpen im Kofferraum eines ungarischen Autos. Der Fahrer hatte weder Papiere noch Impfnachweise. Die Tiere wurden beschlagnahmt. Ermittlungen sollen zeigen, ob der Mann Teil der Welpenmafia ist.

Bei einer Kontrolle an der deutsch-tschechischen Grenze bei Waidhaus entdeckten Beamte der Bundespolizei 20 teils unterernährte Hundewelpen im Kofferraum eines Fahrzeugs. Der ungarische Fahrer hatte keine gültigen Dokumente für die Tiere, die gerade einmal sechs Wochen alt waren.

Nach Rücksprache mit dem Veterinäramt wurden die Hunde umgehend sichergestellt. Der Fall löst erneut Diskussionen über den illegalen Welpenhandel aus. Immer wieder werden Fahrzeuge mit zahlreichen Welpen gestoppt. Die Tiere sollen meist gewinnbringend in Deutschland, Belgien oder den Niederlanden verkauft werden.

Kofferraum voller Welpen

Vor wenigen Tagen kontrollierte die Bundespolizeiinspektion Waidhaus ein Auto mit ungarischem Kennzeichen auf der A6 bei der Einreise von Tschechien nach Deutschland. Bereits beim Öffnen des Fahrzeugs fiel den Beamten ein beißender Geruch nach Kot und Urin auf. Die Ursache fanden sie schnell: Im Kofferraum des Autos drängten sich 20 Welpen.

Die Pudel- und Dackelmischlinge waren nur etwa sechs Wochen alt und mussten ohne Futter, Wasser und ausreichende Belüftung im Auto ausharren. Der 31-jährige Fahrer aus Ungarn erklärte, dass er auf dem Weg nach Belgien sei, um die Tiere dort an mehrere Adressen zu liefern. Gültige Impfpässe, Herkunftsnachweise oder tierseuchenrechtliche Dokumente konnte er nicht vorweisen. Der Verdacht eines illegalen Tiertransports war sofort gegeben.

Veterinäramt greift ein – Welpen in Tierheimen untergebracht

Die Beamten informierten umgehend das zuständige Veterinäramt im Landkreis Neustadt an der Waldnaab und brachten den Fahrer und die Tiere zur Dienststelle in Waidhaus. Der hinzugezogene Amtstierarzt stellte fest: Der Transport war in mehrfacher Hinsicht tierschutzwidrig. Die Welpen waren teils unterernährt und befanden sich frei im Kofferraum auf einer großen Plastikplane mit Papierschnipseln.

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Noch am selben Abend wurden die Tiere auf nahegelegene Tierheime verteilt, wo sie sich von den Strapazen der Reise erholen können. Der Fahrer musste auf Anordnung des Veterinäramts eine Sicherheitsleistung von 2.000 Euro zahlen. Danach durfte er seine Reise fortsetzen, jedoch nicht ohne Konsequenzen: Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Illegaler Welpenhandel: Ein lukratives Geschäft mit Tierleid

Der Fall an der A6 ist kein Einzelfall – immer wieder deckt die Bundespolizei Transporte auf, bei denen viel zu junge Hunde unter miserablen Bedingungen über die Grenzen gebracht werden. Besonders gefragt sind Welpen sogenannter Trendrassen, darunter Pudel, Dackel, Zwergspitz oder Chihuahua. Die Fellnasen landen meist ohne Impfungen, tierärztliche Kontrollen oder artgerechte Aufzucht in den Zielländern.

Für viele Tiere endet diese Reise leider tödlich. Weil sie viel zu früh von ihrer Mutter getrennt werden, kann sich ihr Immunsystem nicht richtig entwickeln und macht die Welpen anfällig für tödliche Krankheiten, wie das Parvovirus. Tierschutzorganisationen fordern seit Jahren schärfere Kontrollen an den Grenzen sowie strengere Strafen für illegalen Tierhandel.

Hinweis in eigener Sache: Das DeineTierwelt-Magazin ist ein Angebot des Unternehmens DeineTierwelt, das selbst eine Online-Plattform zur Vermittlung von Haustieren betreibt. Die Redaktion arbeitet unabhängig davon nach rein journalistischen Standards. Was DeineTierwelt gegen den illegalen Welpenhandel unternimmt, kannst Du unter anderem hier nachlesen.

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