Alano
Beim Alano handelt es sich um eine Hunderasse, die vom FCI nicht anerkannt und teilweise als eigenständige Hunderasse
umstritten ist. So steht das Wort "Alano" im spanischen lediglich für den Begriff "Dogge" und im italienischen wird
hiermit die Deutsche Dogge bezeichnet. Häufig wird das Wort "Alano" demnach für verschiedene, doggenartige
(molossoide) Hunde genutzt und teilweise wird der Alano mit dem Dogo Canario oder auch dem Cane Corso gleichgesetzt.
Einige Liebhaber haben es sich allerdings zur Aufgabe gemacht, den "ursprünglichen Alano" zu züchten. Dieser wird
häufig als kraftvoller Packer beschrieben, der für die Jagd sowie als Hüte- oder Wachhund eingesetzt wurde. Bereits
im 15. Jahrhundert sollen die Alanos in Jagdbüchern beschrieben worden und somit Vorfahren der Rassen wie Dogo
Canario, Cane Corso oder Dogo Argentino sein. Da der Alano im 20. Jahrhundert allerdings viel mit Boxern oder
Mastiffs gekreuzt worden sein soll, drohte die Rasse auszusterben. Seit 1980 gibt es jedoch wieder einige Vereine,
die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Alano als eigenständige Rasse zu erhalten. Vom Wesen her sollen sich die
Vierbeiner ihren Menschen gegenüber sehr loyal zeigen - zudem haben sie ein in der Regel freundliches und fröhliches
Gemüt. Allerdings besitzt der Alano stets - aufgrund seiner früheren Aufgaben - einen ausgeprägten Wach- und
Schutztrieb. Seine Menschen würde er also um jeden Preis vor Gefahren schützen. Deshalb sollte der Alano nur zu
erfahrenen Hundehaltern.
FCI:
nicht anerkannt
Größe:
60 bis 63 Zentimeter (Rüden)
57 bis 60 Zentimeter (Hündinnen)
Farben:
gestromt, falbfarben
Haltungsempfehlung:
Der Alano sollte unbedingt zu erfahrenen
Hundehaltern, da er einen sehr ausgeprägten Wach- und Schutztrieb hat. Damit er nicht bei jeder neuen Situation
anzugreifen droht, kommt es natürlich auf die richtige Sozialisierung sowie liebevolle Erziehung an. Denn
sofern diese Bedürfnisse, zusammen mit genügend körperlicher Auslastung, erfüllt sind, kann man
in dem Alano einen sehr treuen, anhänglichen und lieben Gefährten finden. Aufgrund dieses loyalen
Verhaltens sollten sich zukünftige Alano-Halter auch viel Zeit für ihren Vierbeiner nehmen, denn er fühlt
sich bei seinen Menschen - die er bewachen möchte - sehr wohl. Wichtig für das Wohlbefinden ist aber auch
der Lebensraum: Eine Wohnung sollte genügend Platz und ausreichend Auslaufmöglichkeiten in der Nähe
bieten (die regelmäßig genutzt werden). Ansonsten empfiehlt sich natürlich ein Haus mit Garten oder
bestenfalls sogar ein Hof, wo man die Hüte-Eigenschaften des Alanos fördern könnte.
Bitte beachten Sie:
Hunde dieser Rasse gelten in manchen Bundesländern als Listenhunde ("Kampfhunde"). Bitte informieren Sie sich über die Haltungsbedingungen und Auflagen:
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