Schutz vor Betrug
Die hierzulande auch unter dem Namen „Deutscher Modenser“ bekannte Modena Taube ist eine aus Oberitalien – eben der Stadt Modena – stammende Haustaubenrasse, die Ende des 18. Jahrhunderts in England zu ihrem heutigen Typ entwickelt wurde und dann um 1970 nach Deutschland gelangte. Modena Tauben gehören, wie z. Bsp. auch der Florentiner oder die Huhnschnecke, zu den Huhntauben, also Tauben, deren Körperform denen eines Huhnes ähnelt und die nicht zuletzt wegen ihrer ansehnlichen Größe ursprünglich vorwiegend zum Verzehr gezüchtet wurden. Da die Modena Taube jedoch der kleinste Vertreter der Gattung der Huhntauben ist, dürfte gerade die Haltung dieser schönen Taubenrasse heute in der Regel nur noch eine Liebhaberei sein.
Der Idealtyp einer Modena Taube ist mittelgroß mit einem breiten, kurzen und durchweg gut gerundeten Körper. Ihr Kopf soll rund und gleichmäßig gewölbt, die Stirn gut abgesetzt und die Nasenwarzen flach und kurz sein. Die Modena Taube soll über eine orangerote Iris sowie einen schmalen Augenrand verfügen, der dem Farbschlag des Tieres entspricht, das heißt eher dunkel gefärbte Tiere haben einen dunklen Augenrand und helle Tiere einen hellen. Der Schnabel der Modena Taube soll mittellang und kräftig sein und ihre Kehle gut ausgeschnitten. Der Hals dieser Taubenart soll sich vom Rumpf her gleichmäßig verjüngen und ihre Brust soll voll, breit und gut gerundet sein. Auch die Schulter der Modena Taube ist breit und ihr Rücken kurz und nicht abfallend. Der Schwanz der Modena Taube ist ebenfalls kurz und stark angezogen, dabei aber nicht breit. Die Schwingen dieser Taubenart sind ebenfalls kurz; sie sollen gut decken und ohne sich zu überkreuzen auf dem Schwanz anliegen. Die Unterlinie der Modena Taube soll voll und gut gerundet sein und Brust und Bauch eine ununterbrochene Linie bilden. Eine gute Modena Taube ist also eine durchweg „runde Sache“, die nicht nur kräftig wirken, sondern auch tatsächlich kräftig sein soll und frei und breit Stand auf ihren unbefiederten Läufen stehen soll.
Das Gefieder der Modena Taube ist glatt anliegend und nur in der Afterpartie flaumig. Bei der Färbung des Gefieders sind 18 Schattierungen erlaubt, bei denen es noch weitere Unterkategorien gibt. Bei der Zeichnung einer Modena Taube gibt es drei Möglichkeiten, die sind:
Gazzi, das heißt die Grundfarbe des Tieres ist weiß
Schietti, was für einfarbige Tiere steht sowie
Magnani, das heißt das Tier hat viele Farben/verschiedene Farbsprenkel
Aktuelle Rubrik: Modena Taube (Rassetauben)
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